Christlich Soziale Union
Mitglieder geehrt

In Günching wurden langjährige CSU-Mitglieder geehrt
Foto: Lang
NEUMARKT. Bei der Jahreshauptversammlung der Günchinger CSU wurden langjährige Mitglieder geehrt und über die Kommunalwahl diskutiert.
Der Vorsitzende Willibald Lang ging in seinem Rechenschaftsbericht auf das vergangene politische Jahr ein, das geprägt war durch bundespolitische Themen und die Kommunalwahl. Als lokaler Höhepunkt stach das durch den Ortsverband ausgerichtete Kirchweih-Schafkopfrennen heraus, das sehr gut besucht war.
Im Anschluss entwickelte sich eine muntere Diskussion und Aufarbeitung der Kommunalwahl im März.
Für langjährige Mitgliedschaften wurden Fritz Volland für 55 Jahre, Michael Gruber und Manfred Sindel für 45 Jahre, Michael Lang und Reinhard Zachmeier für 15 Jahre geehrt.
20.04.26
„Dankbar für Ergebnis“

OB Markus Ochsenkühn (2. v. r.) begrüßt die Mitglieder der neuen CSU-Stadtratsfraktion
Foto:Florian Basel
NEUMARKT. Während man sich auf Landkreisebene wegen der verlorenen Landrats-Wahl fetzt, wählten die Neumarkter CSU-Stadträte die Fraktionsspitze.
Der Streit innerhalb der Landkreis-CSU wurde schon kurz vor der Wahl deutlich, als ein Vorstandsmitglied kurzerhand die Partei verließ (
wir berichteten). Nach der Wahl wurden dann von verschiedenen Gruppen in der Partei mehr oder weniger öffentlich nach Schuldigen für die Pleite bei der Landrats-Wahl gesucht.
Bei der ersten Sitzung der auf 17 Mitglieder gewachsenen CSU-Stadtratsfraktion in Neumarkt ging es dagegen eher friedlich zu.
So wurde die bisherige Fraktionsspitze um ihren Vorsitzenden Peter Ehrensberger und die beiden Stellvertreter Lissy Walter und Ferdinand Ernst einstimmig wiedergewählt. Als neuen dritten „Vize“ – ein solcher steht der Fraktion wegen ihrer höheren Anzahl an Mitgliedern zu – beriefen die CSU-Stadträte ebenfalls ohne Gegenstimme Luis Urban in den Vorstand. „Wir wollen damit ganz bewusst der jungen Generation eine Stimme in der Fraktionsspitze geben“, sagte Ehrensberger.
Anschließend bedankte sich der alte und neue Vorsitzende bei den ausgeschiedenen CSU-Stadträtinnen Elfriede Meier und Pedra Wittmann für ihre langjährige Arbeit in der Stadtpolitik - wobei Pedra Wittmann nach vielen Jahren als UPW-Stadträtin erst vor einem halben Jahr zur CSU gewechselt war. Außerdem hieß der Vorstand die vier neuen Fraktionsmitglieder – Hildegard Naumann, Susanne John, Prof. Dr. Bettina Rau und Bernhard Dörfler – willkommen.
Danach richtete Ehrensberger seinen Blick in die Zukunft. „Wir als CSU sind überaus dankbar für das tolle Ergebnis bei den Stadtratswahlen und das damit verbundene große Vertrauen in unsere Arbeit.
Ein Plus von 60.000 Stimmen und vier Stadtrats-Sitzen im Vergleich zur Kommunalwahl 2020 bedeute mehr Verantwortung für die Anliegen der Neumarkter, sagte Ehrensberger. Diese Aufgabe wolle man mit Mut und Optimismus angehen.
01.04.26
CSU verliert Landratsamt

Der neue Landrat: Martin Meier bei der Stimmabgabe am Sonntagvormittag
Foto: Nicole Delikahya
NEUMARKT. Martin Meier von den Freien Wählern wird neuer Neumarkter Landrat - nach einem wahren Wahlkrimi mit ständig wechselnden Führungen.
Die CSU verliert damit das Neumarkter Landratsamt, nicht einmal zweieinhalb Jahre, nachdem sie mühsam das Neumarkter Rathaus nach vielen Jahren von den Freien Wählern zurückerobert hat.
Auf die Zahlen vor dem Komma schauten die Wahlbeobachter im Laufe des frühen Sonntagabends gar nicht mehr: Mehrmals wechselten die Führungen, einmal lag Martin Meier knapp vorn, das andere Mal Dr. Katharina Ziegler von der CSU, die bei den Wahlen vor zwei Wochen noch über 10.000 Stimmern mehr als ihre Gegner erreicht hatte.
Um 19.32 Uhr war dann das spannende Rennen zu Ende: mit 50,2 Prozent der Stimmen siegte Meier vor Ziegler und sicherte damit laut vorläufigem Endergebnis den Chef-Sessel im Neumarkter Landratsamt für die Freien Wähler. Bei weit über 60.000 abgegebenen Stimmen hatte am Ende der Kandidat der „Freien“ genau 270 Stimmen mehr.
Von einem „historischen Ergebnis für die Freien Wähler“ sprach Meier in einer kurzen Stellungnahme gegenüber
neumarktonline. Er telefonierte mit uns, als er vor dem Neumarkter Landratsamt stand, wo er gerade seinen Antrittsbesuch absolvieren wollte. Die Freude sei riesig bei ihm und bei den Freien Wählern, aber man wolle auch „die nötige Demut“ aufbringen angesichts der gewaltigen Aufgaben, die in den nächsten Jahren vor dem Landkreis liegen.
Den Abend mit dem Wahl-Krimi habe er übrigens „tiefenentspannt“ erlebt, sagte er etws augenzwinkernd. Das große Ziel sei es gewesen, die CSU in eine Stichwahl zu zwingen. Daß es jetzt gleich zum Landratsposten gereicht hat, sei natürlich umso erfreulicher.
Das von den Bürger geschenkte Vertrauen sei für ihn eine große Ehre. "Ich werde alles daransetzen, diesem Vertrauen gerecht zu werden und als Landrat für den gesamten Landkreis zu arbeiten“, sagte er.
Drei neue Bürgermeister
Kaum Grund zum Jubeln hatte die CSU auch bei den Bürgermeister-Stichwahlen in vier Gemeinden. Nur Tobias Maget gewann für die CSU in Freystadt die Wahl - kurioserweise gegen einen Amtsinhaber, der bei der letzten Wahl für die CSU Bürgermeister geworden war. Maget erreichte 64 Prozent, der amtierene Bürgermeister Alexander Dorr hatte mit der CSU gebrochen, nachdem er nicht als Kandidat aufgestellt wurde, und war für eine Gruppe "Frey" angetreten. Er kam bei der Stichwahl nur auf 36 Prozent.
In Hohenfels nutzte Christian Graf von der UPW seine Chancen, Bürgermeister zu bleiben. Er kam in der Stichwahl auf 56 Prozent der Stimmen. Sein Gegner Jonas Mirbeth von der ABL erreichte 44 Prozent.
Schmerzen dürfte die CSU der Verlust des Rathauses in Berching, wo Dietmar Zeller von der „Bürgerliste Berching“ mit 72,2 Prozent der Stimmen dem CSU-Bewerber Peter Hollweck (27,8 Prozent) keine Chance ließ.
In Sengenthal gewann Thomas Klein (FWG/UWG) die Stichwahl klar mit 61,6 Prozent gegen Stephan Kratzer von der CSU 38,4 Prozent.
22.03.26