Kneipenbühne Oberweiling
"Noch ein Set!"

Die "Houserockin’ Nightcats"
NEUMARKT. Mit einem kollektiven Urschrei begannen die vier
Houserockin’ Nightcats am Samstag in der gut besuchten Kneipenbühne ihr Konzert und ließen es enden mit einer noch nie da gewesenen Publikumsreaktion: Statt wie üblich "Zugabe" zu skandieren, war von den restlos begeisterten Zuhörern laut und deutlich "Noch ein Set!" zu hören.
Was war geschehen? Ohne irgend jemanden kränken zu wollen: was die
Houserockin’ Nightcats in der "Kneipe" ablieferten, war mit Abstand (!) das Beste, was in der über 25jährigen Owei-Geschichte an Bluesmusik präsentiert wurde und lässt im Vergleich die meisten einheimischen Bluesbands wie Schülercombos im Anfangsstadium oder Würstchengrillparty-Begleitmusikanten erscheinen.
Allein schon die schier unbezahlbaren historischen (Gitarren-)Verstärker und Musikinstrumente sind eine Erwähnung wert. Was aber Peter Pelzner (Gitarre, Gesang), Johnny Pickel (Kontrabass, Gesang) Marcus Grundmann (Harp, Gesang) und Horst Faigle (Schlagzeug, Gesang) musikalisch ablieferten, trieb derartig lustvoll den Puls hoch, dass es kaum mehr auszuhalten war: ein Highlight jagte das nächste, ein virtuoses Kabinettstückchen folgte aufs andere - ob an Gitarre, auf der Harp, am Bass oder auf dem Schlagzeug, das Qualitätsniveau lag stets im höchsten Bereich.
Dazu kamen vier lockere, stilsichere Gesangsstimmen und ein Programm, in dem keinerlei abgedroschene Bluesstandards zu hören waren. Stattdessen wurden Hürden hochkomplizierter musikalischer Strukturen (etwa bei Songs von T-Bone Walker) genommen, als wären sie das einfachste von der Welt.
Alles sah aus wie ein schnelles und leichtes Kinderspiel, wirkte aber gerade deshalb so ungeheuer intensiv. Entsprechend sang, schnippte und klatschte das Publikum mit – und der Abend wurde zu einem lupenreinen Vergnügen!
04.02.07
Chicago-Blues in Owei

The Houserockin’ Night cats
NEUMARKT. Fifties, West Coast, Jump & Chicago Blues stehen am Samstag auf dem Programm, wenn
The Houserockin’ Night cats in der Kneipenbühne auftreten.
Peter Pelzner (Gesang, Gitarre), Marcus Grundmann (Harp, Gesang), Johnny Pickel (Kontrabass, Gesang) und Horst Faigle (Drums, Gesang) spielen Blues, wie er in den 1940er und 50er Jahren hauptsächlich in Chicago und an der Westcoast von Musikern wie Little Walter oder Tiny Grimes entwickelt wurde: hier rau, hart und stampfend, dort elegant und swingend.
Chicago-Blues ist ein stehender Begriff für die Tradition des elektrischen Blues. Aus dem Mississippidelta nahmen die wandernden Musiker ihren Country Blues mit und elektrifizierten ihn in Chicago. Er wurde zur Combomusik mit fester Rhythmusgruppe (Kontrabass, Schlagzeug) entwickelt und daher verbindlicher mit dem zwölftaktigen Bluesschema.
Die Hauptinstrumente waren die E-Gitarre und die Mundharmonika, die durch die elektrische Verstärkung einen neuen Sound bekam. Musiker und Komponisten wie Willie Dixon, Muddy Waters, Jimmy Reed, Jimmy Rogers, Little Walter, Howlin Wolf spielten Songs, die auch heutzutage noch zu den Hits des Blues zählen.
Ganz anders die Traditionen der West Coast: Die Musiker kamen aus Texas oder Kalifornien, spielten mit Jazzmusikern zusammen und entwickelten eine eigene Sprache des Blues, der sich an swingenden Rhythmen und eleganten Melodien orientierte. Ein durchlaufender "walking" Bass und besonders der Einsatz von Bläsergruppen ließen die Musik "grooven" und geschmeidig fließen, und häufig war das Saxophon ein prägendes Soloinstrument.
Einige Vorbereiter dieser Bluesvariante wie Tiny Grimes waren fest im Jazz verwurzelt.
Die Spielart des Jump Blues war Anfang der 50er Jahre die große Mode, und die Exponenten wie T-Bone Walker schufen eine spezielle, mit dem Jazzsound verwandte Atmosphäre. Seine wunderbaren Gitarren-Licks und –Riffs faszinieren heute noch jeden Bluesfan.
Und die Songs anderer Rhythm & Blues-Stars wie Amos Milburn, Lowell Fulson, Charles Brown, Johnny Guitar Watson, die auch in den Charts platziert waren, vervollständigen das Repertoire der
Houserockin' Nightcats.
Geöffnet ist ab 20 Uhr, Konzertbeginn gegen 20:30 Uhr.
Kein Kartenvorverkauf, nur Abendkasse
01.02.07
Gediegener Folkrock

"Dead Again" am Samstag in Oberweiling.
NEUMARKT. Gediegenen vorwiegend amerikanischen Folkrock gab es am Samstag in der Kneipenbühne zu hören, als das Sextett
Dead Again ihren Hang zur Musik der Kultband
Grateful Dead zum Ausdruck brachte: Schöner dreistimmiger Gesang, Ohrwurmmelodien, ein wunderbar eingespieltes Bass-Schlagzeug-Duo, jede Menge launiger Sprüche – fehlte nur noch ausreichend Publikum, um die Stimmung zum Siedepunkt zu bringen.
Dabei schafften es die fünf Nürnberger Jungs und ihre Sängerin, dem Abend einen psychedelischen Anstrich der 60er Jahre zu geben, brachten den Zuhörern im Gestus einer amerikanischen Highschool-Band die feinsinnigen und teils surrealen Songtexte nahe, vermittelten eine Ahnung von
Love and peace und Hippiebewegung und hauchten für ein paar Stunden frische Farbe auf die derzeitige eher triste Poplandschaft: die wenigen, zumeist aus dem fernen Nürnberg angereisten Fans genossen das alles sichtlich.
28.01.07
Debüt in Owei

"Dead Again"
NEUMARKT. Am Samstag debütiert die Gruppe "Dead Again" in der Oberweilinger Kneipenbühne.
Das sind fünf Jungs und eine Sängerin aus Nürnberg, die den Kult der amerikanischen Psychedelic Band "The Grateful Dead" wieder aufleben lassen. Sie interpretieren die Songs von Jerry Garcia, Bob Weir, Robert Hunter und einige amerikanische Traditionals sowohl in elektrischer wie auch in akustischer Form.
Ergänzt wir das Programm mit Liedern von Crosby, Stills & Nash, America, Bob Dylan und anderen Musikern der amerikanischen Folkszene. Mit von der Partie übrigens Bassist und Schlagzeuger der legendären Rusty Nails.
Geöffnet ist ab 20 Uhr, Konzertbeginn gegen 20.30 Uhr Kein Kartenvorverkauf, nur Abendkasse.
26.01.07