Deining

Unternehmer eingeladen


Beim Neujahrsempfang in Deining: 3. Bürgermeister Axel Nährig, Ehrenbürger Franz-Xaver Oettl, 2. Bürgermeister Michael Feichtmeier, Willibald Gailler, Alois Scherer, 2.Bürgermeister von Sengenthal Stefan Kratzer, Schulleiterin Maria Stautner, Pfarrgemeinderatsvorsitzender Karl Sippl, Konrektor Jochen Hegel, Pfarrer Wolfgang Jäger, Bürgermeister Ludwig Eisenreich, Dr. Martin Hundsdorfer (v.l.)

NEUMARKT. Mit "Shalom, shalom, der Friede sei mit euch" eröffnete der Deininger Kirchenchor auf musikalische Weise den Neujahrsempfang, zu dem Kirche und Gemeinde traditionell gemeinsam eingeladen hatten.

Erstmals fand der Empfang in der neuen Aula der Volksschule statt. Neben dem Landtagsabgeordneten Albert Füracker und dem stellvertretenden Landrat Willibald Gailler waren auch die Bürgermeister Ludwig Eisenreich aus Berching, Dr. Martin Hundsdorfer aus Mühlhausen und der 2. Bürgermeister aus Sengenthal, Stefan Kratzer, der Einladung gefolgt.

Pfarrer Wolfgang Jäger hob in seinem Grußwort den Wert einer guten und offenen Zusammenarbeit hervor, bei der man spüre, dass man es gut miteinander meine. Stellvertretender Landrat Willibald Gailler beschrieb das Jahr 2009 als ein Jahr der Jubiläen und der Finanzkrise. Trotz allem sei der Landkreis gut aufgestellt und der Bürger könne sich darüber freuen, in Sicherheit und Freiheit leben zu dürfen, sagte Gailler. Für MdL Albert Füracker war es wichtig, das Neue Jahr mit Zuversicht und Optimismus anzupacken, um gemeinsam Lösungen zu finden. Die besten Voraussetzungen dafür seien vorhanden.

Erstmals wurden heuer auch Vertreter der Betriebe und Unternehmen eingeladen, die der Gemeinde sehr wichtig seien, sagte Bürgermeister Alois Scherer. Nicht nur als Gewerbesteuerzahler, sondern auch als wohnortnahe Arbeitgeber und Ausbildungsbetriebe geben sie Jugendlichen die Chance einer Berufsausbildung.

Das Gemeindeoberhaupt blickte in seiner Neujahrsansprache auf das vergangene Jahr zurück und richtete den Blick auch in die Zukunft. Viele Projekte wurden in 2009 umgesetzt, wie die Generalsanierung mit Fertigstellung der Hackschnitzelheizung der Volksschule.

Das Thema Energieoptimierung sei ungemein wichtig. Deshalb habe die Gemeinde schon vor einigen Jahren durch Windkraftanlagen und der jetzt in Betrieb gegangenen Biogasanlage die Zeichen der Zeit erkannt. Das nächste Projekt, eine Photovoltaik-Freiflächenanlage, werde entweder als Bürgeranlage oder von der Gemeinde selbst in Angriff genommen.

Der Ausbau der Schloßstraße mit Kirchplatzgestaltung, der Radwegebau, die Erneuerung der Wasserversorgung Großalfalterbach und die Dorferneuerung in Oberbuchfeld seien weitere künftige Projekte. Auch im Bereich des Familiennetzwerkes sollen wieder einige Dinge auf den Weg gebracht werden.

"Es hängt von dir selbst ab, ob du das neue Jahr als Bremse oder als Motor benutzen willst" - diesen Spruch von Henry Ford gab Bürgermeister Scherer den Gästen mit auf den Weg, nicht ohne sich bei allen für das Engagement im vergangenen Jahr zu bedanken und ein erfolgreiches Jahr 2010 zu wünschen.
12.01.10

Auf Autodach gelandet

NEUMARKT. Nachdem sich bei Deining eine Fahranfängerin mit ihrem Auto überschlagen hat, wurde die B 8 für die Bergungsarbeiten gesperrt.

Der Unfall war glücklicherweise nicht so folgenschwer, wie es in einer ersten Mitteilung der Polizei und in der Eilmeldung unserer Zeitung hieß. Die junge Frau blieb weitgehend unverletzt, sagte am späten Vormittag ein Polizeisprecher gegenüber neumarktonline.

Die Fahranfängerin war gegen 9.25 Uhr mit ihrem Auto auf der Bundesstraße 8 von Deining in Richtung Neumarkt unterwegs und geriet etwa einen Kilometer nach Deining aus noch unbekannter Ursache von der geräumten Straße ab. Der Wagen prallte gegen eine Böschung und überschlug sich, bis er auf dem Dach auf der Fahrbahn liegen blieb.

Am Fahrzeug entstand erheblicher Sachschaden. Die Bundesstraße mußte während der Bergungsarbeiten gesperrt werden.
08.01.10

Strafe statt Amnestie

NEUMARKT. Kurz nach Ablauf der Amnestie-Frist für illegale Schußwaffen wurde ein junger Mann ohne Waffenschein mit einer Knarre erwischt.

Das neue Jahr war erst 30 Minuten alt, als der 20jährige Mann dabei beobachtet wurde, wie er in Deining mit einem Revolver eine Leuchtrakate in den Nachhimmel ballerte. Da er nicht im Besitz eines Waffenscheins ist, wurden gegen ihn jetzt Ermittlungen eingeleitet.

Bis zum Vortag hätte der Neujahrs-Schütze die Möglichkeit gehabt, sich ohne Bestrafung der Knarre zu entledigen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, nutzten in den letzten Tagen des alten Jahres - vom 29. bis 31.Dezember - noch 18 Personen die Möglichkeit, bei der Neumarkter Polizei im Rahmen der bis zum Jahresende gültigen Amnestieregelung 15 erlaubnispflichtige Langwaffen und sieben erlaubnispflichtige Kurzwaffen abzugeben.
05.01.10

Einwohnerzahl bleibt stabil


Bürgermeister Alois Scherer mit einem Teil der jüngsten Deininger.

NEUMARKT. Die Einwohnerzahl in Deining ist im vergangenen Jahr mit 4345 gegenüber 4350 im Jahr zuvor fast unverändert geblieben.

Unter dem Eindruck von teils stark rückläufigen Einwohnerzahlen im ländlichen Raum ist Stagnation bereits als Erfolg zu werten, hieß es aus dem Deininger Rathaus. Zuwächse gäbe es fast nirgends mehr.

Ein Blick auf die Landkreisentwicklung untermauert dies. Waren im Landkreis Ende 2007 noch 128.488 Bürger mit Hauptwohnsitz gemeldet, waren es ein Jahr später bereits um 358 Einwohner weniger. Nur vier Gemeinden, darunter Deining, konnten noch Zuwächse verzeichnen. In 15 Gemeinden war ein teils deutlicher Einwohnerrückgang zu verkraften.

Der in Deutschland und in den industrialisierten Staaten zu beobachtende demografische Wandel ist die Hauptursache. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts überschreitet die Sterberate die Geburtenrate. Dies führt zu einer natürlichen Schrumpfung der Bevölkerung bei relativ starker demografischer Alterung. Eine weiterer Faktor ist der Trend zum Wohnen in den Städten und Ballungsräumen.

Der demografische Wandel stelle die Gemeinde vor neue Aufgaben, hieß es in Deining. Die Politik müsse die Weichen für eine weitreichende Familienförderung stellen. Dies beginne mit der Bereitstellung von attraktivem und gleichermaßen kostengünstigem Bauland für junge Familien.

Mit der bisherigen umfangreichen baulichen Entwicklung im Kernort Deining wurde dieser Aufgabe bereits in der Vergangenheit Priorität eingeräumt. Für die Fortsetzung sind die Weichen mit dem neuen Bauabschnitt 8 im Baugebiet Oberbuchfelder Weg bereits gestellt.

Junge Familien können ihren Traum vom freistehenden Einfamilienhaus auf herrlich gelegenen Bauplätzen zum "unschlagbar günstigen Preis" von insgesamt 60 Euro je Quadratmeter voll erschlossenes Bauland verwirklichen. Die finanzielle Beteiligung der Gemeinde mit 4000 Euro Familienförderung je Kind bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres und die Übernahme der Kindergartengebühren für das erste Kindergartenjahr entlasten zusätzlich.

Vielen jungen Familien wird so erst das Bauen ermöglicht, erklärte Bürgermeister Alois Scherer. Dass dies in kürzester Entfernung zur Kreisstadt mit ihren umfassenden infrastrukturellen Einrichtungen und Arbeitsplätzen geschehe, sei ein sehr wichtiger Faktor. Schließlich sollen die Vorteile, die das Bauen in Deining bietet, nicht mit hohen Fahrtkosten zum Arbeitsplatz bezahlt werden.

Natürlich höre die Familienförderung damit nicht auf. Kindergarten, Schule, Gesundheit und Altenhilfe seien wichtige Themen. Auch hier dürfe die Gemeinde die Familien nicht mit ihren Problemen alleine lassen. Die mit einem Aufwand von weit über drei Millionen Euro sanierte und erweiterte Schule zeige, wie wichtig diese Aufgabe genommen wird, erklärte Scherer.

Das neue Schulhaus und ein auf dem neuesten Stand befindliches Angebot an Lehr- und Lernmitteln ermögliche den Schülern das Lernen in einem optimalen Umfeld. Die Mittagsbetreuung und die offene Ganztagsschule gewährleiste auf Wunsch die Betreuung der Schüler über den regulären Unterricht hinaus bis maximal 16.45 Uhr.

Besonders wichtig für junge Familien sei auch das Angebot des Kindergartens und der Kleinkindbetreuung. Der Kindergarten St. Josef verfüge über ausreichend Plätze. Auf Wunsch erfolge eine Mittagsbetreuung und auch eine Ganztagsbetreuung bis zum späten Nachmittag sei möglich. Für die kleineren Kinder, die den Kindergarten noch nicht besuchen, bietet die Kleinkindgruppe "Kunterbunt" Betreuungsmöglichkeiten.

In der Familienpolitik hat sich in den vergangenen Jahren in Deining viel bewegt. Vieles ist schon erreicht und in wird in Deining bereits jetzt besser, flexibler und weitreichender angeboten als in vielen städtischen Einrichtungen, sagte Scherer. Es gelte aber, nicht nachzulassen in den Anstrengungen zum Wohle der Familien. Die Aktivitäten der Gemeinde, der Vereine und der sonstigen ehrenamtlich Tätigen müßten zusammengeführt werden. In diesem Sinne arbeite die Lenkungsgruppe des "Familiennetzwerks" bereits intensiv an neuen Entwicklungen und an der Bündelung der Kräfte.

Die Einwohnerzahlen mit Hauptwohnsitz Deining, unterteilt nach den früheren Gemeinden:
04.01.10


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23. Jahrgang