Grüne

"Heimtückische Attacke"


MdB Alois Karl - hier bei einer Rede im Deutschen Bundestag.
Foto:Archiv
NEUMARKT. Nach Meinung von MdB Alois Karl war die "heimtückische" Milch-Attacke gegen ihn am Montag-Mittag "offensichtlich geplant".

Die Frau war "zielgerichtet" auf ihn losgegangen und habe den Inhalt einer 20-Liter-Milchkanne über ihn ausgeschüttet, erklärte der Bundestagsabgeordnete in einer schriftlichen Stellungnahme zu der Attacke (wir berichteten mehrmals), nachdem er bereits vorher schon in einem Telefonat mit neumarktonline Stellung genommen hatte (Bericht hier).

Er habe auf die Attacke "reflexartig mit einer leichten Ohrfeige" reagiert, erklärte Karl.

Aktualisierung

Die 40jährige Bäuerin überlegt, ob sie eine Anzeige gegen den Abgeordneten stellen soll.

Sie habe sich nach dem Schlag zur Behandlung in eine Klinik begeben, wo eine Halswirbelsäulenprellung diagnostiziert worden sei, erzählte sie gegenüber Journalisten.
Noch vor seiner Rede beim politischen Frühschoppen auf der Trautmannshofener Kirchweih habe er den Dialog mit den Vertretern des Bunds Deutscher Milchviehhalter (BDM) gesucht. Er sei dabei vor dem Festzelt mit wüsten Beschimpfungen überhäuft worden. "Trotz der aggressiven, feindseligen Stimmung" habe er aber sachlich mit den BDM-Vertretern argumentierte, "während mehrere Bauern den Inhalt ihrer Milchkannen aus Protest in einen Gully schütteten".

Alle Anwesenden seien dann von der "heimtückischen und offensichtlich geplanten Attacke" der Bäuerin überrascht worden.

MdB Karl bedauert die "unnötige Eskalation nach dem durchaus strittigen Diskurs", erklärte er in seiner Stellungnahme.

In seiner Ansprache im Festzelt kurz nach der Attacke betonte Karl, daß die Milchbauern in einer "verzweifelten Lage" seien: "Sie haben unsere Solidarität verdient". Die CSU stehe wie keine andere Partei an der Seite der Landwirte. Ihr Anliegen eines fairen Milchpreises sei absolut berechtigt.

In einer Stellungnahme des Grünen-Kreisverbandes wurde Verständnis für die Attacke der Frau geäußert und die Reaktion von MdB Karl hart kritisiert. In der Stellungnahme war auch von einer Halswirbelsäulenprellung die Rede, die sich die Frau durch die Ohrfeige des Abgeordneten zugezogen haben soll.

30 Minuten später wurde die Presse-Erklärung allerdings von den Grünen selbst wieder zurückgezogen. Das Geschehen werde derzeit "zu unterschiedlich dargestellt", hieß es zur Begründung.
14.09.09

"Plumpe Rhetorik"

NEUMARKT. Als "plumpe Wahlkampfrhetorik, die jeder Grundlage entbehrt und auf die deshalb kein Bauer hereinfällt", hat der CSU-Landtagsabgeordnete Albert Füracker die Aussage der Grünen-Kreisvorsitzenden Gabriele Bayer bezeichnet, er und MdEP Albert Deß kümmerten sich "keinen Dreck" um die Zukunft der Bauern (wir berichteten).

"Die Landwirte haben noch nicht vergessen, dass es die grüne Landwirtschaftsministerin Künast war, die sich tatsächlich 'keinen Dreck' um sie gekümmert hat und vor allen Dingen die Bauern gegeneinander ausgespielt hat", erklärte Füracker. Daxenberger als Mitglied im Landwirtschaftsausschuss anzukündigen sei darüber hinaus schlicht die Unwahrheit.

"Anscheinend ist für Grünen-Chef Sepp Daxenberger, obwohl selbst ja Bauer, die Landwirtschaftspolitik nicht wichtig genug, um im Landwirtschaftsausschuss mitzuarbeiten". Eine nachhaltige Politik für die Interessen der Bauern schaute anders aus, sagte Albert Füracker, der seinen Hof nach wie vor bewirtschaftet und auch tatsächlich als Mitglied im Landwirtschaftsausschuss "für die Belange der Bauern kämpft".

Während von den Grünen "nur heiße Luft kommt", habe die CSU in den vergangenen Jahren viel für die bäuerliche Landwirtschaft und den ländlichen Raum erreicht, erklärte Füracker.
11.09.09

Daxenberger kommt

NEUMARKT. Der grüne MdL Sepp Daxenberger, Mitglied im Landwirtschaftsausschuß, will mit den Bauern im Landkreis Neumarkt über die Zukunft der bayerischen Landwirtschaft ins Gespräch kommen.

Er kommt am Sonntag, den 20. September 2009 um 19.30 Uhr in den Berggasthof Samüller nach Neumarkt.

Viele Bauern im Landkreis so Gabriele Bayer, Kreisvorsitzende der Grünen, seien über die Politik der CSU und die miserable Beratung durch den Bauernverband "total frustriert". Milchpreise von 18 Cent und miserable Getreidepreise, die die Bauern für ihre engagierte Arbeit bekommen seien Spott und Hohn, so Kreisrat Dr. Roland Schlusche.

Die familiären Betriebe in Bayern hätten bei diesen Preisen keine Chance zum Überleben. Die "faule Ausrede" von MdB Alois Karl, dass daran die EU schuldsei, stimme "so ja wohl nicht". In Italien koste der Liter Milch jedenfalls weit mehr als bei uns. "Die Italiener sind aber auch in der EU. Aber die lassen ihre Bauern nicht verrecken", so Bayer.

MdL Albert Füracker MdE Albert Deß würden sich ebenfalls "einen Dreck scheren" um die Zukunft der Bauern. Da werde nur geredet, aber nicht gehandelt.
11.09.09

Gesunde Kinder

NEUMARKT. Die grüne Landtagsabgeordnete Theresa Schopper spricht zu den Themen  "Gesundheitspolitik für Kinder und Jugendliche".

In einem Fachgespräch am Mittwoch um 19 Uhr im Johanneszentrum möchte das Mitglied des Gesundheitsauschusses mit Eltern, Kindergärtnerinnen, Lehrern und Fachstellen der Kommunen ins Gespräch kommen.
09.09.09


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang