NEUMARKT. Am Freitag hält Hans-Werner Neumann in der Sternwarte um 20 Uhr einen Vortrag über das markante Sternbild Löwe, das den Frühlingssternhimmel dominiert.
Mit etwas Phantasie kann man tatsächlich in den Hauptsternen die Umrisse eines liegenden Löwen am Himmel erkennen. In der Mythologie soll dieses Sternbild den Nemeischen Löwen darstellen, den Herakles bei seinem ersten Auftrag töten musste.
Der hellste Stern Regulus, das heißt: Kleiner König, ist etwa 85 Lichtjahre von der Erde entfernt. Ein roter Riesenstern daneben ist rund 600 Lichtjahre weit weg, das bedeutet, dass das Licht, welches heute auf der Erde ins Auge fällt, vor 600 Jahren auf die Reise gegangen ist.
Noch weiter in die Vergangenheit zurück sieht man bei einer Vielzahl von schwachen Nebelflecken im Löwen, die allesamt Galaxien, also Sternsysteme mit etwa 100 Milliarden Einzelsternen sind und die mehr als 30 Millionen Lichtjahre weit entfernt sind.
Nach dem Vortrag besteht natürlich noch die Beobachtung des Sternenhimmels durch die Teleskope. Es wird dazu warme Kleidung empfohlen.
15.04.15
Der Mond und sein Einfluss
Der Mond über Neumarkt
Foto: Gerald Reiser/Sternwarte Neumarkt
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr will Gerald Reiser bei einem Kinderabend auf der Sternwarte Kinder und Junggebliebenen in den Bann des Mondes. ziehen.
Zunächst werden die Gezeiten erklärt. Damit dies altersgerecht veranschaulicht wird, zeigt Reiser diverse Bilder von Stränden, um die die Gezeitenkräfte zu veranschaulichen. Dass der Mond im wahrsten Sinne des Mondes "gefangen" ist von der Erde, wird dabei durch praktische Versuche klar gemacht. Wer schon mal was von Ebbe und Flut gehört hat, der kann sich die Gründe dafür nach dem Vortrag erklären.
Aber der Mond und die Erde ziehen sich nicht nur an, der Trabant zeigt auch ein wechselndes Gesicht, die Mondphasen, die mit dem Planetenmodell veranschaulicht werden. Auch die ewige Frage, ob der Vollmond das Leben auf der Erde beeinflusst, soll zum Abschluss des Vortrages geklärt werden.
Nach dem Vortag können die Planeten Venus, Jupiter, sowie die untergehenden Wintersternbilder durch die Teleskope beobachtet werden. Es wird warme Kleidung bei der Beobachtung der Gestirne empfohlen.
09.04.15
Die Jupiter-Monde
Jupiter mit Mondschatten
Foto: Bernd Liebscher, Harald Liederer, STW Neumarkt
NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird Richard Pragner beim Kinderabend auf der Neumarkter Sternwarte über die Monde des Jupiters erzählen.
Im vergangenen Jahr jährte sich zum 400. Mal, dass Simon Marius und Galileo Galilei unabhängig voneinander die hellsten vier Jupitermonde entdeckten. Zur Zeit ist Jupiter in besonders günstiger Beobachtungsposition.
Am Vortragsabend kann man, wenn der Himmel klar ist, am Teleskop live verfolgen, wie der innerste der vier sichtbaren Monde, Io, kurz nach 20 Uhr innerhalb weniger Minuten aus seiner Verfinsterung durch den Jupiterschatten ins Sonnenlicht wandert. Man sieht ihn dann quasi aus dem Nichts neben der Jupiterscheibe erscheinen.
Vorher werden die wichtigsten Eigenschaften des Systems Jupiter mit den zugehörigen Erklärungen aufgezeigt. Neben einer Computersimulation der bevorstehenden Finsternis geht es unter anderem um die Frage, warum im Teleskop die Jupitermonde immer ungefähr auf einer geraden Linie angeordnet erscheinen, obwohl sie auf Kreisbahnen um den Jupiter laufen.
Den Schwerpunkt bilden verschiedene interessante Erscheinungen, welche die Monde im Zusammenspiel mit Jupiter bieten.
Nach dem Vortrag besteht noch die Möglichkeit zur Beobachtung des Sternenhimmels und des Jupiters durch die Teleskope.
25.02.15
Wie arbeitet das Navi ?
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Andreas Muhr von der Bayerische Volkssternwarte einen Vortrag über die Satellitennavigation halten.
In der modernen Gesellschaft spielt die Satellitennavigation eine immer wichtigere Rolle. In diesem Vortrag soll geklärt werden, wie Satellitennavigation wirklich funktioniert und wie solche Systeme aufgebaut sind.
Zugunsten der Anschaulichkeit wird die dazugehörige Mathematik auf ein Minimum beschränkt. Es werden einzelne Systeme, wie GPS und Galileo, mit Ihren Stärken, Schwächen und Diensten erklärt. Und es wird praktisch gezeigt, dass man sich auf diese Systeme nicht immer blind verlassen sollte.
Nach dem Vortrag besteht natürlich noch die Beobachtung des Sternenhimmels durch die Teleskope.