Sternwarte Neumarkt
Astronomie und Klima
NEUMARKT. Am Freitag ab 20 Uhr spricht in der Fritz Weithas-Sternwarte Professor Dr. Mändl von der Hochschule Amberg-Weiden über die Zusammenhänge zwischen der Astronomie und dem Klima.
Der Klimawandel ist in aller Munde. In der Öffentlichkeit wird dabei wenig beachtet, dass wichtige klimabestimmende Parameter astronomischer Natur sind. Dass die Änderungen der Orbitalparameter der Erde zu den Eiszeiten geführt haben und der elfjährige Schwabezyklus der Sonne Auswirkungen auf unser Klima hat, ist mittlerweile unbestritten.
Es gibt aber noch weitere extraterrestrische Faktoren, die das Klima beeinflussen können. So spielen Änderungen des interstellaren Mediums auf der Bahn des Sonnensystems durch die Galaxis möglicherweise genauso eine Rolle wie Tidenzyklen, die durch Mond und Sonne bestimmt werden.
Der Vortrag gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Theorien, versucht einen Vergleich mit anthropogenen Klimaantrieben und versäumt es auch nicht auf exotische Hypothesen wie Nemesis oder Tunguska hinzuweisen.
Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt und ist auch für astronomische Laien geeignet. Wenn die Nacht sternenklar wird, können die Besucher die sichtbaren Planeten sowie die schönsten Nebel und Sternhaufen des Winterhimmels durch das große Kuppelteleskop betrachten. Bei der Himmelsbeobachtung wird sehr warme Kleidung empfohlen.
21.01.13
Besuch beim Jupiter
NEUMARKT. Am Freitag findet ab 19 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder einer der sehr beliebten Kinderabende statt: diesmal geht es um den Jupiter.
Den Kindern wird zunächst spielerisch vermittelt, wie groß der Planet Jupiter ist und welche Stellung er als größter Planet im Sonnensystem einnimmt. Die Kinder dürfen das bewegte Modell des Sonnensystems aus der Nähe betrachten und werden einige Geheimnisse über diesen Gasplaneten kennenlernen. Außerdem wird Gerald Reiser erklären, wann man sagt, die Jupiter stehe in der Opposition.
Im zweiten Teil des Kinderabends wird Reiser auf die Monde des Jupiters eingehen. Insbesondere Io und Europa sollen die Neugierde der Kinder anregen. Diese Trabanten haben einige Gemeinsamkeiten mit der Erde, zum Beispiel Vulkane.
Der Kinderabend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Wenn die Nacht sternenklar wird, können die kleinen und großen Besucher den Halbmond, den Planeten Jupiter sowie die schönsten Nebel und Sternhaufen des Winterhimmels durch das große Kuppelteleskop betrachten. Bei der Himmelsbeobachtung empfehlen wird warme Kleidung empfohlen.
14.01.13
"Das Jahr und der Tag"
NEUMARKT. Am Freitag geht es ab 20 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte um die Zeitmessung und das Kalenderwesen aus astronomischer Sicht.
Im ersten Teil werden zunächst die Begriffe "Jahr", "Monat" und "Tag" definiert und gezeigt, dass es viele verschiedene Tages-, Monats- und Jahreslängen gibt und auf welche sich der Kalender vernünftigerweise beziehen muss, um seiner ursprünglichen Bedeutung als Taktgeber zur Sicherstellung des Überlebens der Menschen (zum Beispiel in der Landwirtschaft) gerecht zu werden.
Der zweite Teil beschäftigt sich mit einer sinnvollen Definition des Sonnentages. Dabei erfahren die Besucher, dass die Sonne keine gleichförmige Zeitdefinition zulässt. Daraus folgt, dass gewöhnliche Sonnenuhren im Jahresverlauf periodische Fehler zur "normalen" Zeit aufweisen.
Der dritte Teil ist der mysteriösen "8" gewidmet, die entsteht, wenn man jeden Tag zur gleichen Zeit die Position der Sonne über dem lokalen Horizont markiert. Hier zeigt sich am deutlichsten, was für astronomisch seltsame Figuren durch die Zeitdefinition entstehen können. Dieser verrückte Effekt hängt mit der Schiefe der Ekliptik und Exzentrizität der Erdbahn zusammen.
Im vierten Teil geht Referent Andreas Leonhardt auf den Frühlingspunkt ein. Zunächst erfährt der Besucher, welche Kräfte auf die Erde wirken und dass diese versuchen, die Erdachse aufzurichten. Mit Hilfe eines rotierenden Fahrradreifens wird demonstriert, dass die Erde wie ein Kreisel darauf mit einer Präzession reagiert, so dass sich der Frühlingspunkt relativ zu den Sternen bewegt, und was das wiederum für die Erde bedeutet.
Der fünfte Teil beschäftigt sich dann mit dem Kalenderwesen an sich. Hier erhält der Besucher einen historischen Abriss der westlichen Kalenderentwicklung vom Julianischen zum Gregorianischen Kalender. Der sechste und letzte Teil schließlich geht auf die im Solarkalender relativ unbedeutende Rolle des Mondes ein und greift verschiedene Monatsdefinitionen auf. Am Beispiel des Saroszyklus wird demonstriert, wie die "Fast-Teilbarkeit" der verschiedenen Zeitabschnitte dazu führt, dass sich ähnliche Finsternisse für eine gewisse Zeit regelmäßig wiederholen.
Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Wenn die Nacht sternenklar wird, können die Besucher den Himmel mit den sichtbaren Planeten und den schönsten Nebeln und Sternhaufen betrachten. Bei der Himmelsbeobachtung wird sehr warme Kleidung empfohlen.
06.01.13
Energie ohne Ende?
NEUMARKT. Für den nächsten Freitag konnte die Fritz-Weithas-Sternwarte Dr. Gero Rupprecht von der Europäischen Südsternwarte für einen Vortrag über die Sonne gewinnen. Der Abend startet um 20 Uhr.
Schon seit Milliarden Jahren strahlt die Sonne unvorstellbare Mengen an Energie ins All. Schon der kleine Bruchteil, der davon auf die Erde gelangt, ermöglicht damit das Leben.
Aber woher beziehen die Sonne und die anderen Sterne diese scheinbar unbegrenzte Menge an Energie? Im weiteren Verlauf des Abends wird Dr. Gero Rupprecht auch auf die Frage eingehen, wie groß dieser Energievorräte wirklich ist.
Dieser Abend findet bei jedem Wetter im beheizten Vortragsraum der Sternwarte auf dem Mariahilfberg statt. Bei klarem Wetter besteht anschließend die Möglichkeit, an Sternbildführungen und Himmelsbeobachtungen im Außenbereich teilzunehmen. Dafür wird sehr warme Kleidung empfohlen.
12.12.12