
Europaabgeordneter Albert Deß
"Problem vor Ort lösen"
NEUMARKT. Geht es dem Kormoran an den Kragen ? MdEP Albert Deß meint, die Behörden dürften sich nicht hinter EU-Recht verstecken.
Die drastische Erhöhung des Kormoranbestandes gefährde einheimische Fischbestände und führe damit zu einer Störung des ökologischen Gleichgewichtes in vielen Gewässern, heißt es in einer Prese-Mitteilung. Außerdem komme es durch die Kormorane in einigen Landstrichen zur Verdrängung anderer unter Schutz stehender Vogelarten.
Diese Entwicklung war Anlass für eine Anfrage von MdEP Albert Deß an die EU-Kommission, die dazu eine klare Antwort hat: Es liegt an jedem einzelnen Mitgliedstaat, Maßnahmen zu ergreifen, die er für die Artenbewirtschaftung und für die Lösung von auftretenden Konflikten mit Fischereiinteressen für erforderlich hält.
"Eine deutliche Aussage, die zeigt, dass es an den politisch Verantwortlichen in den Mitgliedsstaaten liegt, innerhalb ihres Staatsgebietes alle erforderlichen Maßnahmen zur Bewirtschaftung dieser Vogelart zu ergreifen," so Albert Deß, agrar- und verbraucherpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Er fordert die Behörden auf, vor Ort tätig zu werden und den Konflikt zwischen Kormoranen und Fischereiinteressen zu lösen anstatt sich hinter EU-Recht zu verstecken.
Die durch Fraßschäden der Kormorane verursachten Verluste an Fischbeständen würden zunehmend die Existenz der Binnenfischer gefährden. Diese Entwicklung müsse gebremst werden. Die Kommission habe auf die Entwicklung dieser Vogelart auch reagiert und bestimmte Arten aus der Vogelschutzrichtlinie gestrichen, weil diese in ihrem Bestand nicht mehr gefährdet seien.
28.06.06
Landkreis "erfahren"

Albert Deß mit einigen Teilnehmern bei der Fahrzeugweihe in
Plankstetten.
NEUMARKT. Erstmals veranstaltete der CSU-Kreisverband eine Motorradtour
unter dem Motto "Wir erfahren den Landkreis".
Fast 40 Motorradfans fuhren
unter der Schirmherrschaft von MdEP Albert Deß durch den Landkreis. Mit von
der Partie war auch Bürgermeister Richard Blomenhofer. CSU-Kreisvorsitzender Albert Füracker
begrüßte die Gruppe in Neumarkt und wünschte allen Teilnehmern eine unfallfreie Fahrt. Er dankte der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Heidi Rackl für die Vorbereitung der Fahrt.
Abseits von den
Hauptstraßen war man letztlich fast 300 Kilometer unterwegs.
Der Tag begann mit
einer Heiligen Messe im Kloster Plankstetten, wo auch eine Fahrzeugsegnung
stattfand. Weiter ging es über Dietfurt nach Breitenbrunn, über Lupburg, wo
man eine Mittagspause einlegt, und in den Landkreis Regensburg. Entlang von
Naab und Vils führte die Tour durch das Schwarzachtal wieder zurück.
Der Tag klang schließlich
in Trautmannshofen aus, wo die Gruppe von Bürgermeister Peter Braun
begrüßt wurde.
26.06.06
Lebensmittel kontrollieren
NEUMARKT. "Auch importierte Lebensmittel müssen die EU-Standards einhalten", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.
In letzter Zeit war von Verdachtsfällen die Rede, wonach umetikettierte Lebensmittel aus Nicht-EU-Ländern nach Europa kommen und in den Supermarktregalen der EU landen. Für Produzenten aus Übersee sind vor allem die niederländischen Häfen zentrale Anlaufstelle für den Warenimport.
Dort, wo sich der Warenverkehr konzentriert, sollen die Lebensmittelkontrolleure der EU schwerpunktmäßig arbeiten, so die Forderung des Agrarpolitikers Deß. "Wir müssen mit gezielten Flaschenhalskontrollen dafür sorgen, dass der EU-Verbraucherschutz durch die Hintertür nicht wieder ausgehebelt wird."
Das Thema Lebensmittelimporte war auch Thema bei der jüngsten Sitzung des EU-Agrarausschusses. Der Ratsvorsitzende und österreichische Agrarminister Pröll sagte, dass er sich der Problematik bewusst sei. Er werde sich dafür einsetzen, dass bei Lebensmittelimporten ein hoher Verbraucherschutz gewährleistet wird. Wettbewerbsverzerrungen auf dem EU-Binnenmarkt durch Billigimporte seien nicht hinnehmbar.
Der Ansatz von Albert Deß: "Wir sollen auf internationaler Ebene Mindeststandards bei Lebensmitteln durchzusetzen. Dazu brauchen wir einen Vorstoß der WTO. Die Welthandelsorganisation kann hier beweisen, dass ihre Kompetenz über die sonst üblichen, leeren Freihandelsversprechen hinausgeht."
22.06.06