Grüne

Gradl verläßt Grüne

NEUMARKT. In Postbauer-Heng hat der Grünen-Markt- und Kreisrat Helmut Gradl überraschend seiner Partei den Rücken gekehrt.

Am Freitag wurde bestätigt, daß er seinen Parteiaustritt erklärt hat. Grund sei angeblich ein Beschluß der bayerischen Grünen, die aus den Klassenzimmern christliche Kreuze entfernt sehen wollten.

Gradl war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Von seiner (Ex-)Partei wurde der Austritt aber bestätigt.
13.06.08

Schlimmer Verdacht...

NEUMARKT. Die Grünen im Landkreis verdächtigen Landrat Löhner, er sei "im Herzen" schon einer der ihren...

Das CSU-Parteibuch behalte Löhner vermutlich nur noch, damit seine Karriere nicht gefährdet ist, heißt es in der gewagten Spekulation weiter (die vorsichtshalber in der Pressemitteilung in Frageform gesetzt wurde).

Der Hintergrund für die "ungeheuerlichen" Verdächtigungen ist aber eher ernst: Löhner solle "seinen Lippenbekenntnissen Taten folgen lassen", heißt es von seiner Grünen-Gegenkandidaten für den Bezirkstag, Kreissprecherin Gabriele Bayer. Der Landkreis Neumarkt müsse landesweit als gentechnikfreie Zone bekannt werden.

Die Grünen spielen darauf an, daß der Neumarkter Landrat erstes Ehrenmitglied des Vereins Zivilcourage Neumarkt ist (wir berichteten), das einen engagierten Kampf gegen den Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft führt. Löhner solle auch auf "seine CSU-Kollegen Seehofer (Landwirtschaftsminister und Verbraucherschutzminister), Karl (MdB), Spitzner (MdL) und Deß (EU-Parlament)" einwirken, damit sie ihre Politik ändern, heißt es in der Pressemitteilung der Grünen.

Die Bürger seien in Sachen Gentechnik in der Landwirtschaft und Gentechnik in der Nahrung "lange genug verwirrt, belogen und für dumm verkauft" worden, erklärte Dr. Roland Schlusche, grüner Kreisrat und Direktkandidat für den Landtag.
13.06.08

"Umsonst beworben?"

NEUMARKT. Die Grünen-Stadträte bedauern, daß im Bausenat die Chance vertan wird, ein Fußball-Kleinfeld an der Theo-Betz-Schule zu installieren.

"Die Theo-Betz-Schule hat sich doch für dieses Fußballfeld beworben, gewinnt auch noch den Zuschlag für ein solches Spielfeld und jetzt beschließt der Senat, dass es nicht installiert wird. So motiviert man Schüler bestimmt nicht", erklärte Stadträtin Johanna Stehrenberg.

Die vorgestellte Planung des Vorplatzes der Theo-Betz-Schule im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss (wir berichteten) gefalle den Grünen sehr gut, heißt es in der Stellungnahme. Die beiden nicht im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss vertretenen Grünen-Stadträte könnten sich mit der vier Meter hohen und 46 Meter langen begrünten Lärmschutzmauer durchaus anfreunden, auch wenn sie von etlichen Senatsmitgliedern "total abgelehnt" wurde.

"Schade, dass das Fußballkleinfeld , das kostenlos vom DFB erstellt worden wäre, den Schülern nun vorenthalten wird und Fördergelder jetzt nicht genutzt werden, obwohl Einigkeit bestand bei den Senatsmitgliedern, dass eine Umgestaltung des Vorplatzes der Grundschule sinnvoll und notwendig ist", heißt es in der Stellungnahme weiter.

Jahrelang würden die Anwohner darauf warten, dass lärmschutztechnisch endlich was passiere - und "jetzt wird die von der Stadt veranlasste Planung komplett über den Haufen geschmissen", wundert sich Stadtrat Thomas Leykam. Wobei die beiden Grünen-Stadträte durchaus - wie auch mehrere Senatsmitglieder - der Meinung sind, dass die "sehr hoch angesetzten" Kosten (250.000 Euro für den Unterbau des DFB-Minispielfeldes mit Lärmschutzwand und 490.000 Euro für die restliche Vorplatzgestaltung) "noch zu reduzieren sind".
11.06.08

Grüne gegen "D'Hondt"

NEUMARKT. Trotz UPW-Geschenke: Die Neumarkter Grünen möchten in Stadtrat eine Verteilung der Auschußsitze nach "Hare-Niemeyer".

Mit dieser Erklärung erhält die Freie Liste Zukunft, die bei einer Auszählung nach dem Verfahren "D'Hondt" keinen Vertreter in den Senaten hätte, Schützenhilfe von nicht unbedingt erwarteter Seite. FLitZ und die Grünen sind nicht gerade gut aufeinander zu sprechen, wie manche Fetzereien zum Beispiel im Neumarkter Forum immer wieder zeigen.

Rein rechnerisch könnte den Grünen das Auszählungverfahren relativ egal sein: Schon im Vorfeld hat die UPW erklärt, man werde den beiden grünen Stadträten (und der FDP-Stadträtin) aus dem UPW-"Kontingent" Ausschuß-Sitze überlassen (wir berichteten).

Dies hält die neue Vorstandschaft der Grünen nun allerdings für "wenig demokratisch und nicht zielführend". In einer von Amelie Jakubek, Manfred Bölter, Rainer Zimmermann und Horst Wild unterzeichneten Pressemitteilung wird auf das Angebot der UPW zwar nicht ausdrücklich verzichtet, allerdings fordert man tapfer eine Auszählung nach "Hare-Niemeyer", weil das Verfahren "D'Hondt" den kleinen Parteien und Gruppierungen Ausschusssitze vorenthalten würde.

"Wenn den Grünen durch die UPW Ausschusssitze vorenthalten werden und als Ausgleich ein oder zwei Sitze dann 'generös' wieder überlassen werden,ist dies keineswegs eine gute Lösung", heißt es von den Grünen.

Auch der Versuch, auf diese Weise Flitz auszuschließen, entspräche nicht "demokratischen Gepflogenheiten": "der Zweck heiligt eben nicht alle Mittel!".
02.05.08


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23. Jahrgang