Nürnberg und Mittelfranken
Nürnberg. Im Fall eines Tötungsdelikts vom Dienstag wurde jetzt eine 38jährige Frau als Tatverdächtiger festgenommen.
Polizeibeamte fanden am Dienstagmorgen einen leblosen Mann in einem Nürnberger Wohnhaus, der offenbar Opfer eines Gewaltdelikts geworden war.
Die Nürnberger Mordkommission nahm in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth noch am Tatort die Ermittlungen auf. Es erfolgten umfangreiche Spurensicherungs- und Absuchmaßnahmen.
Zwischenzeitlich konnten die Ermittler die möglichen Abläufe des Tatmorgens rekonstruieren: Gegen 6.45 Uhr ging in der Polizeieinsatzzentrale der Notruf eines Verkehrsteilnehmers aus dem Raum Heilsbronn ein. Er meldete eine aufgebrachte Passantin, die dringend polizeiliche Hilfe benötige. Beim anschließenden Telefonat mit der 55jährigen Frau schilderte die, dass es zuvor zu einem Gewaltverbrechen an ihrem Lebensgefährten in einer Wohnung in der Fritz-von-Röth-Straße gekommen sei.
In dem Gespräch äußerte die Frau einen Tatverdacht gegen eine 38jährige Mitbewohnerin des Anwesens. Nahezu zeitgleich wurde die 38jährige offenbar verwirrte Frau bei der Polizeiinspektion Heilsbronn vorstellig.
Die umfangreichen Ermittlungen der Kriminalbeamten zusammen mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth haben zwischenzeitlich den Tatverdacht gegen die 38jährige Frau erhärtet. Die 55jährige Lebensgefährtin des Mannes machte gegenüber der Polizei umfangreiche Angaben zur Sache.
Bei einer noch am Dienstag durchgeführten psychologischen Begutachtung der Frau stellte sich heraus, dass sie sich offenbar in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Die genauen Hintergründe zur Tat und insbesondere auch, wie genau die Frauen im Anschluss in den Raum Heilsbronn gekommen sind, sind nach wie vor Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen. Bis dato ist bekannt, dass beide Frauen mit einem weißen Ford B-Max mit blumigen Aufklebern von Nürnberg in Richtung Heilsbronn gefahren sind. An einem Kreisverkehr auf der Staatsstraße 2410 zwischen der Autobahn-Anschlussstelle Neuendettelsau und der B14 trennten sich die Frauen voneinander.
In diesem Zusammenhang bitten die Ermittler um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die das Fahrzeug oder die zwei Frauen im Zeitraum zwischen 6.30 Uhr und 6.45 Uhr gesehen haben, sollen sich unter Telefon 0911/2112–3333 melden.
Für Mittwochvormittag ist die Obduktion des 56jährigen Mannes anberaumt. Die Ermittler erhoffen sich davon genauere Informationen zur Todesursache zu erhalten. Eine erste in Augenscheinnahme ergab Anhaltspunkte auf eine Einwirkung mit einem spitzen Gegenstand.
Gegen die 38jährige Frau stellte die Staatsanwaltschaft zwischenzeitlich Antrag auf vorläufige Unterbringung in einer Psychiatrischen Klinik wegen Mordes. Sie wird einem Ermittlungsrichter vorgeführt.
06.10.21
neumarktonline: Mörderin gefaßt ?
Nürnberg. Es gibt noch einige: „Coronamaßnahmen-Gegner“ wurden in Nürnberg von der Polizei von einem möglichen Fackelmarsch abgehalten. Mehrere Fackeln wurden sichergestellt.
Am Samstagabend gingen bei der Polizei Hinweise ein, wonach sich nach einem offenbar bundesweiten Aufruf mehrere Coronamaßnahmen-Gegner in der Nürnberger Innenstadt zu einem nicht angemeldeten Fackelmarsch treffen könnten.
Gegen 20.45 Uhr entdeckte eine Streifenbesatzunge eine Personengruppe von zwölf Personen im Bereich des Hauptmarktes an, von denen einige nicht entzündete Fackeln mit sich führten.
Auf Anfrage gaben die Leute an, keine Versammlung abhalten und auch keine Spontanversammlung anmelden zu wollen. Daraufhin stellten die Einsatzkräfte mehrere Fackeln sicher und erteilten entsprechende Platzverweise. Kurze Zeit später wurden noch weitere vier Personen mit Fackeln in der Kaiserstraße entdeckt.
03.10.21
neumarktonline: Fackelmarsch unterbunden
Büchenbach. Ein 73jähriger Mann steht im verdacht, in der Nacht zum Mittwoch seine eigene Wohnung in Büchenbach angezündet und damit einen Großbrand verursacht zu haben. Der Senior gilt seitdem als vermißt.
Wegen eines Wohnhausbrandes in Büchenbach im Landkreis Roth entwickelte sich in der Nacht zum Mittwoch ein Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei. Zwischenzeitlich gelang es den Einsatzkräften der Feuerwehr, den Brand zu löschen. Derzeit läuft die Suche nach dem 73jährigen Bewohner des Anwesens.
Nachbarn hatten gegen 1.30 Uhr die Polizei verständigt, nachdem auf dem Grundstück am Kirchensteig der 73jährige Bewohner „deutlich wahrnehmbare Tätigkeiten in und um das Gebäude“ durchgeführt hatte. Als kurz darauf Rauch aus dem Anwesen aufstieg rückte neben den Polizeistreifen ein Großaufgebot der Feuerwehr und des Rettungsdienstes zum Einsatzort aus.
Bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte hatte sich auf dem Grundstück bereits ein Brand entwickelt, von dem das Wohngebäude und mehrere kleinere Nebengebäude betroffen waren. Einsatzkräfte evakuierten daraufhin auch die Nachbaranwesen.
Zwischenzeitlich gelang es den Einsatzkräften der umliegenden Feuerwehren, den Brand unter Kontrolle zu bringen und zu löschen. Vom Bewohner des Anwesens fehlt jede Spur. Nach ihm wird derzeit gesucht.
Die Polizei geht derzeit davon aus, dass der 73jährige Mann das Feuer vorsätzlich gelegt haben könnte. Der Hintergrund dürfte in einer für Donnerstag angesetzten Zwangsräumung des Anwesens liegen. Wegen der zunächst schwer einschätzbaren Gefährdungslage sind in die Suchmaßnahmen nach dem Mann auch Spezialeinsatzkräfte der Polizei eingebunden.
Aktualisierung: Zwischenzeitlich konnte in dem Wohnhaus ein männlicher Leichnam gefunden werden. Eine gesicherte Identifizierung des Toten ist zum aktuellen Zeitpunkt nicht möglich, hieß es. Dazu müßten zunächst entsprechende rechtsmedizinische Untersuchungen durchgeführt werden.
29.09.21
neumarktonline: Haus angezündet ?
Treuchtlingen. Am Sonntag wurde kurz vor 3 Uhr von Anwohnern ein Verkehrsunfall gemeldet, bei dem ein Auto in der Hauptstraße gegen eine Hausmauer gefahren war.
Vor Ort fanden die Einsatzkräfte der Polizei in dem massiv beschädigten Audi zwei Personen ungarischer Staatsangehörigkeit, die bei dem Unfall offenbar beide nicht angegurtet waren.
Der Fahrer starb noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte, der Beifahrer wurde mit multiplen Verletzungen von einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.
Wie sich im Laufe der Unfallaufnahme herausstellte, haben die beiden Männer zuvor das Auo entwendet.
Nach derzeitigem Ermittlungsstand saßen die beiden Fahrzeuginsassen im Laufe des Abends mit dem Fahrzeughalter zusammen. Bei günstiger Gelegenheit erlangten die Männer im Alter von 26 und 31 Jahren den Fahrzeugschlüssel und nahmen das Auto an sich. Bei der Fahrt durch das Stadtgebiet prallten sie dann mit überhöhter Geschwindigkeit gegen die Hausmauer in der Hauptstraße.
27.09.21
neumarktonline: Autodieb starb