Oberbürgermeister-, Landtags- und Bezirkstagswahlen 2023
| Oberbürgermeister-Kandidat |
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Die Linke |
Marco Winkler
Deine Themen, Dein Neumarkt, deine Wahl!
Mit 33 Jahren und Vater von 3 Kindern stehe ich mitten im Leben. Als gelernter Fachinformatiker bin ich derzeit als System Engineer für die Digitalisierung und Unterstützung einer Vielzahl von kleinen bis großen Kunden zuständig. Hinzu kommt, dass ich bereits seit 15 Jahren politisch in und um Neumarkt aktiv bin. Nun möchte ich meine beruflichen und politischen Erfahrung direkt in den Dienst der Neumarkter:innen als Oberbürgermeister stellen.
Als Hauptaugenmerk verfolge ich dabei drei Schwerpunkte: Den Aufbau einer starken Verwaltung, einer starken Gemeinschaft und einer starken Jugend.
Eine starke Verwaltung brauchen wir deshalb, weil mehr und mehr die Bürger:innen das Gefühl haben, dass die Stadt nicht mehr für Sie da ist. Das ist auch mehr als verständlich, wenn der Fokus auf Prestigeprojekte und dem Abgreifen von Förderprogramme liegt. Gepaart mit veralteten Prozessen und unklaren Strukturen, frisst das unglaublich viel Energie und Zeit der Mitarbeiter und Mitarbeiter:innen. Darunter leidet die Motivation und die eigentliche Kernaufgabe: Der Service an Ihnen.
Und dorthin möchte ich zurück, mit flexiblen und familienfreundlichen Arbeitsplätzen, neustes technisches Equipment, einem offen und fehlertoleranten Arbeitsklima, sowie digitalen Prozessen, die die Arbeit der Mitarbeiter:innen unterstützen. Dadurch soll nicht nur die Arbeit den Bürger:innen gegenüber verbessert werden sondern auch die Informationspolitik und Entscheidungsgewalt im Stadtrat. Entsprechend schneller und besser lassen sich die notwendigen Investitionen in Wohnbau und in die Infrastruktur umsetzen.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Aufbau einer starken Gemeinschaft.
Nicht erst Corona und der Ukraine-Krieg haben gezeigt, wie fragil eigentlich unser Zusammenleben und wie wichtig das soziale Miteinander ist. Die Neumarkter:innen haben in einer unglaublichen Anteilnahme ihre Hilfsbereitschaft in all den Jahren gezeigt und werden doch zu oft von der Politik im Kleinen vergessen.
Statt Hausboote und Tiny-Häuser brauchen wir vor allem Stadteil- und Gemeinwesenarbeit. Wir brauchen Begegnungsflächen und eine barrierefreie Innenstadt. Den Aufbau von Nachbarschaftszentren und aufsuchende Sozialarbeit auch für Ältere um die soziale Isolation zu reduzieren.
Das Thema bezahlbarer Wohnraum muss über eine Koordinierungsstelle die in Zusammenarbeit mit dem Liegenschaftsamt, der städtischen Wohnungsbau und Servicegesellschaft mbH und anderen Akteuren auf breitere Füße gestellt werden. Dadurch lassen sich dann Projekte wie Mietvertragstausch, Unterstützung bei Umzügen von Groß nach Klein aber auch inklusive Wohnprojekte die es in Neumarkt dringend braucht planen und umsetzen.
Die Bürger:innen benötigen ein ÖPNV der sich an ihren Bedürfnissen und Mobilitätswünschen orientiert. Dafür benötigen wir in der Stadt ein Anrufsammeltaxi, eine Ringlinie und grundsätzlich eine Linienführung die dezentrale Punkte wie das Ärztehaus, die VHS, das Schloßbad und Einkaufsbereich verbindet ohne Hoffen zu müssen den Anschlussbus zu erreichen.
Inklusion darf nicht nur ein Tag für Schwerbehinderte am Volksfest sein sondern muss sich in der grundsätzlichen politischen Ausgestaltung widerspiegeln. Dazu gehört auch ein offenes Ohr und bereitwillig auf Kritik wie die zur Barrierefreiheit am Volksfest einzugehen.
Aber auch das Ehrenamt und damit die Vereine spielen hier für die Gemeinschaft eine wichtige Rolle im Zusammenbringen von Leidenschaften die gefördert und unterstützt gehört. Und zwar in einem Maße wie sie es verdienen.
Und als letzten wichtigen Punkt sehe ich die Stärkung der Jugend.
Ohne unsere Kinder und Jugend geht gar nichts. Die Jugendarbeit in Neumarkt steht auch nicht mit leeren Händen da und versucht mit den gegeben Mitteln einiges zu erreichen. Hier muss aber noch viel mehr passieren. Vor allem von der politischen Seite.
Denn gerade die Pandemie hat noch einmal das Brennglas auf eine Entwicklung gerichtet bei der nicht nur mehr das Gefühl entsteht, dass unsere Kinder die Verlierer im weiten politischen Spektrum sind.
Daher müssen wir den Kindern und Jugendlichen jetzt, in den vielen Bereichen ihres Lebens, von Schule über Vereinen, Spiel- und Bolzplätze bis die Ausbildungsbetriebe, zeigen dass sie gesehen und gehört werden. Wir müssen jetzt entsprechende Strukturen bieten und sie auch in der Entscheidungsfindung einbinden.
Dazu gehören eine Verstärkung der mobilen und stationären Jugendarbeit. Wir müssen die Schulsozialarbeit stärken. Wir benötigen mehr Unterstützung beim Personal in den KiTas und KiGas. Und wir müssen soziale Auffangnetze aufbauen für Kinder in Krisen und Krisensituationen.
Alles in allem möchte ich die gesamte Kommunalpolitik und die politische Arbeit wieder an den Bürger:innen ausrichten. Dafür, dass unsere schöne Stadt zukunftsfähig bleibt, sich für alle weiterentwickelt und nicht weitere überteuerten Prestigeprojekte entstehen.
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