Schülerzahlen steigen


Es gibt heuer mehr ABC-Schützen - unser Archiv-Foto zeigt OB-Thumann bei der Begrüßung von Schulanfängern

NEUMARKT. Immer mehr Schüler im Landkreis und der Stadt: die Zahl der ABC-Schützen steigt um 50, die Gesamtzahl der Schüler um 133.

Diese Zahlen teilte jetzt das Neumarkter Schulamt mit. 1197 Kinder dürfen demnach das erste Mal den Ranzen schultern. Insgesamt werden voraussichtlich 7233 Schüler im Schuljahr 2019/20 die staatlichen und privaten Grund- und die Mittelschulen des Landkreises besuchen.

Die Zahl der Klassen ist um vier auf 351 gestiegen. Das bedeutet auch stabile Schülerzahlen im Schnitt – 20 in der Grundschule, 21 in der Mittelschule. Diese Durchschnittszahl liest sich zwar recht angenehm und wäre eine aus pädagogischer Sicht höchst willkommene Klassenstärke im Unterrichtsalltag, sagte Schulamtsdirektor Dieter Lang. Hinter den Zahlen verbergen sich freilich neben Klassenstärken ab 13 Schülern auch solche mit 26 bis 28 – wenn auch nur noch eine Handvoll. Gerade in den Mittelschulen mit mehreren Standorten komme es zu Klassen mit weniger als 13, aber auch zu Klassen mit 30. Lang: „Beide Extreme sind nicht gewollt und haben ihre Ursache im Schüleraufkommen des jeweiligen Schulsprengels“. Rund 270 Klassen bewegen sich aber bei Schülerzahlen von 16 bis 25. Damit sei man sehr zufrieden.

Die vor Jahren im Rahmen eines Schulversuchs eingerichtete kombinierte Jahrgangsstufe 1/2 an der Theo-Betz-Schule erfreue sich nach wie vor sehr großer Beliebtheit. Es seien stets mehr Anmeldungen als Plätze vorhanden.


Bestens bewährt habe sich der Schulversuch „FleGS“ – flexible Grundschule in Woffenbach und Lauterhofen mit insgesamt sieben FleGS-Klassen: Dort werden alle Schüler der Jahrgangsstufen 1 und 2 in jahrgangsgemischten Klassen unterrichtet.

Auch bei der Inklusion, beim gemeinsamen Unterricht und Schulalltag von jungen Menschen mit und ohne besonderen Förderbedarf, komme der Freistaat im Schuljahr 2019/20 weiter voran. Im Schulamtsbereich Neumarkt besitzen die Grundschule Deining und die Mittelschule Deining das Schulprofil Inklusion und weitere Standorte seien in Planung. Diese Schulen sind Regelschulen, die sich besonders der Inklusion von Menschen mit Behinderung verpflichten und „zu Motoren für ein neues Miteinander von jungen Menschen mit und ohne Behinderung geworden sind“.

Schon im Schuljahr 2013/2014 wurde eine „Unabhängige Beratungsstelle Inklusion“ des Staatlichen Schulamts aus räumlichen Gründen an der Schule in Deining eingerichtet. Dort erhalten Eltern- und Erziehungsberechtigte des gesamten Landkreises Informationen und Hilfe, die auf der Suche nach dem besten  schulischen Lern- und Förderort für ihr Kind sind.

Auch das Konzept der Kooperationsklassen habe sich seit Jahren im Schulamtsbereich Neumarkt bewährt. In den geplanten Kooperationsklassen – verteilt über den gesamten Landkreis - werden in der Regel drei bis fünf Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf in den Förderschwerpunkten Lernen, Sprache oder Verhalten zusammen mit weiteren Schülern ohne sonderpädagogischem Förderbedarf unterrichtet. Dabei erfolgt eine Unterstützung durch die Mobilen Sonderpädagogischen Dienste.

An vielen weiteren Schulen gehörten Maßnahmen zur Inklusion von einzelnen Schülern – wie seit vielen Jahren – zum festen Bestandteil des pädagogischen Konzepts der Schulen, hieß es.

Ganztagsschulen werden auch im Schulamtsbereich Neumarkt konsequent weiter ausgebaut. Auch im neuen Schuljahr ist das Angebot im Bereich Ganztag flächendeckend in unterschiedlichsten Formen gegeben: Offener Ganztag, gebundener Ganztag, Mittagsbetreuung oder Horte. Je nach den örtlichen Bedürfnissen versuchen hier Schulen und Gemeinden den Elternwünschen gerecht zu werden.

Für den Bereich der Grund- und Mittelschulen sind im Landkreis Neumarkt sieben Klassen für 77 Schüler eingerichtet – die Schülerzahl ändert sich aber fortwährend. Alle Klassen werden – soweit möglich – von ausgebildeten Lehrkräften im Fach „Deutsch als Zweitsprache“ unterrichtet. An mittlerweile so gut wie jeder Schule im Landkreis werden aber auch Kinder von Flüchtlingen und Asylanten beschult. Für die Deutschklassen und die weitere Deutschförderung stehen zusätzliche Stunden zur Verfügung.

Im Rahmen der intensiven Förderung von Mittelschülern spielte eine vielseitig angelegte Berufsorientierung wieder eine wichtige Rolle. So haben sich in den vergangenen Schuljahren alle Mittelschulen der Stadt und des Landkreisessehr engagiert an Maßnahmen zur Berufsorientierung zum Beispiel in der Jugendbildungsstätte Waldmünchen sowie in Zusammenarbeit mit externen Fachkräften aus der lokalen Wirtschaft beteiligt, hieß es vom Schulamt. Die Jugendlichen konnten dadurch hinsichtlich des Berufswahlprozesses wichtige sowie persönlich bedeutsame Erfahrungen und Informationen sammeln. Darüber hinaus förderten alle Schulleitungen und Lehrer und in Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Schulamt die Durchführung von zahlreichen praktischen Unterrichtsprojekten, die allesamt wichtige berufsbezogene Schlüsselqualifikationen im Fokus hatten.

Im Schuljahr 2018/19 wurde in Zusammenarbeit mit den Mittelschulen Parsberg, Seubersdorf, Velburg und Deining wegen der großen Nachfrage vor Ort eine sogenannte V-Klasse oder Vorbereitungsklasse eingerichtet. Dieses Modell biete engagierten und leistungsbereiten Schülern mit einem guten Schulabschluss die Möglichkeit, den mittleren Schulabschluss an Mittelschulen nach Beendigung der Schulpflichtzeit über zwei Jahre hinweg zu erwerben. Darum heißt diese Variante auch „9+2-Modell“ und ist nicht zu verwechseln mit der M10, die ebenfalls zum mittleren Schulabschluss führt.

Erfreulicherweise hätten die Schüler der ersten V1-Klasse in Parsberg ihre Chance genutzt und absolvierten nun im Schuljahr 2019/20 den zweiten Teil des Modells in der V2 ebenfalls in Parsberg. Gleichzeitig konnte man – wiederum wegen der hohen Nachfrage in dieser Region - im gleichen Schulverbund eine weitere V1 in Velburg einrichten. Deshalb habe man aktuell ein komplettes V-Klassen-Angebot im Landkreis, das bei entsprechendem Interesse auch an anderen Standorten aufgebaut werden könnte.

Insgesamt unterrichten im neuen Schuljahr an den 42 staatlichen Schulen mehr als 620 Lehrkräfte. In dieser Zahl enthalten sind über 40 mobile Reserven, die zur Sicherung des Unterrichts bei Ausfällen zur Verfügung stehen. Die Bewegung innerhalb der Lehrkräfte war diesmal wieder groß: Rund 80 Zu- und Wegversetzungen mussten vollzogen werden.

Im neuen Schuljahr gibt es auch mehrere neue Schulleiter:
04.09.19
Neumarkt: Schülerzahlen steigen

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