Sternwarte Neumarkt
Am Himmel orientieren
NEUMARKT. Am Freitag wird Andreas Leonhardt auf der Fritz-Weithas-Sternwarte praktische Tipps geben, wie man sich leicht am Sternenhimmel orientiert.
Dieser Vortrag beginnt um 20 Uhr, anschließend haben die Besucher die Möglichkeit - klaren Himmel vorausgesetzt - ihre neuen Kenntnisse in die Praxis umzusetzen.
Der Vortrag soll den Besucher in die Lage versetzen, sich grob am Himmel zurecht finden zu können. Dazu gehört, dass man weiß, dass je nach Jahreszeit verschiedene Sterne oder Sternbilder und Planeten sichtbar sind. Der beste Ausgangspunkt für eine Reise durch den Sternenhimmel ist der Himmelsnordpol, da sich alle Sterne um diesen Punkt zu drehen scheinen. Dieser markante Punkt lässt sich leicht finden, wenn man nach dem großen Wagen und das Himmels-W (Kassiopeia) Ausschau hält.
Danach wird Andreas Leonhardt klären, warum man einige Objekte am Himmel immer in unseren Breiten sichtbar sind und warum manche überhaupt nicht. Nach dieser Erklärung ist es auch einfacher die Sternkataloge oder Sternatlanten zu lesen. Viele Interessierte sind schnell von diesen Hilfsmitteln überfordert, weil dort von Rektaszensionen und Deklination die Rede ist. Diese Fachbegriffe stehen aber einfach nur für die Längen- und Breitengrade der Himmelskugel.
Der Referent geht auch auf die Bewegungen im Sonnesystem ein. Danach sol der Besucher verstehen, was der Himmelsäquator ist. Wenn es die Zeit zulässt, wird auch auf die Sichtbarkeit des Merkurs eingegangen.
Für diesen Vortrag sind keine astronomischen Vorkenntnisse notwendig. Wenn die Nacht sternenklar wird, wird es Himmelsführungen geben und dabei kann man dann den Blick durch das Kuppelteleskop werfen. Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird wärmere Kleidung empfohlen, da die Nächte wieder recht kalt werden können.
19.10.12
Suche in der Wüste
NEUMARKT. Die Fritz-Weithas-Sternwarte konnte für den nächsten Vortrag Dr. Markus Schmalzl gewinnen. Er wird am Freitag ab 20 über das Millimeter-Interferometer ALMA in der chilenischen Atacama-Wüste berichten.
Auf dem Chajnantor Plateau in 5000 Meter Höhe in den chilenischen Anden entsteht zur Zeit eines der ambitioniertesten Projekte der Astronomie. Das Atacama Large (Sub-)Millimeter Array (ALMA) wird nach seiner Fertigstellung, die für Ende 2013 geplant ist, über dieses Jahrzehnt hinaus das stärkste Teleskop seiner Art sein. Als sogenanntes Interferometer wird ALMA das Signal von bis zu 66 Einzelantennen kombinieren, und somit wie ein Einzelteleskop mit einem Durchmesser von bis zu 16 Kilometern agieren.
In dem Wellenlängenbereich zwischen 0.3 und 3 Millimeter wird es den Astronomen gelingen, Bilder von bisher nie dagewesener Auflösung und Tiefe zu erhalten. In diesem Bereich ermöglichen die Radiowellen Einblicke in das sogenannte "kalte Universum". Mit Hilfe von ALMA können Forscher somit nicht nur die Frühphasen der Sternentstehung beobachten, sondern auch die Strukturen von Galaxien im Detail erforscht werden.
Obwohl sich ALMA noch im Aufbau befindet wurde bereits 2011 mit den ersten wissenschaftlichen Beobachtungen begonnen. In diesem Vortrag wird Dr. Schmalzl zuerst ein wenig über den Himmel bei Millimeter-Wellenlängen eingehen. Danach wird er dann den Aufbau von ALMA und den aktuellen Status erläutern. Im letzten Teil des Vortrags werden dann die ersten wissenschaftlichen Ergebnisse vorgestellt.
Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Anschließend gibt es bei klarem Himmel wieder die beliebten Sternenführungen mit Erklärungen der wichtigen und auch leicht auffindbaren Sternbilder. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird warme Kleidung empfohlen. Der Vortrag erfordert keine astronomischen Vorkenntnisse.
30.09.12
Zwei Gasriesen
NEUMARKT. Am Freitag wird Andreas Leonhardt um 20 Uhr auf der Sternwarte in einem Vortrag über die beiden äußeren Planeten des Sonnensystems sprechen.
Die beiden Gasriesen Uranus und Neptun sind eine ganz eigene Welt, so dass die Besucher einige bizarre Eigenschaften kennenlernen werden
Am Anfang des Vortrages wird Leonhardt kurz auf die unterschiedlichen Arten von Planeten eingehen und so die Eigenschaften der Erde mit denen der Gasplaneten vergleichen. Die Besucher erfahren dann, wie groß Uranus und Neptun sind. Außerdem wird gezeigt, wie weit weg diese Gasriesen entfernt sind.
Natürlich wird Andreas Leonhardt zeigen, ob man in den Atmosphären der beiden Planeten leben kann. Danach wird er auf die Besonderheiten des Uranus eingehen: Dieser Planet "rollt" auf seiner Bahn um die Sonne. Dafür kann der Neptun mit dem kältesten Ort im Sonnensystem aufwarten: Sein Mond Triton.
Aber auch die anderen Monde werden angesprochen, so wird Andreas Leonhardt zum Beispiel von Eisvulkanen berichten. Und viele Besucher werden wahrscheinlich überrascht sein, dass die beiden Planeten auch Ringe wie der Saturn haben.
Der eine Planet wurde übrigens ganz gewöhnlich mit dem Fernrohr entdeckt, der andere dagegen durch physikalische Berechnungen gefunden.
Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Anschließend gibt es bei klarem Himmel wieder die beliebten Sternenführungen mit Erklärungen der wichtigen und aber auch leicht auffindbaren Sternbilder. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird warme Kleidung empfohlen.
24.09.12
Rund um die Mondkrater
NEUMARKT. Am Freitag wird Richard Pragner ab 19 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte einen spannenden Kinderabend organisieren.
Pragner will den Kinderabend mit Bildern von Mondkratern beginnen und erklären, warum es so viele Krater auf dem Mond gibt. Denn auf der Erde kann man die Krater nicht mehr so gut erkennen, weil sie durch Wind und Wetter abgetragen werden. Überhaupt konserviert der Mond die Ereignisse über Millionen von Jahren, weil es keine Atmosphäre gibt.
Zu guter Letzt erklärt Richard Pragner, warum gerade der nächste Freitag so geeignet ist, den Mond zu betrachten: Es ist Halbmond und dann sehen die Mondlandschaften besonders interessant aus.
Der Kinderabend ist so angelegt, dass er für Kinder ab sechs Jahren geeignet ist. Nach dem Vortrag können bei klarem Wetter dann auch der Halbmond, die Planeten Uranus und Neptun sowie (ab etwa 20.30 Uhr) die schönsten Nebel- und Sternhaufen des Himmels durch die Teleskope beobachtet werden. Beim Aufenthalt unter freiem Himmel wird warme Kleidung empfohlen. Der Vortrag selbst findet im Präsentationsraum der Sternwarte statt.
20.09.12