Sternwarte Neumarkt

Astronomieurlaub in Namibia

NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr werden Jürgen und Monika Knöfel auf der Fritz-Weithas-Sternwarte von ihrer Reise nach Namibia berichten.

Dieses Land in Afrika bietet nicht nur eine sehr schöne Landschaft sondern auch traumhafte Möglichkeiten den Nachthimmel zu beobachten.

Namibia ist ein Paradies für Hobbyastronomen, da das Land außerhalb der Städte noch sehr spärlich besiedelt ist. Dadurch gibt es nur sehr wenige störende Lichtquellen. So ist es möglich, bis zum Horizont die Sterne zu beobachten. Selbst Fotografien von sehr tiefstehenden Sternenbilder sind möglich, was das Ehepaar Knöfel mit beeindruckenden Bilder belegen will. Daher gibt es einige Farmen, die sich auf Astronomieurlauber eingerichtet haben und schon brauchbare Teleskope installiert haben. Damit wird das Problem, daß man die schweren und empfindlichen eigenen Fernrohre transportieren muß, umgangen.

Aber dieser afrikanische Staat hat auch eine wundervolle Landschaft mit zum Teil sehr exotischen Pflanzen und Tieren zu bieten.

Durch den dunklen Himmel sind Aufnahmen möglich, die im dicht besiedelten - und beleuchteten - Deutschland nicht mehr möglich sind. Da sich das Land auf der Südhalbkugel befindet, kann man auch die Magellansche Wolke beobachten, eine sehr schöne Galaxie.

Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei klarem Himmel können natürlich auch die Sterne am heimischen Himmel bewundert werden.
19.10.10

Duschen im All

NEUMARKT. Am Freitag findet ab 19 Uhr auf der Fritz-Weithas-Sternwarte wieder ein Kinderabend statt. Es geht um "Bemannte Raumfahrt – Leben und Arbeiten im Weltall".

Andreas Leonhardt wird für Kinder ab sechs Jahre natürlich die Geschichte der Mondlandung erzählt. Aber auch zukünftige Raumfahrtmissionen wie der Flug zum Mars werden angesprochen.

Bei einem Film über den Start der mächtigen Mondrakete Saturn V werden die Kinder lernen, warum überhaupt ein Raumschiff fliegt. Bei der Präsentation zum Beispiel eines Spaceshuttles werden alle akustischen und visuellen Möglichkeiten des "Sternentheaters " genutzt.

Die Kinder werden so wichtige Sachen erfahren wie, ob auch die Astronauten jeden Morgen Zähne putzen müssen oder ob man im Raumschiff duschen kann. Auch die Müllentsorgung ist im Weltall ein komplizierter technischer Vorgang.

Gutes Wetter vorausgesetzt wird auch ein Überflug der ISS über die Sternwarte zu beobachten sein.

Am Ende will Leonhardt auf die geplante Marsmission eingehen und verdeutlichen, was es bedeutet, diese unvorstellbare Distanz zum nächsten Planeten zu überwinden.

Dieser Abend findet auch bei schlechtem Wetter im Vortragsraum der Sternwarte Neumarkt statt. Bei klarem Himmel können natürlich auch die Sterne bewundert werden.
09.09.10

Wichtig für Seeleute

NEUMARKT. Am Freitag spricht um 20 Uhr Richard Pragner auf der Neumarkter Fritz-Weithas-Sternwarte zum Thema "Längengradbestimmung".

Die "Erfindung" des Längengrads ist eng mit der Entwicklung der Astronomie verwoben. Ohne GPS war die Navigation in den letzten Jahrhunderten sehr viel schwieriger gewesen. Diese Satellitennavigation ist übrigens erst seit 15 Jahren in Betrieb und sogar erst ab 2000 für die zivile Nutzung freigegeben. Richard Pragner will deshalb auf die Geschichte der Ortsbestimmung zwischen den Jahren 1400 und 1800 eingehen.

Insbesondere die Seefahrt ist ohne zuverlässige und genaue Ortsbestimmung sehr gefährlich. Die Bestimmung der geografischen Breite ist durch Messen der Höhe des Polarsterns über den Horizont relativ einfach möglich. Bei der Messung des Längengrades ist die genaue Uhrzeit sehr wichtig. Für die Seefahrt benötigte man Uhren, die sogar jahrelang minutengenau laufen mußten.

Außerdem wird im Vortrag erzählt, welche anderen Erfindungen und naturwissenschaftlichen Entdeckungen mit der Geschichte der Längengradbestimmung verbunden sind.

Der Vortrag findet auch bei schlechtem Wetter im großen Vortragsraum der Sterwarte statt. Bei klarem Himmel wird es natürlich wieder die beliebten Sternenführungen geben. Da die Nächte schon recht kalt werden, wird warme Kleidung empfohlen.
24.08.10

"Tränen des Laurentius"

NEUMARKT. Am Freitag um 20 Uhr veranstaltet die Fritz-Weithas-Sternwarte einen ganz besonderen Beobachtungsabend. Gutes Wetter vorausgesetzt werden die Mitglieder der Bayerischen Volkssternwarte Neumarkt den Besuchern die Perseiden zeigen.

Wie jedes Jahr wird auch 2010 Mitte August ein wahrer Sternschnuppenschauer auf die Erde niedergehen.

Schon vor 2000 Jahren wurden die Perseiden in China, Japan und Korea beobachtet. Aber auch in Europa wurden sie untersucht. Da sie nahe am Namenstag des Märtyrers Laurentius auftraten, nannte man sie im Volksmund auch die Tränen des Laurentius. Erst im 19. Jahrhundert versuchte man die Regelmäßigkeit zu erklären und fand auch bald den Auslöser des Sternschnuppenschauers.

Sternschnuppen werden durch Staubkörner verursacht, die mit sehr hoher Geschwindigkeit in die Erdatmosphäre eindringen. Das Leuchten wird interessanterweise aber nicht durch das Verglühen des Teilchens erzeugt, sondern durch die extrem beschleunigten Luftmoleküle auf der Sternschnuppenbahn. Der Effekt ist also ähnlich einem Blitz, bei dem die Luft durch hohe Spannungen beschleunigt wird. In seltenen Fällen sind aber die Staubkörner so groß, daß man auch deren Verglühen sieht, dann spricht man von Feuerbällen.

Die Besucher sind auch eingeladen, Stift und Papier mitzubringen und eine Strichliste zu führen, wie viele Sternschuppen sie gesehen haben. Es könnte spannend sein, ob die Astronomen oder die Besucher mehr Leuchtspuren sehen werden.

Natürlich zeigen die Sternwartenmitglieder nicht nur die Perseiden. Wie gewohnt werden auch die sehr beliebten Sternführungen durchgeführt. Der Mond und die Planeten Mars, Venus und Saturn befinden sich in einer durchaus interessanten Konstellation an diesem Abend.

Bei schlechtem Wetter wird es eine Führung durch die Sternwarte Neumarkt geben, bei der die Teleskope und andere Geräte erklärt werden. Da die Nächte schon recht kalt werden, wird warme Kleidung empfohlen, damit man länger den Sternenhimmel bewundern kann .
11.08.10


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ISSN 1614-2853
23. Jahrgang