
Europaabgeordneter Albert Deß
Breitband auf dem Land
NEUMARKT. LEADER-Mittel sollen für die Installation von Breitband genutzt werden, meint MdEP Albert Deß.
Bis 2010 sollen in Europa alle Haushalte an die Breitbandtechnologie angeschlossen werden. Insbesondere für wirtschaftlich schwach entwickelte Regionen ist der Turbo-Zugang ins Internet ein wichtiger Baustein, um sich wirtschaftlich weiter zu entwickeln. Bisher gibt es europaweit schätzungsweise 60 Millionen Breitbandanschlüsse, das entspricht einer Anschlussquote von 13 Prozent der Bevölkerung oder rund 25 Prozent aller Haushalte. Einige Regionen hat Breitband aber noch gar nicht erreicht.
Die EU wird deshalb das Telekommunikationsrecht mit strukturellen und regionalpolitischen Instrumenten koppeln. Für die Installation dieser Technik können dann auch LEADER-Mittel verwendet werden. Für die Jahre 2007 bis 2013 stehen dafür 70 Milliarden Euro zur Verfügung.
Albert Deß: "Es ist sinnvoll, Strukturmittel für die Förderung von Breitband im ländlichen Raum einzusetzen. Es kann nicht sein, dass Breitbandanschlüsse nur auf die großen Städte beschränkt bleiben. Gerade ländliche und abgelegene Gebiete sind auf die Breitband-Technik angewiesen". Die Installation der Breitbandtechnik sei in jedem Fall sinnvoller als das Erstellen von Broschüren oder die Durchführung von Projekten, "deren Sinn man das eine oder andere Mal schon in Frage stellen kann."
Die EU-Kommission schlägt vor, die nationalen Breitband-Strategien zu stärken und die zur Verfügung stehenden EU-Fördermittel sinnvoll einzusetzen. Anfang 2007 wird die EU-Kommission eine Konferenz veranstalten und über die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten der Breitbanddienste gerade in den ländlichen Gemeinden zu informieren.
23.03.06
"Keine Selbstverständlichkeit"
NEUMARKT. "Ziel des Weltwassertages ist es, einen sorgsamen Umgang mit dem Lebensmittel Nr. 1 ins Bewusstsein zu rufen", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Gruppe.
Sauberes Wasser sei keine Selbstverständlichkeit, sagte er zum bevorstehenden "Tag des Wassers".
Den begrenzten Süßwasservorkommen stehe ein rasches Wachstum der Weltbevölkerung und damit ein steigender Bedarf an Nahrungsmitteln gegenüber.
Schon heute wächst über ein Drittel des Getreides auf künstlich bewässerten Feldern. Die Regierungen von Libyen und Saudi-Arabien planen zur Produktionssteigerung, sogar die Wüste zu bewässern. In den zentral gelegenen Bundesstaaten der USA gehen die Amerikaner so verschwenderisch mit Grundwasser um, dass sie innerhalb von rund 50 Jahren für die Agrarproduktion soviel Wasser entnommen haben, wie in 500.000 Jahren nachfließt.
Albert Deß ist sich sicher, dass die Erzeugung von Nahrungsmitteln langfristig dort die besten Perspektiven hat, wo das Klima auch für ausreichend Niederschläge sorgt. "Die regelmäßigen Niederschläge in den meisten Regionen Europas sind für die Bauern in Europa ein Segen und eine entscheidender Standortvorteil für eine nachhaltige Nahrungsmittelerzeugung."
21.03.06
"Erholung und Energie"
NEUMARKT. "Wald bietet Erholung, ist Lieferant für erneuerbare Energie und dient als Einkommensquelle für diejenigen, die ihn bewirtschaften. Gerade Land- und Forstwirte tragen dazu bei, dass der Wald seinen vielfältigen Funktionen gerecht werden kann", so Albert Deß, agrarpolitischer Sprecher der CSU-Europagruppe zum "Tag des Waldes" am Dienstag.
Deutschland gehört zu den waldreichsten Ländern der EU: 31 Prozent der Fläche sind bewaldet. Seine Rolle als Schutz- und Erholungsraum könne der Wald nur dann erfüllen, wenn er auch nachhaltig bewirtschaftet und gepflegt werde. Dank gebühre allen, die mit naturnaher Forstwirtschaft für den Erhalt der biologischen Artenvielfalt sorgen, hieß es von Deß.
Der Wald habe auch einen hohen Stellenwert als regionaler Lieferant erneuerbarer Energie. Viele Hausbesitzer seien schon von Öl auf Hackschnitzel umgestiegen. Dazu Albert Deß: "Die Nachfrage nach dem Brennstoff Holz wird noch weiter zunehmen. Wenn die Energiepreise weiter steigen, können Waldbesitzer auch mit einer höheren Wertschöpfung rechnen. Das kommt vor allem regionalen Wirtschaftskreisläufen zu Gute."
Derzeit werden in Bayern jährlich 2,8 Millionen Tonnen Holz zur Energiegewinnung eingesetzt. "Für energetische Zwecke steht in Bayerns Wäldern auch weiterhin ausreichend Holz zur Verfügung", erklärt der Agrarpolitiker Albert Deß.
Europas Wälder haben enorme Zuwachsraten. Derzeit bleiben aber 40 Prozent der Holzzuwächse ungenutzt. Auch um dieses Potential besser auszuschöpfen, habe die EU kürzlich den Aktionsplan "Biomasse" vorgestellt. Ziel sei dabei die Steigerung des Anteils erneuerbaren Energien in Europas Energiemix.
20.03.06