Sternwarte Neumarkt
Vor dem Kollaps?
NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr widmen sich die Mitglieder der Fritz-Weithas-Sternwarte bei einem Filmabend nicht der Astronomie, sondern dem Umweltschutz.
Jeden Tag höre man neue Schreckensmeldungen im Radio und Fernsehen, heißt es in der Einladung zu den Veranstaltung. Viele Menschen würden sich deshalb fragen: "Steht unsere Erde vor dem Kollaps?" Bei dem Filmabend geht es um die Gründe für die globale Erwärmung, die Ausrottung vieler Tierarten oder der Zerstörung des Lebensraumes im Meer. Aber natürlich sollen auch Wege aus dem Dilemma gezeigt werden.
In dem Filmbeitrag kommen viele Wissenschaftler mit ihrer Bestandsaufnahme der Welt zu Wort. Sie zeichnen ein ernüchterndes, aber auch realistisches Bild der heutigen Welt und erklären die vielfältigen Einflüße des Menschen auf die Umwelt. Dadurch sollen aber auch Einsichten entstehen, wie man die Erde vor dem Kollaps retten könne.
Der Filmabend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte statt. Wenn die Nacht sternenklar ist, wird es Himmelsführungen geben und dabei kann man dann einen Blick durch das neue, große Kuppelteleskop werfen. Dann soll jedem Besucher auch klar werden, wie schön die Erde und das Universum und wie zerbrechlich sie auf der anderen Seite sind.
Bei den Beobachtungen werden sehr warme Kleidung (eine Jacke und Schal und vielleicht sogar Handschuhe) empfohlen, da die Nächte wieder recht kalt werden.
13.10.09
Welt der Sternbilder

Mit einem extremen Weitwinkelobjektiv aufgenommen; die Venus über Neumarkt am 15.Januar 2009
Fotos: Harald Liederer/Sternwarte Neumarkt

Sommermilchstraße im Sommerdreieck, 35 mm Weitwinkel-
objektiv, Linien nachträglich eingefügt um die Sternbilder
kenntlich zu machen.
NEUMARKT. Am Freitag um 19 Uhr wird auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder einer der sehr beliebten Kinderabende unter der Leitung von Gerald Reiser veranstaltet.
Schließlich soll es eines der wichtigsten Themen des
Internationalen Jahres der Astronomie 2009 sein, Kinder und Jugendlichen für die Sterne zu interessieren.
Die Namen einiger Sternenbilder kennt fast jeder: Großer und kleiner Wagen, Orion und vielleicht ein paar mehr. Aberwer kennt das Sternbild Pfeil? Mit vielen Fotos und anderen Darstellungen wird Gerald Reiser die Sternbilder zeigen, die am einfachsten zu entdecken sind und damit auch am interessantesten sind. Reiser will daraus einen für Kinder sehr spannenden und interessanten Vortrag machen. Viele Eltern werden werden aber bestimmt auch etwas lernen, hieß es
Der Großteil der Sternbilder ist im Altertum beschrieben worden und wird seit Jahrtausenden weitergegeben. Wenn man Namen wie Pegasus, das geflügelte Pferd, oder das Haar der Berenike hört, merkt man, daß die Ahnen sehr viel Fantasie in diese Sternbilder gesteckt haben müssen. Allerdings waren im Altertum wegen der fehlenden "Lichtverschmutzung" auch sehr viel mehr Sterne zu sehen. Um sich am Himmel zurecht zu finden, mußte man den Himmel sinnvoll einteilen oder gruppieren können. Die Orientierung am Himmel war zum Beispiel bei der Seefahrt überlebenswichtig.
Laut der Internationalen Astronomischen Union (IAU) gibt es 88 Sternbilder. Natürlich wird Gerald Reiser nicht alle erklären. Er will sich viel mehr auf die Sternbilder konzentrieren, mit denen eine interessante Geschichte verbunden ist.
Die Mehrzahl der Bilder sind im antiken Griechenland entstanden oder erstmalig beschrieben worden. Aber fast jede alte Hochkultur wie die Babylonier oder Ägypter hatten ihre eigenen Sternbilder. Oftmals haben die alten Griechen das Wissen ihrer Vorgänger einfach geschickt wiederverwertet.
Die Kinder werden auch erfahren, daß die Sterne eines Sternbildes im Weltraum gar nicht eng beieinander stehen müssen. Der Eindruck eines zusammenhängenden Gebildes entseht nur aus der Sicht eines Erdbewohners.
Wenn die Nacht sternenklar wird, können die Kinder auch gleich die Sternbilder suchen und beobachten. Es wird natürlich Himmelsführungen geben und dabei kann man dann den Blick durch das neue große Kuppelteleskop werfen.
Die Veranstaltung findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei den Beobachtungen unter klarem Himmel wird sehr warme Kleidung empfohlen, da die Nächte wieder sehr kalt werden können.
07.10.09
"Das Bild unserer Erde"
NEUMARKT. Am Freitag spricht ab 20 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte Dr. Manfred Gottwald vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.v. (DLR), in Oberpfaffenhofen zum Thema "Das Bild unserer Erde".
Der Vorstand der Sternwarte Neumarkt, Harald Liederer, konnte den prominenten Referenten für den Vortrag gewinnen.
Eines der schönsten Augenblicke der Apollo-Mission war der Aufgang der Erde über den Horizont des Mondes. Nahezu jeder Astronaut ist vom Anblick der Erde fasziniert, heißt es in der Einladung.
Durch die Raumfahrt besitzt man die Möglichkeit, den Heimatplaneten Erde aus bisher unbekannten Blickwinkeln zu betrachten. Raumsonden heben den Beobachtungsstandort hinaus in den nahen Weltraum. Seit dem Start des ersten Erdsatelliten im Jahr 1957 hat eine Armada unterschiedlichster Raumfahrzeuge unzählige Darstellungen der Erde geliefert. Sie reichen von hochgenauen Bildern der Erdoberfläche bis zu Abbildungen, in denen die Erde als kleiner blauer Punkt im Universum erscheint. Es gibt zahlreiche Bücher und viele abendfüllende Filme, die sich nur um den Anblick der Erde drehen.
Dr. Manfred Gottwald hat Physik und Astronomie in München studiert, promovierte am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und war danach mehrere Jahre für die europäische Raumfahrtbehörde ESA in Darmstadt und Noordwijk/Niederlande tätig. Er beschäftigte sich dort mit den verschiedensten Gebiete der Astronomie. Außerdem war er am Bau des deutschen Röntgensatelliten ROSAT beteiligt.
Zur Zeit arbeitet er am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Oberpfaffenhofen bei München, wo er sich mit erdwissenschaftlichen Untersuchungen aus dem Weltraum befasst.
Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter statt. Wenn die Nacht sternenklar ist, wird es Himmelsführungen geben und dabei kann man dann einen Blick durch das neue Kuppelteleskop werfen, das Anfang Juli feierlich eingeweiht wurde. Bei den Beobachtungen wird wärmere Kleidung (eine Jacke, Schal, Handschuhe) empfohlen, da die Nächte wieder recht kalt werden.
29.09.09
Vorbereitung wichtig

Entspanntes Beobachten wird durch eine Vielzahl an Hilfs-
mitteln erleichtert
NEUMARKT. Auf der Sternwarte beginnt am Freitag ab 21 Uhr der vierten Teil der Reihe "Praktische Astronomie" mit Harald Liederer.
Wer aufmerksam den Lauf der Gestirne verfolgt, der hat bereits bemerkt, daß
das Sommerdreieck mit den Sternbildern Schwan, Leier und Adler bedenklich
Richtung Westen gerückt ist.
Dies kündigt bereits den Herbst und Winter an, zumal auch das
Herbstviereck, das geflügelte Pferd, der Pegasus im Osten immer höher
steigt.
Dies ist aber auch die Zeit, in der die Nächte wieder länger werden und eine
frühere Sternenbeobachtung zulassen. Allerdings ist es auch die Zeit, in der so
langsam die Kälte in die Kleidung kriecht und
die Himmelsbeobachtung eventuell unangenehm werden läßt.
In den vorangegangenen Seminarabenden haben die Besucher viel gelernt, über
das Fernrohr, über die Beobachtungen des Mondes und die Zeichen des Himmel
richtig zu deuten.
Diese Erkenntnisse werden nun im vierten Teil der Reihe "Praktische Astronomie"
mit Harald Liederer abgerufen und in die wahre Praxis umgesetzt.
Unter dem Motto "Wie bereite ich eine Beobachtungsnacht vor?" stellt
Liederer Möglichkeiten vor, wie unter verschiedenen Gesichtspunkten eine
Beobachtungsnacht im Voraus geplant
werden kann.
Dabei spielt nicht nur das Wetter und die Einflüße auf uns
während der Beobachtung eine Rolle, sondern auch, zu welcher Zeit man sich
ins Freie begibt und mit welchen
Hilfsmitteln (Feldstecher, Fernrohr oder nur das bloße Auge) der Himmel
betrachtet werden soll.
Geeignete Kleidung, Leuchtmittel die die Augen nicht blenden, Sternkarten
und Atlanten, Feldstecher oder Fernrohr, Nahrungsmittel und Getränke
während der Beobachtung und weitere
Utensilien sollen das Beobachten, vor allem das längere Beobachten erst
ermöglichen und angenehm machen.
PC-Programme in der Astronomie ersetzen heute meist
den klassischen Sternenatlas. Auch hier wird Liederer einige Programme
vorstellen und Tipps dazu geben.
Bei klarem Himmel findet diese Veranstaltung im Freien statt.
Man sollte geeignete Kleidung mitnehmen, da die Nacht bereits recht frisch
wird.
15.09.09