Europaabgeordneter Albert Deß

Hoher Stellenwert

NEUMARKT. Die EU bekennt sich zu Innovation, Forschung und Entwicklung. Für die Forschungstätigkeit sind in der nächsten Planungsperiode rund 54 Milliarden Euro vorgesehen. Durch die Kofinanzierung der Mitgliedsstaaten stehen alleine für die Agrarforschung 3,8 Milliarden Euro an Finanzmitteln zur Verfügung.

"Das ist eine gute Nachricht für den Agrarbereich und unterstreicht auch für die Zukunft den hohen Stellenwert der Agrarforschung auf europäischer Ebene", freut sich Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe.

Das Kapitel "Nahrungsmittel, Landwirtschaft und Biotechnologie" gliedert sich in drei Teile. Der erste Teil deckt die Bereiche nachhaltige Produktion, Tier- und Umweltschutz ab. Im zweiten Abschnitt geht es um die Sicherheit von Lebensmitteln und Innovationen im Futtermittelbereich. Der dritte Teil ist für die Erforschung von nachwachsenden Rohstoffen und innovative Biomasseproduktion reserviert.

Nach der nun beschlossenen Finanzierung erstellt die EU-Kommission derzeit die zugehörigen Arbeitsprogramme. Diese bilden die Grundlage für die Ausschreibungen der EU-Forschungsgelder ab dem Jahr 2007. "Deutsche Forschungseinrichtungen sollten hellwach die Programmumsetzung verfolgen, um sich eine gute Ausgangsposition zur Teilnahme an EU-Forschungsprojekten zu verschaffen", so der Agrarpolitiker Albert Deß.
20.06.06

"Empfänger nennen"

NEUMARKT. MdEP Albert Deß begrüßt die angekündigte Ausgaben-Transparenz - allerdings "für alle Empfänger".

Die Bürger sollen wissen, wohin die EU-Gelder fließen. "Ich begrüße die Ankündigung der EU-Kommission, für mehr Transparenz bei den Ausgaben zu sorgen," so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe. Klar sei aber auch, dass dies für sämtliche Empfänger von EU-Geldern gelte und nicht nur für Empfänger von Agrarbeihilfen, so Deß weiter.

Die Europäischen Bürger hätten das Recht zu erfahren, wie Steuergelder verwendet werden. Das darf sich aber nicht nur auf die Landwirtschaft beschränken. "Gleiches Recht muss für alle gelten", so Albert Deß.

Wenn der Vorschlag der EU-Kommission konsequent umgesetzt wird, dann müßten ausnahmslos alle Empfänger von EU-Geldern veröffentlicht werden. Zu den Empfängern staatlicher Hilfen gehörten zahlreiche Wirtschaftsbeteiligte, Unternehmen, Kommunen und vor allem unzählige Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs).

Um ihrer Initiative noch mehr Ausdruck zu verleihen, müsse die EU-Kommission auch sich selbst einbeziehen und die Bezüge ihrer Kommissare, Beamten und Angestellten veröffentlichen. Albert Deß: "Nur so kann die EU-Kommission dem Bürger glaubhaft versichern, dass sie es mit ihrer Initiative für mehr Transparenz auch ehrlich meint."
09.06.06

"Lebensraum für Menschen"

NEUMARKT. "Europas Landwirte sorgen maßgeblich für die Erhaltung der landestypischen Kulturlandschaft" erklärte MdEP Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe zum Tag der Umwelt.

Der Erhalt einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt sei in Europa an eine flächendeckende Landbewirtschaftung und die Beweidung von Hängen gebunden. Wenn großräumig Ackerflächen brach liegen blieben, würde die Landschaft innerhalb kurzer Zeit veröden und verbuschen. Auch Urlauber und Wanderer blieben aus. Der ländliche Raum würde unter dem Wegzug von Menschen in die Ballungsgebiete leiden und Dörfer sich selbst überlassen.

Um den Erhalt einer lebenswerten Umwelt seien Landwirte und Naturfreunde gleichermaßen bemüht. In partnerschaftlichem Miteinander würden Landwirte Pflegearbeiten von Naturschutzflächen übenehmen und ihre Bewirtschaftung in umweltsensiblen Gebieten extensivieren. Den Erschwernisausgleich, den die Landwirtschaft dafür erhält, rechne sich auch volkswirtschaftlich. Wenn Kommunen für den Erhalt von Naturschutzflächen aufkommen müssten, wären weitaus mehr Steuergelder dafür notwendig, so Deß.

Umwelt und Natur wären also weitaus mehr als Wirtschaftsfaktor, sie seien Lebensraum für den Menschen. Albert Deß: "Gerade bei der Pflege der Kulturlandschaft kann eine moderne Landwirtschaft mit ihrer Multifunktionalität wertvolle Dienste leisten. Diese Leistungen kommen den Menschen vor Ort zu Gute und allen, die in der Natur unterwegs sind, ob als Freizeitsportler, Wanderer oder beim Spaziergang."
02.06.06


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23. Jahrgang