Freie Wähler
"Neue Umgangsformen"
NEUMARKT. Am Mittwoch um 19.30 Uhr spricht im Pfarrheim Saarlandstraße OB Thomas Thumann als Gastredner bei der Schlussveranstaltung der UPW/FW zum Thema :"Neue Umgangsformen im neu gewählten Stadtrat 2008".
Der Oberbürgermeister zieht eine kurze Bilanz seiner gut zweijährigen Amtszeit mit seinen positiven und negativen Erfahrungen im Stadtrat und stellt seine Wünsche zu einem neuen Umgangston im künftigen Stadtrat vor.
Sein Ziel sei es, dass zukünftig weniger "zeitraubende Schaufensterreden, Dienstaufsichtsbeschwerden und Blockadeabstimmungen" an der Tagesordnung sind, sondern eine Bereitschaft der Stadträte zum "parteiübergreifenden und sachlichen Dialog miteinander mit konstruktiven Ergebnissen" im Rathaus Einzug halte.
Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr. Ab 19 Uhr spielt die Blaskapelle Dirnhofer.
24.02.08
Neue Ampel
NEUMARKT. Die UPW-Fraktion stellte einen Antrag auf eine Fußgängerampel an der Pelchenhofer Straße.
Bei einer Veranstaltung im Gasthaus Schrödl in Mühlen hatten Bürger berichtet, dass die Pelchenhofener Straße gerade zu Zeiten des Schulbeginns und bei Schulschluss sehr stark vom Straßenverkehr frequentiert werde und hier ein großer Gefahrenpunkt für die Kinder herrsche.
Am Donnerstag schritt UPW-Fraktionschef Dr. Werner Mümmler zur Tat und reichte im Rathaus einen Antrag zur Errichtung einer Druckknopfampel in der Pelchenhofener Straße ein - oberhalb der Einmündung Föhrenweg. Eine Kombination der Ampel mit Schülerlotsen sei laut des Stellvertretenden Leiters der Neumarkter Polizei, Jakob Bierschneider, sinnvoll und empfehlenswert.
21.02.08
Stadt-Zuschuß für Solaranlagen ?
NEUMARKT. Im Rathaus wird überlegt, Privathaushalte beim Einsatz von Solaranlagen finanziell zu unterstützen.
Er könne sich durchaus vorstellen, daß "neben anderen Instanzen" auch die Stadt für "die Förderung der Einrichtung von Solarthermie gerade in Privathaushalten" einen finanziellen Beitrag leiste, sagte Oberbürgermeister Thomas Thumann am Freitagabend bei einer Wahlveranstaltung der UPW im Neumarkter Johanneszentrum.
Der Stadtchef bat um Verständnis, daß er in den Planungen für eine Hackschnitzelheizkraftanlage im Dezember vorerst die Notbremse gezogen habe (
wir berichteten). Thumann nannte das Projekt einen " weiteren Meilenstein in der Fortentwicklung der Stadt Neumarkt in energetischer Sicht" und versicherte, daß man grundsätzlich an den Plänen festhalten werde.
Die Anlage erfordere Investition letztendlich der Stadt in Höhe von rund 30 Millionen Euro und sei "nach aktuellem Stand" nach dem Bau der Kläranlage das zweitteuerste Projekt in der Stadtgeschichte Neumarkts.
Bei der Überprüfung des Standortes am Berliner Ring durch den kommunalen Prüfungsverband und dem Leitungssystem zu den einzelnen Abnehmern hätte sich für die Wirtschaftlichkeit ein Defizit in Höhe von über 500.000 Eurojährlich ergeben, weshalb er das "Projekt in dieser Form sofort gestoppt" habe.
Nachhaltigkeit bedeute nämlich, außer der Ökologie auch die Ökonomie zu beachten, sagte Thumann. Er sei "derzeit" auf der Suche nach Standortalternativen, die den Bau in dieser Dimension auch in wirtschaftlicher Hinsicht rechtfertigen würden.Er hoffe, daß er dem Stadtrat nach erfolgten Grundstücksverhandlungen "demnächst eine Alternative anbieten kann".
Unabhängig von der Hackschnitzelheizkraftanlage setze der Oberbürgermeister für die Stadt auf "den größten Kernfusionsreaktor den es gibt, nämlich die Sonne". So habe er eine Bürgersolaranlage zum Beispiel für das Dach des Bauhof-Gebäudes am Berliner Ring in Auftrag gegeben, bei der sich die Bürger durch finanzielle Beteiligungen mit einbringen "und damit doppelt für die Gewinnung von alternativen Energien beitragen" könnten.
Er wolle nicht nur im Rahmen des "Wir-Projektes" oder beim Gemeindezentrum in Altenhof, sondern auch darüber hinaus die Bauten von "Passiv-, Niedrigenergie-, Nullenergie- oder sogar von Plusenergiehäusern" fördern. Dazu könne er sich gerade für Privathaushalte auch eine finanzielle Förderung von Seiten der Stadt vorstellen, sagte Thumann.
09.02.08