Christlich Soziale Union
Sinner bei Neujahrsempfang
NEUMARKT. Mit großem Zuspruch rechnet der CSU-Stadtverband Neumarkt auch beim diesjährigen Neujahrsempfang mit Staatskanzlei-Chef Eberhard Sinner am Samstag um 19 Uhr im Historischen Reitstadl.
"Wir rechnen damit, dass der Reitstadl mit über 400 Besuchern wieder gut gefüllt sein wird" berichtet CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek.
Er führt den Zuspruch auch auf den prominenten Redner zurück. "Mit Eberhard Sinner ist es uns gelungen ein politisches Schwergewicht aus der ersten Reihe der Landesspolitik nach Neumarkt zu holen". Eberhard Sinner sei der "große Gewinner der Kabinettsumbildung" im Dezember 2005. Ministerpräsident Dr. Stoiber übertrug dem bisherigen Europaminister die Leitung der Bayerischen Staatskanzlei, der politischen Machtzentrale in Bayern.
Vor dem Hintergrund der "dramatischen Situation" der Staatsfinanzen auf Bundesebene und den "Bemühungen Bayerns, als einziges Bundesland in Deutschland im Jahr 2006 einen ausgegleichenen Staatshaushalt zu verabschieden" verspricht sich die Neumarkter CSU aktuelle Informationen aus erster Hand.
Neben dem Gast aus Unterfranken überbringen auch CSU-Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek, Bürgermeister Arnold Graf, Landrat Albert Löhner und der Bundestagsabgeordnete Alois Karl Neujahrsgrüße.
Die CSU will mit ihrem Neujahrsempfang die Tradition des Meinungsaustausches zwischen Politik, Kirche, Wirtschaft, Sport und Vereinen fördern, heißt es in der Einladung.
19.01.06
"An einem Strang ziehen"

Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek begrüßt die Gäste bei der Feierstunde im Reitstadel zur 60. Wiederkehr des Gründungsjahres der CSU in Neumarkt.
Fotos: Erich Zwick

Die beiden Gründungsmitglieder Hans Graser und Martin Fuchs
erhalten aus der Hand von Kreisvorsitzendem Albert Füracker
und Stadtverbandsvorsitzendem Helmut Jawurek die Dankesur-
kunde des Bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber.
NEUMARKT. "Wer den Kopf hängen lässt, verliert den Überblick". Diesen Satz schrieb CSU-Kreisvorsitzender Albert Füracker seinen Parteifreunden im Stadtverband ins Stammbuch, die am Sonntag mit einem Festgottesdienst und einer eher besinnlichen Feierstunde im Reitstadel der 60. Wiederkehr ihrer Parteigründung in Neumarkt gedachten.
Damit spielte der auf Integration bedachte Redner "durch die Blume" auf das enttäuschende Ergebnis der letzten Bundestagswahl und auf das Debakel beim Neumarkter OB-Urnengang an. "Wir wollen an einem Strang ziehen", gab er als Parole für die nächsten Jahrzehnte aus, und erinnerte daran, "dass immer dann, wenn die CSU geschlossen auftritt, sie auch die Wahlen gewinnt."

Die Festgäste zollen den drei Jubiläums-Rednern Helmut Jawu-
rek, Herbert Fischer und Albert Füracker geziemenden Applaus.
Einen Reim auf diese Aussage konnte sich jeder der Festgäste selber machen, die von Stadtverbandsvorsitzendem Helmut Jawurek begrüßt wurden. Im Eifer des Trubels, hervorgerufen durch die Zeitnot wegen der "Überlänge" des Gottesdienstes, wurden glatt einige übersehen, die es verdient hätten, auch namentlich genannt zu werden. Andere, mit deren Anwesenheit man hätte rechnen müssen, glänzten aber durch Abwesenheit.
Bezirksvorsitzender Hans Spitzner ließ sich durch MdL Herbert Fischer entschuldigen, weil er in seiner Eigenschaft als Staatssekretär an einem Neujahrsempfang teilnehmen musste. Fischer kündigte aber dessen Erscheinen für den Abend zum Festakt für Altlandrat Josef Werner Bauer an.

Das Jubiläum war mit einer Wanderausstellung "60
Jahre CSU in Bayern" angereichert. Die "Eierausga-
be" war beim Wahlkampf zum Bayerischen Landtag
im Jahre 1946 ein brennendes Thema. Damals "von
der SPD verschwiegen" - heute von allen belächelt.
Mit besonderer Freude begrüßte Helmut Jawurek die frühere Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger aus Amberg, den langjährigen Landtagsabgeordneten "unseren Rupp-Spez", MdB Alois Karl, Landrat Albert Löhner, Bezirksrat Hans Bradl, Bürgermeister Erich Bärtl und dessen CSU-Kollegen aus dem Umland.
"Die CSU hat Bayern geprägt und vom rückständigen Agrarstaat zum innovativen Standort entwickelt", erinnerte der Stadtverbandsvorsitzende an die "mutigen Frauen und Männer, die dies bewerkstelligten." Besonders hob er neben Geistlichen Rat Ludwig Heigl die Persönlichkeiten hervor, die am 26. Dezember des Jahres 1945 in der Sakristei der Hofkirche den Grundstein für die Partei legten, die sich anfangs "Christlich-soziale Einigung " nannte.
Auf die Gründerväter, darunter mit Anna Fuchs der einzigen Frau und Mutter des späteren Stadtkämmerers, kam auch der Stadtverbandsvorsitzende von 1978 bis 1998, MdL Herbert Fischer, zu sprechen, wobei er die noch zwei lebenden Gründungsmitglieder, Hans Graser und Martin Fuchs, in den Reihen der Festversammlung begrüßen konnte. Sie wurden anschließend mit der Dankesurkunde des bayerischen Ministerpräsidenten Dr. Edmund Stoiber belohnt.
Unverhohlen sprach MdL Fischer aber auch davon, dass die CSU gegenwärtig die "schlechteste Wegstrecke ihrer Geschichte" zurückzulegen habe. Der Grund dafür sei aber nicht darin zu suchen, dass der bayerische Ministerpräsident nicht dem Bundeskabinett beigetreten sei, sondern dass Inhalte nicht in der wünschenswerten Weise vermittelt werden konnten: "Die CSU war und ist eben keine Schönwetterpartei."

Die beiden Geehrten inmitten von Neumarkter CSU-"Urgesteinen": MdB Alois Karl, Landrat Albert Löhner, MdL Herbert Fischer, Helmut Jawurek, Albert Füracker und Erich Bärtl.
"Wir müssen in der Zukunft aus der Vergangenheit lernen", gab Kreisvorsitzender Füracker den Mitgliedern der 14 Neumarkter Ortsverbände vieldeutig mit auf den Weg und beschwor gleichzeitig den Zusammenhalt: "Die CSU ist in allen Schichten der Bevölkerung verwurzelt und nicht nur bei einer bestimmten Klientel wie die FDP." Daher müsse die CSU eine "berechenbare Politik" machen, damit wieder Wahlergebnisse von "50 plus X" eingefahren werden können. Der Auftrag für die Partei sei, für den Bürger da zu sein und nicht der Bürger für die Partei.
Erich Zwick
15.01.06
Gründung in der Sakristei
NEUMARKT. Die CSU beginnt ihre 60-Jahr-Feier am Sonntag mit einem Gottesdienst am Gründungsort: in der Hofkirche.
In der Sakristei der Kirche schlug vor sechs Jahrzehnten, am zweiten Weihnachtsfeiertag des Jahres 1945, die Geburtstunde der Christlichen Sozialen Union in Neumarkt, schreibt Stadtverbandsvorsitzender Helmut Jawurek in seiner Einladung zu der Feierstunde am Sonntag, die um 9 Uhr mit einem Festgottesdienst in der Hofkirche beginnt.
Um 10 Uhr trifft man sich dann gleich nebenan im Reitstadel zur der Feier mit der Ausstellungseröffnung "60 Jahre CSU in Bayern". Dabei sollen unter anderen der Stadtverbandsvorsitzende von 1978 bis 1998, MdL Herbert Fischer, und Kreisvorsitzender Albert Füracker sprechen.
Mit Hochachtung blicke man auf die Männer der ersten Stunde, "die noch unter uns sind": Hans Graser und Martin Fuchs. Nach den Worten Jawureks hätten sie zusammen mit Geistlichem Rat Ludwig Heigl und anderen die "politischen und geistigen Fundamente für den Wiederaufbau und die großartige Entwicklung in Neumarkt gelegt".
Seit dieser Zelt hätten die drei CSU-Oberbürgermeister und die CSU mit ihrer Mehrheit im Stadtrat viel für die Stadt Neumarkt erreicht. Neumarkt könne sich sehen lassen und brauche keinen Vergleich mit anderen Städten zu scheuen.
Die CSU stehe auch heute vor großen Herausforderungen, erklärte Jawurek. Gemeinsam könnne man diese aber bewältigen und die Erfolgsgeschichte der CSU fortschreiben. "Unser Politikverständnis von Tradition und Fortschritt und unser Kompaß des christlichen Menschenbildes lassen uns mit Zuversicht das Kommende erblicken".
15.01.06