Grüne

Gegen Anschluß Frickenhofen

NEUMARKT. Die Grünen bezweifeln den Sinn einer Autobahnausfahrt bei Frickenhofen und kritisieren OB Thumann für dessen Zustimmung.

Vehement wehren sich die Grünen gegen den von Landrat Löhner und sechs Bürgermeistern in einem Schreiben an die Oberste Baubehörde erhobenen Vorwurf, der Widerstand der Grünen (und des BN) gegen das Projekt sei "haltlose Polemik" (wir berichteten). Es habe noch von keiner Seite eine plausible Antwort auf die Frage gegeben, wer diese Ausfahrt brauche, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Den zu langen Anfahrtsweg für Rettungsdienste lasse man nicht gelten, da die Zufahrt zur Raststätte Jura mit minimalem Aufwand und geringen Kosten entsprechend hergerichtet werden könne.

Solange die bereits vorhandenen Gewerbegebiete nicht ausgelastet sind, dürften weder aus städtebaulicher "und erst recht nicht aus landschaftsschutzrechtlicher Sicht" neue Industriegebiete geschaffen werden, erklärte Stadträtin Johanna Stehrenberg in der Pressemitteilung.

Die Errichtung eines Lärmschutzes entlang bebauter Autobahnabschnitte - wie zum Beispiel in Frickenhofen - müsse vom Stadtrat immer wieder vehement gefordert werden, "auch ohne eine Ausfahrt". Die Stadt müsse hier notfalls auch in Vorleistung treten.

"Aber man darf die Bewohner von Frickenhofen nicht dazu missbrauchen, sich mit einer Autobahnausfahrt abzufinden, um einen Lärmschutz zu bekommen, so die Grüne.

Auf "größtes Unverständnis" stößt bei den Grünen die Zustimmung des Neumarkter UPW-Oberbürgermeisters zu dem Brand-Brief an die Baubehörde. Es sei doch erst vor kurzem im Stadtrat beschlossen worden, keine neuen Zufahrtstrassen zur angedachten Ausfahrt Frickenhofen auszuweisen. Logische Konsequenz wäre dann aber auch, die Ausfahrt Frickenhofen abzulehnen, so Stehrenberg, "denn auch für die Stadt Neumarkt selbst bringt diese zusätzliche Ausfahrt keinerlei Vorteil".
20.07.08

CSU-Lächeln abgemahnt

NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen mahnen augenzwinkernd den CSU-Direktkandidaten für sein "Füracker-Lächeln" ab.

Hintergrund ist das Wahlkampf-Material des CSU-Kandidaten, in dem der Umlaut im Namen "Füracker" als "Smily" dargestellt wird - was tatsächlich an frühere Wahlplakate der Grünen erinnert.

Zuerst habe sie das Wahlkampf-Design in einer Anzeige in neumarktonline gesehen, erklärte Grünen-Stadträtin Johanna Stehrenberg. Als dann aber auch noch am Samstag ein CSU-Flyer ins Haus flatterte, "hat es mir doch so sehr in den Fingern gejuckt, dass ich mir meine Bemerkungen nicht verkneifen konnte."

Nachdem sich die CSU jetzt offenbar "die Ziele der Grünen zu eigen gemacht" hätte, könne man mit Zuversicht in die Zukunft sehen, schreibt sie süffisant in einem Brief an den CSU-Kreisvorsitzenden und Kandidaten Albert Füracker. Die Grünen könnten der CSU sogar die Wahlkampfständer mit dem "Grünen-Ü" aus dem Bundestagswahlkampf 1998 zur Verfügung stellen - das wäre allerdings "Verhandlungssache".

Füracker könne gerne auf "den reichen Erfahrungsschatz der Grünen zurückgreifen", schreibt Stehrenberg weiter. Dann könne der Gedanke der Nachhaltigkeit auch bei Füracker Einzug halten "und der nächste Wahlkampfflyer wird aus 100prozentigem Recyclingpapier sein".
20.07.08

"Gesamt-Konzept nötig"

NEUMARKT. Die Grünen in Postbauer-Heng fordern ein umfassendes Energiekonzept für die Marktgemeinde.

Es sei bedauerlich, dass die CSU jetzt Bürgersolaranlagen favorisiert, ohne vorher ein umfassendes Energiekonzept für die Marktgemeinde zu erstellen. Die Grünen fordern drei klare Zielformulierungen: Für ein lokales Energiekonzept wollen die Grünen in Postbauer-Heng klare Entscheidungen im Marktgemeinderat, wie die energetische Versorgung der kommunalen Einrichtungen für die nächsten 25 bis 30 Jahre aussehen soll. Die Weichen müssen jetzt gestellt werden. Beim Rathaus sei ja leider die schlechteste Wärmeversorgung gewählt worden, nämlich Nachtspeicheröfen gewählt.
04.07.08

"Mandate zurückgeben"

NEUMARKT. Nach dem Austritt ihres Kreis- und Gemeinderats Helmut Gradl aus der Partei werfen ihm die Grünen "Wahlbetrug" vor.

Die meisten Parteimitglieder erfuhren erst durch eine Meldung in neumarktonline davon, daß Marktrat Gradl in Postbauer-Heng überraschend wenige Wochen nach der Wahl die Grünen verläßt. "Der Ortsverband Postbauer-Heng wurde kalt erwischt", gibt Vorsitzende Gabriele Bayer zu.

Gradl habe seinen Entschluß ohne jede Diskussion mitgeteilt. Bayer spricht in diesem Zusammenhang von "schlechtem Stil", "wenn man schon nicht von Anstand reden will, den gerade er speziell vom politischen Gegner stets einforderte".

Die Grünen in Postbauer-Heng fordern nun den ehemaligen Parteifreund auf, seine Mandate zurückzugeben. Dies würden "Anstand und Ehre" gebieten. in einer Pressemitteilung ist sogar von "Wahlbetrug" die Rede, wenn Gradl jetzt "das Handtuch wirft".

Die Grünen in Postbauer-Heng würden sich "ausdrücklich von der Person und vom Stil des Herrn Gradl distanzieren", heißt es in der Stellungnahme weiter.
20.06.08


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang