Grüne
"Reststimmen zusammenlegen"
NEUMARKT. Auf getrennten Versammlungen beschlossen SPD und Grüne/GMU, in Velburg für die Stadtratswahl eine Listenverbindung einzugehen.
SPD-Vorsitzender Willibald Ferstl erklärte dazu, eine Listenverbindung sei "weder eine Koalition noch eine Fraktionsgemeinschaft. Wir wollen aber sicherstellen, dass möglichst wenige Stimmen für uns verloren gehen".
Dies bestätigt Grünen-Ortssprecher Manfred Sailer. Man habe beschlossen, "unsere Reststimmen zusammenzulegen". Letztes Mal habe dies einen Sitz mehr für die Grünen bedeutet, "vielleicht ist es diesmal ein Sitz für die SPD, der sonst einer anderen Partei zufallen würde". Die Grünen hatten sich shon im Vorfeld auf eine Listenverbindung mit der Wählervereinigung "Gemeinsam für Mensch und Umwelt" geeinigt (
wir berichteten).
Unabhängig von dieser Listenverbindung streben beide Gruppierungen für die neue Legislaturperiode eine möglichst gute Zusammenarbeit mit allen Stadträten zum Wohl der Allgemeinheit an, hieß es. Über die Verbindung freute sich insbesondere Bürgermeisterkandidat Dr. Roland Schlusche. Er hoffe auf die Unterstützung der SPD.
03.01.08
Grüner Kandidat wirft Handtuch
NEUMARKT. Der grüne Landratskandidat Stefan Krusche hat seine Bewerbung überraschend zurückgezogen.
Damit steht der Kreisverband der Grünen einige Wochen vor der Kommunalwahl ohne Kandidat für den Landrats-Sessel da. Am 5. Januar soll nun in Neumarkt eine Kandidaten-Nachwahl stattfinden. Dem Vernehmen nach soll der Velburger Grünen-Kreisrat Jürgen Kerkien in die Bresche springen.
Krusche gab für seinen überraschenden Rückzug von der Kandidatur berufliche Gründe an. Seine Kandidatur für den Kreistag werde er aufrecht erhalten. Auch werde er weiter bei den Grünen bleiben.
27.12.07
"Kehrtwende" bedauert
NEUMARKT. Die Neumarkter Grünen bedauern die "Kehrtwende um 180 Grad" bei einem möglichen Neumarkter Heizkraftwerk.
Da jetzt "potentielle Abnehmer" von Strom und Wärme eines möglichen Heizkraftwerkes abgesprungen sind, rechne sich in Neumarkt Kraft-Wärme-Kopplung nicht mehr, hatte Oberbürgermeister Thumann am Freitag erklärt (
wir berichteten).
Die Grünen erinnern, daß sich in einer Stadtratssitzung Anfang 2007 alle Fraktionen für den Bau eines Heizkraftwerkes aussprachen.Warum könne denn in Neumarkt nicht funktionieren, was sich in Pfaffenhofen (vergleichbar in Größe, aber unterlegen im Holzanbau der Region) bestens bewährt habe?
Wer sind diese "potentiellen Abnehmer", die "abgesprungen sind vom Zugpferd alternative Energien", wollen die Grünen wissen.
Das Projekt sterben zu lassen anstatt Alternativen zur Realisierung zu suchen, sowohl beim Standort wie auch bei den Abnehmern, sei weder ökologisch noch ökonomisch. Im Zeitalter ständig steigender Energiepreise sei es unerlässlich, sich getreu dem Slogan: "Aus der Region – für die Region" autark zu versorgen. Dazu gehöre nach Ansicht der Neumarkter Grünen ein "Energie-Mix aus Sonne, Wind und Biomasse". Die Windräder am Winnberg und hinter Pelchenhofen würden durch ihre Effizienz ihre Daseinberechtigung belegen und dürfen sich laut Grünen-Vorsitzender Johanna Stehrenberg "gerne vermehren".
Jedes öffentliche Dach sollte als Vorbild Solar- und/oder Photovoltaikanlagen besitzen. Ob man ein größeres oder mehrere kleine, dezentrale Heizkraftwerke in Neumarkt errichtet, sei eine Frage der Länge der möglichen Transportwege. Keine Frage dürfe sein, "ob ein Biomassekraftwerk gebaut wird oder nicht". "Da zahle ich doch lieber dem heimischen Waldbauern ein paar Cent mehr fürs Holz, als dass ich einem russischen Gasimperium das Geld in den Rachen werfe!", sagte Stehrenberg.
16.12.07
Fasching am Weihnachtsmarkt

Clown-Nasen und Tröten am Weihnachtsmarkt.
NEUMARKT. Mit Clown-Nasen und Faschings-Tröten machten am Weihnachtsmarkt junge Leute auf den "Tag der Menschenrechte" aufmerksam.
Die sechs Jugendlichen der "Grünen Jugend Neumarkt" erregten am Montagabend kurz nach 18 Uhr mit ihrer Faschingsverkleidung inmitten der Weihnachtsbuden eine Menge Aufmerksamkeit.
Und das war auch gewollt so: Schließlich habe man durch die ungewöhnliche Aktion versucht, an den "60. Internationalen Tag der Menschenrechte" zu erinnern, der am gleichen Tag begangen wurde.
11.12.07