Christlich Soziale Union
"Einheitliche Öffnungszeiten"
NEUMARKT. Die CSU-Stadtratsfraktion begrüßt es, dass der bayerische Landtag die Ladenschlusszeiten nicht freigegeben hat, sondern erst einmal die Erfahrungen der Länder abwarten will, die die Ladenschlusszeiten freigegeben haben.
Damit gilt das bisherige Bundesgesetz, das vorsieht, dass die Geschäfte an Werktagen bis maximal 20 Uhr geöffnet haben dürfen. Um Neumarkt als Einkaufsstadt attraktiver zu machen, sei vor allem eine Vereinheitlichung der Öffnungszeiten wichtig, hieß es am Donnerstag in einer Presse-Mitteilung der CSU-Stadtratsfraktion. Für 2007 will die CSU während der Adventszeit außerdem Platz für einen zusätzlichen Kunsthandwerkermarkt am Unteren Markt geschaffen wissen.
Die Beibehaltung der Landenschlusszeiten sei für die CSU-Fraktion ein positives Zeichen vor allem für die kleineren Geschäfte, die bei Öffnungszeiten bis 22 Uhr "die Verlierer" wären. Während die Filialisten ganz andere Möglichkeiten hätten, das Personal einzuteilen, könnten Familienbetriebe hier nicht mithalten. Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst ist sich sicher, dass durch eine Ausweitung auch keine neuen Arbeitsplätze geschaffen würden. Das vorhandene Personal werde vielmehr auf die verlängerte Zeit verteilt und das wiederum ginge auf Kosten des Services.
"Wer heute im Verkauf tätig ist, weiß, was es heißt, flexibel sein zu müssen", so Uraula Seitz: "Anruf um 9 Uhr, Dienstbeginn um 10 Uhr. Dann wieder tagelang kein Anruf." Für Frauen, die Kinder haben, sei eine gewisse Planung notwendig. Einkaufen bis 22 Uhr sei für die CSU "absolut familienfeindlich und würde sich mit einer familienfreundlichen Stadt nicht vereinbaren lassen". "Wir wollen ja schließlich nicht einkaufen bis zum Umfallen", so Lissy Walter.
Auch der "lange Donnerstag" oder die freigegebenen Öffnungszeiten zur Fußballweltmeisterschaft hätten nicht das gebracht, was man sich erhofft hat, erinnert Bürgermeister Arnold Graf.
Bürgermeister Erich Bärtl berichtete vom Ausflug der Kreistagsfraktion nach Kulmbach, wo man das dortige Einkaufszentrum besichtigte. Bei "gleicher Situation" wie in Neumarkt ("ganz nah an der Altstadt, Kaufland als Ankermieter, 16000 Quadratmeter Verkaufsfläche - bei uns 11000 Quadratmeter -, 950 Stellplätze mit 6000 Einfahrten täglich und weitere gute Mieter") würde das Einkaufzentrum "boomen, ohne die Altstadt auszubluten".
Das allerwichtigste aber seien, so der dortige Manager, "verlässliche Einkaufszeiten". "Der Kunde muss wissen ob er noch zum Einkaufen fahren kann oder ob nicht die Hälfte der Geschäfte schon geschlossen hat", so Erich Bärtl in seinem Bericht.
Das Einkaufszentrum habe von 9 bis 19 Uhr geöffnet und das sei nach Angaben des Managers ausreichend.
Statt langen Verkaufszeiten plädiert die CSU dafür, sich auf einheitliche Öffnungszeiten der Geschäfte zu einigen. "Keiner weiß mehr, wer wann wie lange offen hat, vor allem was die Samstage betrifft," so Ferdinand Ernst.
Um eine Stadt als Einkaufsstadt attraktiv zu gestalten, gehöre mehr als die verlängerten Öffnungszeiten dazu.
Deshalb hofft die CSU Fraktion darauf, dass die Stadtverwaltung für nächstes Jahr die Verträge mit den Standbetreibern am Donnerstagmarkt dahingegen verändert, dass an den Adventswochenenden "unterhalb des Rathauses" ein attraktiver Kunsthandwerkermarkt stattfinden kann. Ein entsprechender Antrag sei bei der Stadt gestellt.
Es sei ein Glücksfall, eine engagierte und motivierte Gruppe von Kunsthandwerkern zu haben, die sich für ihre Stadt engagieren will und auch bereit ist in neue Buden zu investieren. "Das vorgelegte Konzept ist absolut überzeugend und wäre eine wirkliche Bereicherung", so Ruth Dorner.
23.11.06
Spitzner spricht
NEUMARKT. Wirtschafts-Staatssekretär Hans Spitzner spricht am Donnerstag bei den Berufsorientierungstagen in Dietfurt.
Spitzner ist Ehrengast bei den Orientierungstagen für Hauptschüler in der Aula der Volksschule und wird nach seiner Rede auch an der Podiumsdiskussion teilnehmen.
Die Lage auf dem Ausbildungsstellenmarkt habe sich in Bayern zum Ende des
Berufsberatungsjahres 2005/06 im Vergleich zum Vorjahr verbessert, heißt es in der Einladung. Ziel von
Wirtschaft, Arbeitsverwaltung und Politik bleibe es aber auch in diesem Jahr,
bis zum Jahresende jedem ausbildungswilligen und –fähigen Jugendlichen ein
Qualifizierungsangebot unterbreiten zu können.
Für die Jugendlichen sei eine gute Ausbildung entscheidend für den
späteren beruflichen Weg.
23.11.06
"Attraktiv und kompetent"
NEUMARKT. Die CSU übt "harsche Kritik" an den Freien Wählern, weil sie das städtische G6 für eine UPW-Veranstaltung nutzen wollen.
Dabei geht es um einen "Promi-Chat" den am Dienstag ausgewählte Kinder und Jugendliche im Internet-Cafe G6 mit Oberbürgermeister Thomas Thumann führen sollen.
"Wer sich als Saubermann verkaufen will, muß auch danach handeln", hieß es am Freitag in einer Mitteilung der CSU. Der "Chat" sei keine städtische Veranstaltung, sondern eine reine UPW-Veranstaltung. Wenn im G 6 Veranstaltungen der UPW stattfänden, werde "selbstverständlich" auch die CSU Ansprüche für Veranstaltungen in diesen oder anderen städtischen Räumlichkeiten anmelden.
Kritik gab es auch am stellvertretenden Vorsitzenden der UPW-Fraktion, Franz Düring für seine Erklärung, die UPW setze für die nächste Kommunalwahl auf "jung, attraktiv und kompetent". Dass Düring "Attraktivität vor Kompetenz" stelle, sei für die CSU "überraschend", heißt es in der Pressemitteilung. Nach Meinung der CSU müsse selbstverständlich die Kompetenz im Mittelpunkt stehen, so CSU-Fraktionsvorsitzender Ferdinand Ernst.
Dass bei den UPW-Stadträten eine Verjüngung notwendig werde, sei "allerdings logisch", sei sie doch die Fraktion mit dem höchsten Altersdurchschnitt im Stadtrat, heißt es in der CSU-Stellungnahme.
17.11.06