Sternwarte Neumarkt

Im Lauf der Jahrtausende

NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr referiert Richard Pragner in der Neumarkter Volkssternwarte über den Sternenhimmel im Lauf des Jahres und der Jahrtausende.

Über scheinbare und wirkliche Veränderungen des Sternenhimmels hat es auf der Sternwarte schon einige Vorträge gegeben. Die Sterne am Himmel werden auch als „Fixsterne“ bezeichnet, da sich die Sternbilder im Lauf eines Menschenlebens bei Betrachtung mit bloßen Augen nicht merklich verändern.


Dieses Mal wird untersucht, ob es in längeren Zeiträumen nicht doch Veränderungen gibt.
19.08.26

Der Mond vor der Sonne


Die Sonnenfinsternis vom Wolfstein aus fotografiert
Foto: Alfons Greiner
NEUMARKT. Tausende Neumarkter schauten am Mittwochabend einem ganz besonderen Sonnenuntergang zu: kurz zuvor gab es die Sonnenfinsternis.

Die Finsternis begann in Neumarkt um 19.21 Uhr, das heißt, dass sich der Mond um diese Zeit allmählich vor die Sonne schob. Das Maximum der Verfinsterung war um 20.14 Uhr, da waren knapp 90 Prozent der Sonne durch den Mond verdunkelt.


Unser Foto stammt von Alfons Greiner, der vom Wolfstein aus das Geschehen fotografiert - im Vordergrund sieht man die Sendemasten am Dillberg.

Natürlich benötigte man zum Fotografieren - wie auch zum einfachen Blick in die Sonne - entsprechenden Filterschutz.
13.08.26

Wildes Leben

NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr wird Dr. Klaus-Peter Dörpelkus in der Bayerischen Volkssternwarte am Höhenberg über Supernovae referieren.

Die meisten Sterne im Universum sind massearm, werden sehr alt und sterben völlig unspektakulär, einige erst Hunderte von Milliarden oder gar Billionen Jahre nach ihrer Geburt. Je größer jedoch die Masse eines Sterns, desto wilder ist sein Leben. Und diejenigen, deren Masse sehr groß ist, vergehen schon wenige Millionen Jahre nach ihrer Entstehung in gewaltigen Explosionen, die heller sein können als alle Sterne einer Galaxie zusammengenommen.

Dabei werden große Mengen an Energie in Form von Strahlung und Neutrinos freigesetzt, schwere Elemente erzeugt (ohne die es keine Planeten und auch kein Leben geben könnte), die Explosionswolken breiten sich mit hoher Geschwindigkeit aus und es bleiben exotische Sterntrümmer zurück: Neutronensterne oder Schwarze Löcher.

Aber nicht alle Supernovae folgen der gleichen Dramaturgie. Es gibt etliche verschiedene Typen mit sehr gut unterscheidbaren Kennzeichen und Eigenschaften, einige werden auch gerne als Marker für astrophysikalische Forschungen hergenommen.


Dr. Klaus-Peter Dörpelkus konzentriert sich bei seinem Vortrag auf die spektakulären Kern-Kollaps-Supernovae und diskutiert deren physikalische Hintergründe, wobei er sich mit seinen Zuhörern virtuell ins Zentrum eines explodierenden Sterns versetzen wird, um die letzten Millisekunden von dessen Leben mitzuerleben.
12.08.26

Sonnenfinsternis zu sehen


Diese Sonnenfinsternis fotografierte der Neumarkter Benedikt Schnuchel in Portland, Oregon am 21. August 2017
Foto: Benedikt Schnuchel
NEUMARKT. Die Sonnenfinsternis in der nächsten Woche kann bei gutem Wetter auch in Neumarkt beobachtet werden - allerdings bleibt die Sternwarte geschlossen.

Dabei handelt es sich aber nicht um einen Schildbürgerstreich: Wegen der tiefstehenden Sonne wäre die Finsternis von der Sternwarte aus nicht zu beobachten, hieß es bedauernd. Doch es gibt einige „Geheimtipps“.

Am Mittwoch, 12. August, findet in Deutschland eine partielle, also teilweise Sonnenfinsternis statt. Die Finsternis beginnt in Neumarkt um 19.21 Uhr, das heißt, dass sich der Mond um diese Zeit allmählich vor die Sonne schiebt. Das Maximum der Verfinsterung ist um 20.14 Uhr, da sind knapp 90 Prozent der Sonne durch den Mond verdunkelt.

Weil die Sternwarte nicht geöffnet ist empfiehlt der Verein den Neumarktern für die Beobachtung der Finsternis Orte mit freiem, auch nicht durch Hecken oder Bäume gestörten Blick zum Westhorizont, denn dann lässt sich auch der Untergang der teilweise verdunkelten Sonne um 20.36 Uhr beobachten.

Ein Beispiel für die Beobachtung von Neumarkt aus ist der Platz vor der Mariahilf-Kirche, wo auch die Mitglieder der Sternwarte mit ihrem Sonnenteleskop eine Beobachtungsmöglichkeit anbieten. Weitere gute Beobachtungsplätze sind der Parkplatz beim Gasthof Sammüller, die Straße von Labersricht nach Schafhof, der Krähentisch am Wolfstein sowie bestimmte Abschnitte am Dillberg und am Winnberg.


Trotz der starken Bedeckung darf man auf keinen Fall mit bloßem Auge in die Sonne schauen, die Blendwirkung ist immer noch enorm. Eine Sonnenbrille genügt dabei in keinem Fall. Zur Betrachtung der Finsternis empfiehlt die Sternwarte die Verwendung einer speziellen Sonnenfinsternisbrille, die in der Sternwarte käuflich zu erwerben ist.

Wenn man die Sonne durch ein Fernglas oder durch ein Teleskop betrachtet, muss unbedingt eine spezielle Sonnenschutzfolie verwendet werden, die allerdings nur im Fachhandel über Astronomie-Händler zu beziehen ist. Die Sternwarte warnte ausdrücklich vor unsachgemäßer Verwendung von selbst geschwärzten Gläsern und Schweißerbrillen, da die durchgehende Wärme der Sonne das Auge zerstören kann. Da die Netzhaut des Auges keine schmerzempfindlichen Sinneszellen besitzt, merkt man nicht, wie die fokussierte Sonnenstrahlung die Netzhaut zerstört.
06.08.26


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang