Christlich Soziale Union

Vorfreude auf S-Bahn


Bei der Woffenbacher CSU wurde die Vorstandshaft neu gewählt.

NEUMARKT. "Trotz Kritik" freue man sich bei der Woffenbacher CSU auf die S-Bahn, hieß es bei der Jahreshauptversammlung.

"Wir unterstützen die weitere Verbesserung unserer Infrastruktur", sagte der bei der Versammlung wiedergewählte Vorsitzende Maximilian Federhofer. Entscheidend sei, "dass möglichst alle Woffenbacher sprichwörtlich auf den Zug aufspringen und das Projekt unterstützen".

Neben Federhofer wurden bei der Versammlung auch seine Stellvertreter Manfred Wiesenberg, Josef Frankerl und Georg Kohlmann bestätigt. Neuer stellvertetendes Vorstandsmitglied wurde Robert Frank. Kassier und Schriftführer bleiben Ernst Tramer und Christoph Nießen. Beisitzer sind Martina Fischer, Werner Müller, Meinrad Spinner, Karl Mauerer und Kurt Auerbach.

Bevor Federhofer in seinem Rechenschaftsbericht Rückblick hielt, konnte er CSU-Kreisvorsitzenden Albert Füracker und den CSU-Fraktionschef im Stadtrat Ferdinand Ernst begrüßen.

Man freue sich dass die nötigen Sanierungsarbeiten in der Schlossstraße endlich durchgeführt werden. Auf Anregung und auch Druck des Ortsverbandes würden die Anlieger voraussichtlich bis Ende März über die Kosten informiert.

Bei einem gemeinsamen Gespräch aller Vereine konnte die CSU verhindern, dass die "Grüne Lunge" auf dem Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei nicht zerstört wird, hieß es. Stattdessen entstehe dort zunächst eine "Christbaumpassage" für die Stadt. Langfristig wolle man die "Grüne Lunge" als Parks erhalten und schützen.

Der Gemeindeplatz in der Mitte von Woffenbach sei nur wenig attraktiv und hätte eine Aufwertung verdient. In einem ersten Vorgespräch mit Stadtbaumeister Müller-Tribbensee sei eine Verschönerung zugesagt worden. Gemeinsam mit Experten wolle man dazu in den kommenden Monaten Vorschläge ausarbeiten.

Die in den letzten zwei Jahren entstandene Tradition des "Bürgergesprächs" will die CSU weiter verfolgen.

Federhofer erinnerte an den Besuch von hochkarätigen Gäste wie Kultusminister Siegfried Schneider bei der Kirchweih im Jahr 2006 oder JU-Landesvorsitzenden MdEP Manfred Weber beim 50. Jubiläum. Insgesamt acht neue Mitglieder sind dem Ortsverband beigetreten, davon fünf im Alter zwischen 20 und 25 Jahre. Insgesamt wächst der Ortsverband damit auf 62 Mitglieder.
07.02.07

Diskussionen anstoßen


KV-Kreisvorsitzender Alois Scherer (2.v.l.) hatte nach Postbauer-Heng eingeladen.

NEUMARKT. Um Familienpolitik im ländlichen Raum ging es bei einer Diskussionsrunde der Kommunalpolitischen Vereinigung (KV).

Der KPV-Kreisverband hat zu einem Diskussionsforum mit vorheriger Besichtigung des Kinderhortes nach Postbauer-Heng eingeladen. Neben CSU-Kreisvorsitzenden Albert Füracker und vielen Bürgermeistern und Ratsmitgliedern der einzelnen Gemeinden konnte der Kreisvorsitzende Bürgermeister Alois Scherer die Bürgermeisterin der Gemeinde Kinding, Rita Böhm, begrüßen.

Die langjährige Kommunalpolitikerin referierte über das komplexe Thema "Familienpolitik im ländlichen Raum". Wegen der rückgängigen Geburtenzahlen sei es erforderlich, dass der ländliche Raum sein positives Image besser nach außen hin verkaufe, hieß es. Nur so könnten die Wanderungsbewegungen positiv beeinflusst werden. Außerdem sei es wichtig, die Familie auch idiell zu stärken. Gefordert sei aber auch die Wirtschaft, ein familienfreundliches Umfeld zu schaffen.

Mit dieser Veranstaltung, so Kreisvorsitzender Scherer, wolle man Diskussionen in den einzelnen Gemeinden anstoßen. Vieles sei bereits im Landkreis und in den Gemeinden in Richtung Familienpolitik geleistet worden. Nun gelte es, dieses hohe Niveau zu halten und zu optimieren.

Zum Schluss bedankte sich Scherer auch im Namen seiner beiden Stellvertreter, Bürgermeister Bernhard Kraus und stellvertretender Bürgermeister Horst Kratzer, bei der Referentin und überreichte ein kleines Präsent.
02.02.07

"Mehr Dynamik" gefordert

NEUMARKT. In der aktuellen Diskussion sieht sich die CSU-Fraktion in ihrer Forderung nach einer Stadthalle bestätigt.

Mit dem Bau einer Stadthalle wolle man ein gehobenes Kulturangebot bedienen, für das die Jurahalle nicht geeignet ist. Der Zweck der Jurahallen entspreche hierfür nicht allen Anforderungen. Deshalb fordert die CSU seit Jahren den Bau einer Stadthalle, um die Nische zwischen Jurahallen und Reitstadl zu schließen.

Allerdings wäre es zu wenig, nur für dieses Kulturangebot eine Stadthalle zu bauen. Mit der bereits beschlossenen Konzeption sei eine multifunktionale Ausnutzung gegeben, die Tagungen, Betriebsfeiern, Messen ermöglicht. "Dadurch, dass wir das PPP-Verfahren gewählt haben, können wir sicher sein, dass sich der Betreiber an der Nachfrage am Markt orientiert, um wirtschaftlich arbeiten zu können", so CSU-Stadtverbands-Chef Helmut Jawurek.

Durch die Multifunktionalität wolle man zusätzliche, mehrtägige Besucher nach Neumarkt bringen, erläuterte Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst. Der gewählten Standort im Stadtpark führe die Besucher mitten in die Stadt. "Wir wollen keine Halle außerhalb des Zentrums, wo die Besucher nach den Veranstaltungen in alle Himmelsrichtungen davonfahren", so Ernst. Die Stadthalle solle für Innenstadt und Gastronomie einen Zusatznutzen bringen.

Er mahnte jedoch "mehr Dynamik seitens der Stadt" in Sachen Stadthalle an. Die Bieter und die Stadtverwaltung befänden sich derzeit in der Dialogphase. Hier sei verstärkt der vom Stadtrat berufene Lenkungsausschuß einzubinden, der die Zielvorstellungen und politischen Vorgaben für die Stadthalle vorarbeite.

Die Finanzbeteiligung der Stadt an dem Stadthalleninvestment sei fraktionsübergreifend gedeckelt worden. Ernst wies daher "Spekulationen und Horrorszenarien anderer Parteien" als haltlos zurück. Eine attraktive Stadthalle mit breitem kulturellen Angebot auf der einen und Tagungstourismus auf der anderen Seite werde für den Standort Neumarkt einen großen Impuls darstellen. Daher gelte es, das Projekt beschleunigt umzusetzen.
01.02.07


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23. Jahrgang