SPD Neumarkt

SPD-Ortsverein wiedergegründet


Sie gehen für den SPD-Ortsverein Breitenbrunn an den Start (von links): Helmut Losehand, Marion Bedi-Visschers, Andreas Gabler, Ernst Hautmann, Lydia Losehand und Tamara Gabler.

NEUMARKT. In fröhlicher und ungezwungener Atmosphäre feierte der SPD-Ortsverein Breitenbrunn seine Wiedergründung im Gasthaus Lehner.

Der Oberpfalz-Vorsitzende Franz Schindler, der prominenteste unter den gut 70 Gästen, lobte die Breitenbrunner Genossen für ihren Mut: "Es gehört eine Menge dazu, unter solch schwierigen Bedingungen einen Ortsverein zu gründen."

In seinem Referat über Geschichte und Gegenwart der SPD wandte sich Schindler vor allem an die zahlreichen Nicht- und Neumitglieder und legte ihnen dar, mit welchen Stärken und Prinzipien es die SPD zu der vermutlich ältesten demokratischen Partei der Welt gebracht hat.

Der Bayernvorsitzende Ludwig Stiegler, wegen einer USA-Reise verhindert, bekundete in einem Brief seine Freude, dass nun auch die Lücke in Breitenbrunn geschlossen wird und bot dem neuen Ortsverein auch seine persönliche Unterstützung an.

Die Vorstandswahl dauerte nur wenige Minuten. Die frisch gewählten Vorsitzenden Andreas Gabler und Lydia Losehand bedankten sich "bei der großen Familie SPD" für die tatkräftige Unterstützung im Vorfeld der Gründung. Namentlich richtete sich ihr Dank an Franz Schindler, die Kreisvorsitzende Carolin Braun, Orgaleiter Gerd Lindl, den früheren Vorsitzenden Franz Klaus und an Ludwig Hahn.

In seiner Ansprache schilderte der Vorsitzende Andreas Gabler den Start in die politische Arbeit hoffnungsfroh und realistisch: Die Breitenbrunner Genossen wollen Ernst machen mit der Bürgernähe: "Wir wollen Ansprechpartner sein für die Probleme vor Ort, auch für jeden Einzelnen, und wir wollen gemeinsam Lösungen erarbeiten. Unser Ziel ist, dass selbst die, die sich mit der Bundes- und Landespolitik nicht anfreunden können, sagen: ‚Ja, die Jungs und Mädels von der Breitenbrunner SPD die tun was, die tun es gescheit und machen es mit Spaß an der Sache. Da macht man gern mit’". Ausdrücklich lud er auch alle zur Zusammenarbeit ein, die nicht Mitglied der SPD sind. Gabler: "Wir werden niemand mit dem Parteibuch drohen."

Die Kreisvorsitzende Carolin Braun war mit dem Ausgang der Wahl hoch zufrieden. Das Tandem Gabler-Losehand habe sich bereits bei den Vorarbeiten bewährt. "Eine Frau, ein Mann, zwei Generationen, besser geht es nicht. Ihr werdet das hervorragend machen!" Zum Abschluss des offiziellen Teils gab es ein Glas Sekt für jeden und man trank gemäß Andreas Gablers Trinkspruch "Auf Breitenbrunn".

In den Vorstand wurden gewählt (alle einstimmig):

15.04.07

Brandenburger wiedergewählt

NEUMARKT. Die SPD will an der Ringstraße in Neumarkt ein Bürgerbüro eröffnen (wir berichteten), hieß es bei der Generalversammlung.

Stadt-und Kreisverband, Stadtrats- und Kreistagsfraktion, Betreuungsabgeordneter Reinhold Strobl und die Arbeiterwohlfahrt wollen dort künftig ihre Sprechstunden abhalten, sagte der Neumarkter SPD-Chef Karl Heinz Brandenburger, der bei der Versammlung ebenso wie seine Stellvertreterin Gertrud Heßlinger einstimmig wiedergewählt wurde.

In seiner Rede ging Brandenburger auf die geleistete Arbeit ein. Wohl schon den beginnenden Kommunalwahlkampf im Blick übte der wiedergewählte SPD-Vorsitzende heftige Kritik an der CSU, die immer wieder SPD-Vorschläge "abwürge", um sie dann "nach einer Schamfrist" als eigene Idee zu präsentieren und nach der Verwirklichung als eigenen Erfolg feiere. Statt den UPW-Oberbürgermeister "vor sich her zu treiben" sollte die CSU an der Entsorgung der "Altlasten" arbeiten, die noch vom CSU-Oberbürgermeister stammten.

07.04.07

"Gerechte Bezahlung"

NEUMARKT. "Gute Arbeit soll wieder gerecht bezahlt werden." So lässt sich die neue SPD-Kampagne für die Einführung von Mindestlöhnen zusammenfassen.

"Leider ist es schon lange keine Selbstverständlichkeit mehr, dass man von seinem Beruf seine Familie ernähren kann", so SPD-Kreisvorsitzende Carolin Braun. Der SPD-Kreisverband Neumarkt steht deshalb geschlossen hinter der Forderung nach flächendeckenden Mindestlöhnen, die auch dazu beitragen sollen, Arbeit wieder attraktiv zu machen.

"Dass jemand, der einer geregelten Arbeit nachgeht, am Ende des Monats weniger Geld auf seinem Konto haben soll, als würde er dies nicht tun, kann man niemandem verständlich machen", sagte André Radszun, Vorsitzender der Jusos im Landkreis Neumarkt. "Gerade bei uns in Bayern" habe die Idee der Mindestlöhne Tradition: Artikel 168 der bayerischen Verfassung mache deutlich, dass jede ehrliche Arbeit den gleichen sittlichen Wert und Anspruch auf eine angemessene Bezahlung habe.

Die Mehrzahl der Arbeitnehmer im sogenannten Niedriglohnbereich würden über eine Berufsausbildung verfügen und gute und wichtige Arbeit leisten. Durch Mindestlöhne würden Beschäftigte mit niedrigen Löhnen wieder gerecht behandelt, finanziell besser gestellt und ihre Kaufkraft werde wieder gestärkt.

"Eine gerechte Bezahlung von Arbeit ist nicht nur eine Frage des Anstands, sondern auch für die Wirtschaft vorteilhaft. Nur wer Geld hat, kann auch etwas davon kaufen", begründet Michael Meyer, der Sprecher der AfA, die Notwendigkeit von Mindestlöhnen.

05.04.07


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang