Sternwarte Neumarkt

Polarlichter gesehen

NEUMARKT. Wolf-Peter Hartmann und Reinhold Wittich zeigen am Freitag um 20 Uhr auf der Sternwarte Neumarkt Bilder eine Reise, die sie kurzfristig im November 2014 nach Alaska unternommen haben.

Der Anlass war nicht etwa nur die Schönheit des winterlichen Alaska, von der es im Vortrag auch einige Eindrücke geben wird, sondern die Tatsache, dass klares Wetter, ein weniger als zur Hälfte beleuchteter Mond und eine hohe Sonnenaktivität zusammen kamen und die Hoffnung auf spektakuläre Polarlichter weckten.


Die Hoffnung wurde nicht enttäuscht und die beiden Regensburger Astronomen kehrten mit mehr als 10.000 Bildern der Aurora Borealis, wie das Polarlicht auch genannt wird, nach fünf weitgehend schlaflosen Nächten aus Alaska zurück.

Das Polarlicht entsteht, wenn der Sonnenwind - geladene Teilchen, die von der Sonne kommen - auf die äußeren Schichten der Erdatmosphäre trifft, und diese dort zum Leuchten anregt. Der Prozess ist physikalisch vergleichbar mit dem Prinzip einer Leuchtstoffröhre, nur dass diese „Leuchtstoffröhre“ sich über Hunderte von Kilometern erstreckt, in ständiger Bewegung ist, und in verschiedenen Farben leuchtet, weil verschiedene Gase, vor allem natürlich Stickstoff und Sauerstoff, an der Lichtentstehung beteiligt sind. Die vorherrschende Farbe ist dabei Grün, die von der Anregung des Sauerstoffs herrührt.

Das Magnetfeld der Erde lenkt aber den Sonnenwind zu den magnetischen Polen der Erde, weshalb das Polarlicht meist nur in hohen geografischen Breiten zu beobachten ist.

Am Freitag, sind diese spektakulären Aufnahmen des Polarlichts in der Fritz-Weithas-Sternwarte Neumarkt zu sehen. Es handelt sich dabei nicht nur einfach um Fotos, sondern auch zu einem erheblichen Teil um Zeitraffer-Aufnahmen, die dem Besucher auch den Eindruck der Bewegung des Polarlichts vermitteln.

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Himmelsbeobachtung, dabei werden die aktuellen Sternbilder und Galaxien am Firmament gezeigt. Vielleicht läßt sich auch der Komet Catalina mit dem Kuppelteleskop beobachten.
27.01.16

Gewaltige Einschläge

NEUMARKT. Am Freitag spricht um 19 Uhr im Rahmen des Kinderprogramms der Neumarkter Sternwarte Hans-Werner Neumann über Meteoriteneinschläge, sowohl auf der Erde wie auch auf Monden und Planeten des Sonnensystems.

Bei einem solchen Einschlag auf der Erde werden unvorstellbare Energien freigesetzt. Staubwolken verhüllen ganze Landstriche, so dass die Sonnenstrahlen nicht mehr zur Erde vordringen können und ein “nuklearer Winter” entsteht. Bei einem Einschlag im Meer können gewaltige Flutwellen entstehen, die zum Beispiel die norddeutsche Tiefebene verwüsten können.


Der Meteoriteneinschlag auf der Halbinsel Yukatan in Mexiko vor 65 Millionen Jahren hat zum Aussterben der Dinosaurier geführt. Das Nördlinger Ries ist ebenso durch einen Meteoriteneinschlag entstanden.

Nach dem Vortrag besteht die Möglichkeit der Himmelsbeobachtung. Dabei werden die aktuellen Sternbilder und Galaxien am Firmament gezeigt, außerdem soll der Mond ein lohnendes Objekt sein.
14.01.16

Vortragsreihe beginnt


In der Neumarkter Sternwarte beginnt der erste Vortrag des neuen Jahres
Foto: Archiv
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Andreas Leonhardt den ersten Vortrag im neuen Jahr 2016 auf der Neumarkter Sternwarte halten.

Diese neue Vortragsreihe wird immer zu Beginn des neuen Quartals abgehalten und richtet sich ausdrücklich an die Laien; vorgeschrittene Besucher sind aber ebenfalls willkommen. Es werden die Besonderheiten am Sternenhimmel erklärt. Diesmal wird man in Neumarkt den Kometen Catalina am Abendhimmel beobachten können.


Zudem wird man in diesem Jahr wieder einen Schalttag im November haben, die Gründe dafür werden ebenfalls erklärt.

Ein weiterer fester Bestandteil der Vortragsreihe sollen die nicht vorhersehbaren Ereignisse des vergangenen Quartals sein, wie zum Beispiel der Vorbeizug des Asteroiden "Großer Kürbis" am 31.Oktober.
07.01.16

Der "Stern von Bethlehem"

NEUMARKT. Am Freitag wird Hans-Werner Neumann um 19 Uhr im Rahmen des Kindertages in der Sternwarte über den Stern von Bethlehem und seine Deutungen sprechen.

Seit Beginn des 14. Jahrhunderts stellen Künstler den Stern von Bethlehem als Kometen dar. Einer der ersten war Giotto, der ihn in dem Fresko „Anbetung der Könige“ in der Kapelle in Padua malte. Gegen die Kometentheorie spricht aber, dass um die Zeit 7 bis 4 vor Christus, zu der die Geburt Jesu angesetzt wird, keine Kometenerscheinung beschrieben wurde und Kometen schon immer mit Unheil, Krankheiten oder Kriegen verbunden wurden, aber nicht mit einem Heilsbringer.


Heute glaubt man eher, dass es sich dabei um eine sehr seltene dreifache Jupiter-Saturn-Konjunktion im Sternbild der Fische handelte. Jupiter war der Stern eines babylonischen Gottes, und Saturn galt als Planet des jüdischen Volkes. Die drei Konjunktionen ereigneten sich im Abstand von einigen Monaten, so dass die Weisen aus dem Morgenland genug Zeit für eine Reise nach Judäa hatten.

Am 12. November im Jahre 7 vor Christus standen die Planeten Jupiter und Saturn in der Abenddämmerung, sichtbar von der Straße von Jerusalem in Richtung Bethlehem.

Dies wird der letzte Vortrag in diesem Jahr auf der Sternwarte Neumarkt sein. Das neue Jahr wird mit einem Vortag am 8.Januar um 20 Uhr von Andreas Leonhardt mit “Aktuelles am Himmel – Astronomischer Ausblick auf das 1. Quartal 2016” eingeläutet.
09.12.15


Anfang ... 34 - 35 - 36 - 37 - [38] - 39 - 40 - 41 - 42 ... Ende
Telefon Redaktion

Merz

Burgis

Abfallwirtschaft


neumarktonline - die Internet-Tageszeitung. Aktuelle Berichte, Meldungen und News aus Neumarkt in der Oberpfalz im Internet
ISSN 1614-2853
23. Jahrgang