Nürnberg und Mittelfranken

Viele Silvester-Einsätze

Mittelfranken. Auch diesmal waren die polizeilichen Dienstkräfte der mittelfränkischen Polizei in der Silvesternacht einer hohen Einsatzbelastung ausgesetzt. Mit knapp 400 Einsätzen in ganz Mittelfranken wurden jedoch deutlich weniger Einsätze verzeichnet als im Vorjahr.

Von 19 bis 7 Uhr dokumentierte die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken insgesamt 394 Einsätze (Vorjahr: 471). Dabei rückten die Beamten in 28 Fällen zu Ruhestörungen aus, verzeichneten 18 Sachbeschädigungen und wurden zu 32 Körperverletzungsdelikten gerufen.

Im Bereich der Nürnberger Innenstadt wurde durch die Einsatzleitung der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte ein hohes Besucheraufkommen verzeichnet. Rund um die Nürnberger Kaiserburg feierten etwa 5500 Personen friedlich und unter Einhaltung des Verbots des Abschießens pyrotechnischer Gegenstände.


Auch auf dem Hauptmarkt fanden sich mehrere hundert Personen zum Jahresausklang ein. Hier kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Im Bereich der Lorenzkirche mussten Einsatzkräfte immer wieder das Zünden von Pyrotechnik unterbinden.

Im Zusammenhang mit dem an verschiedenen Örtlichkeiten durchgeführten „Silvestival“ wurden keine relevanten Störungen gemeldet. Auch hier bewährte sich das im Vorfeld ausgearbeitete Sicherheitskonzept, hieß es von der Polizei.

Gegen 0.40 Uhr teilte ein Mann mit, dass er im Bereich der Kernstraße möglicherweise mit einer Schreckschusswaffe aus einer Wohnung beschossen worden sei. Die verständigten Streifenbesatzungen der Polizeiinspektion Nürnberg-West wurden bei der Anzeigenaufnahme vor Ort zunehmend durch Unbeteiligte gestört, so dass weitere Streifen hinzuzogen werden mussten. Die Gruppe der Unbeteiligten bestand aus 20 bis 50 Personen, die offenbar dem linken Spektrum zuzuordnen waren. Nach Beendigung der polizeilichen Maßnahmen gingen mehrere Personen aus dieser Gruppe die Einsatzkräfte an, was jedoch unterbunden wurde. Menschen kamen nicht zu Schaden.

Ein schadensträchtiger Brand eines Mehrfamilienhauses ereignete sich im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Heilsbronn. Gegen 1 Uhr wurde der Einsatzzentrale ein Brand in einer Dachgeschoßwohnung in der Ritter-von-Hellberg-Straße in Windsbach gemeldet. Beim Eintreffen der alarmierten Feuerwehren stand die Dachgeschoßwohnung bereits in Vollbrand. Die 40 Bewohner des Hauses konnten überwiegend unverletzt das Anwesen selbst verlassen.

Zwei Bewohnerinnen des Hauses im Alter von 78 und 55 Jahren wurden mit Verdacht auf Rauchgasintoxikation in ein Krankenhaus eingeliefert. Der durch den Brand entstandene Sachschaden wird auf mindestens 500.000 Euro geschätzt. Das Gebäude ist derzeit nicht bewohnbar. Für die Bewohner des Hauses richtete die Gemeinde eine Notunterkunft in einer Sporthalle ein. Das zuständige Fachkommissariat der Ansbacher Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Ursache der Brandentstehung aufgenommen.

Den Brand eines Kellerabteils gegen 0.45 Uhr in der Erlangener Schubertstraße konnte die zufällig in der Nähe befindliche Feuerwehr rasch löschen und somit Schlimmeres verhindern. Nach bisherigem Ermittlungsstand zündete ein Mann eine Rakete. Beim Abschuss der Rakete, fiel die am Boden stehende Glasflasche um. Die Rakete durchschlug daraufhin ein Kellerfenster eines Mehrfamilienhauses und setzte ein Kellerabteil in Brand. Der Schaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt.

Ein weiterer Brand ereignete sich gegen 1 Uhr in Vestenbergsgreuth. Aus noch nicht geklärter Ursache geriet die Rückseite einer Garage eines Einfamilienhauses in Brand. Beim Versuch den Brand vor dem Eintreffen der Feuerwehr selbst zu löschen erlitten der 51jährige Hausbesitzer und seine 20jährige Tochter eine Rauchgasvergiftung und mussten in einem Krankenhaus medizinisch versorgt werden. Die Feuerwehr konnte den Brand löschen und das Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus verhindern. Der Sachschaden wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

Zudem ereigneten sich 13 Verkehrsunfälle in Mittelfranken, bei denen sechs Personen leicht verletzt und eine weitere Person in einem Krankenhaus stationär behandelt werden musste.
01.01.20
neumarktonline: Viele Silvester-Einsätze

Räuber verunglücken

Hersbruck. Am frühen Morgen des Silvester-Tags raubten zwei Männer unter Anwendung von Gewalt ein Auto in Hersbruck. Auf der Flucht ereignete sich ein schwerer Verkehrsunfall.

Dabei wurden die beiden jungen Männer schwer verletzt.

Nach bisherigem Ermittlungsstand betraten zwei zunächst unbekannte Männer gegen 1 Uhr ein Wohnanwesen in Hersbruck und raubten unter Gewaltanwendung das Auto des Hauseigentümers. Anwohner wurden auf das Geschehen aufmerksam und verständigten über Notruf die Polizei. Die Unbekannten flüchteten gegen 1.45 Uhr mit dem Fahrzeug des Hauseigentümers.


Im Rahmen der sofort durchgeführten Fahndungsmaßnahmen kam im Ortsteil Reichenschwand einer anfahrenden Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Lauf das geraubte Fahrzeug mit hoher Geschwindigkeit entgegen. Die Streifenbesatzung wendete und folgte dem Fahrzeug unter Einhaltung eines gebührenden Sicherheitsabstandes von mehreren hundert Metern.

Auf Höhe des Gewerbegebiets Bräunleinsberg fuhr das Fahrzeug von der B 14 ab. Dabei verlor der Fahrer die Kontrolle über das geraubte Fahrzeug und schleuderte durch die Luft in die Lagerhalle eine Getränkebetriebes.

Die zwei Männer im Alter von 20 und 22 Jahren mussten von der Feuerwehr aus dem Wrack geborgen werden. Sie wurden mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser medizinisch versorgt.

Der Hauseigentümer musste ebenfalls aufgrund der vorangegangenen Gewalteinwirkung in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden.

Im Verlauf der ersten Fahndungsmaßnahmen waren Dienstkräfte der Polizeiinspektionen Hersbruck und Lauf, der Verkehrspolizeiinspektion Feucht sowie ein Polizeihubschrauber im Einsatz.

Die Hintergründ des Raubes sind jetzt Gegenstand der Ermittlungen.
31.12.19
neumarktonline: Räuber verunglücken

Toter Mann gefunden

Nürnberg. Am Samstagabend fanden Passanten einen toten 46jährigen Mann in der Nürnberger Innenstadt. Vermutlich starb er nach Drogenkonsums.

Gegen 22 Uhr teilte eine Passantin mit, dass ein Mann leblos auf einem Gehweg am Paniersplatz in Nürnberg liegen soll. Der verständigte Notarzt konnte nach erfolgloser Reanimation nur noch den Tod des 46jährigen Mannes feststellen.

Im Verlauf der Ermittlungen verdichteten sich die Hinweise, dass der Mann offenbar am Samstagabend in einer nahe liegenden Wohnung Betäubungsmittel konsumierte.


Bisherigen Erkenntnissen zufolge, war der Mann in einer Drogenentzugsklinik in Nordrhein-Westfalen in Behandlung und befand sich zu Besuch in Nürnberg. Spuren, die auf ein Gewaltdelikt schließen lassen würden, ergaben sich nicht.

Das zuständige Fachkommissariat der Nürnberger Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen. Zur Klärung der Todesursache ordnete die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth die Obduktion des Leichnams, sowie die Erstellung eines chemisch-toxikologisches Gutachtens an.
30.12.19
neumarktonline: Toter Mann gefunden

Hühner getötet

Nürnberg. Unbekannte drangen in der Nacht auf Sonntag in ein Grundstück einer Kleingartenkolonie im Nürnberger Westen ein und töteten dort mehrere Hühner.

In der Zeit von Samstag, 18 Uhr, bis Sonntag, 11.30 Uhr, verschafften sich die Täter Zugang zu einem Gartengrundstück einer Kleingartenkolonie in der Uffenheimer Straße. Dort wurden 19 hochpreisige Zuchthühner getötet und teilweise entwendet. Der entstandene Schaden beläuft sich auf mehrere tausend Euro.


Durch die Polizeiinspektion Nürnberg-West wurde ein Ermittlungsverfahren wegen besonders schweren Falls des Diebstahls sowie tierschutzrechtlicher Verstöße eingeleitet. Hinweise werden unter Telefon 0911/6583-0 erbeten.
29.12.19
neumarktonline: Hühner getötet

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23. Jahrgang
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