NEUMARKT. Am Freitag wird Hans-Werner Neumann um 19 Uhr im Rahmen des Kindertages in der Sternwarte über den Stern von Bethlehem und seine Deutungen sprechen.
Seit Beginn des 14. Jahrhunderts stellen Künstler den Stern von Bethlehem als Kometen dar. Einer der ersten war Giotto, der ihn in dem Fresko „Anbetung der Könige“ in der Kapelle in Padua malte. Gegen die Kometentheorie spricht aber, dass um die Zeit 7 bis 4 vor Christus, zu der Jesus Geburt angesetzt wird, keine Kometenerscheinung beschrieben wurde und Kometen schon immer mit Unheil, Krankheiten oder Kriegen verbunden wurden, aber nicht mit einem Heilsbringer.
Heute glaubt man eher, dass es sich dabei um eine sehr seltene dreifache Jupiter-Saturn-Konjunktion im Sternbild der Fische handelte. Jupiter war der Stern eines babylonischen Gottes, und Saturn galt als Planet des jüdischen Volkes. Die drei Konjunktionen ereigneten sich im Abstand von einigen Monaten, so dass die Weisen aus dem Morgenland genug Zeit für eine Reise nach Judäa hatten. Am 12. November 7 v. Chr. standen die Planeten Jupiter und Saturn in der Abenddämmerung an der Straße von Jerusalem in Richtung Betlehem.
Es wird der letzte Vortrag in diesem Jahr auf der Sternwarte Neumarkt sein. Das neue Jahr wird mit einem Vortag am 16.Januar über das Sternbild Stier von Günter Gebhard begonnen.
10.12.14
Welt der Teleskope
NEUMARKT. Astronomie made in Europe: Dr. Gero Rupprecht spricht in Neumarkt über Gegenwart und Zukunft der bodengebundenen europäischen Astronomie.
Rupprecht ist praktizierender Astronom an der ESO in Garching bei München und wird die Besucher am Freitag um 20 Uhr auf der Neumarkter Sternwarte in die Welt der neuartigen Teleskope entführen.
Europa ist die Wiege der modernen beobachtenden Astronomie: Die präzisen Beobachtungen Tycho Brahes in Dänemark ermöglichten
es dem deutschen Astronomen Johannes Kepler in Prag, die wahren Planetenbahnen noch vor der Erfindung des Teleskops in Holland
zu berechnen. Dessen Einsatz am Himmel durch Galileo Galilei in Italien verhalf schließlich dem Weltbild von Nikolaus Kopernikus aus
Preußen zum Durchbruch.
In dieser Tradition steht die Europäische Südsternwarte ESO, die mit dem Very Large Telescope in der
chilenischen Atacama-Wüste die weltgrößte bodengebundene astronomische Beobachtungsanlage betreibt. Auch an dem Welt-
Astronomie-Projekt ALMA ist die ESO maßgeblich beteiligt. Ein Ausblick auf das geplante weltgrößte
Teleskopprojekt E-ELT schließt den Vortrag ab.
Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Anschließend gibt es bei klarem Himmel wieder die beliebten Sternenführungen mit Erklärungen der wichtigen und auch leicht auffindbaren Sternbilder. Es wird warme Kleidung empfohlen.
04.12.14
Sterne fotografieren
NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird auf der Sternwarte Neumarkt den jungen Zuhörern erklärt, wie die wunderbaren Fotos von Planeten, Sternbildern und Galaxien in den Kasten kommen.
Der Referent Reiser Gerald hat auch einmal klein angefangen. Bei seinen ersten Beobachtungen auf der Sternwarte Neumarkt im 1983 begann er sich auch für die Ablichtung des Nachthimmels zu interessieren. Im Lauf der Jahre entstanden viele Aufnahmen unter anderem auch in den Alpen auf 2800 Meter Höhe. Auch von dieser Exkursion mit seinen beiden Neffen wird berichtet.
Damit der Kinderabend nicht zu theoretisch wird, will Reiser sein Teleskop mit Montierung zur Sternwarte mitbringen und verdeutlichen, wie viel Aufwand für ein Bild betrieben wird.
Bei klarem Himmel besteht die Möglichkeit durch das große Kuppelteleskop den Mond und vieles mehr zu beobachten.
Wir empfehlen warme Kleidung mitzubringen, da die Nächte kalt sein werden.
05.11.14
Inkatempel und Observatorien
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Sebastian Deiries von der ESO (European Southern Observatory) einen Multimedia-Vortrag auf der Neumarkter Sternwarte halten.
Der Referent ist Ingenieur undverantwortlich für Kameras und optische Detektoren, kommt aus Garching und pendelt immer öfter in die Berge Chiles, um den Südsternhimmel zu erforschen.
Neben seiner beruflichen Tätigkeit gibt Deiries auf der Sternwarte München Fachvorträge, und Sternführungen.
Der Multimedia-Vortrag soll aufzeigen, wie moderne Wissenschaft aus kultischen und religiösen Bemühungen alter Völker entstand.
Insbesondere die Beobachtung der Sonne bei steinzeitlichen Menschen, Ägyptern und Inkas, führte zum Bau erster Observatorien, die heute noch gerne besucht werden.
Die Bedeutung der Sonne ist dabei allerdings vielseitiger als oftmals angenommen, wenn man nur die Überreste jener Kulturen untersucht.
Die Sternwarte der ESO auf Paranal weise erstaunliche Parallelen zu diesen Stätten auf und ist eventuell sogar auf einem für die alten Völker besonderen Berg errichtet.
Die Geschichte der ESO, die 1962 in Hamburg begann, reicht heute bis in die Atacamawüste, wo neben High-Tech Wissenschaft immer noch magische Impressionen von Sonnen-und Sternenlandschaften möglich sind. Nebenbei werden die Bilder der wohl eindrucksvollsten Kometen der letzten Jahrzehnte gezeigt und erklärt.
Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Anschließend gibt es bei klarem Himmel wieder die beliebten Sternenführungen mit Erklärungen der wichtigen und auch leicht auffindbaren Sternbilder.