Landwirtschaft

"Nicht benachteiligen"

NEUMARKT. Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU muss sich auf eine angemessene und stabile Finanzierung verlassen können, und zwar auch nach dem Brexit, sagte MdEP Albert Deß.

Die Kürzungen für den nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen (MFR), die damit zusammenhängen, müssen anteilmäßig auf alle EU-Bereiche aufgeteilt werden, forderte der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.


"Es muss sichergestellt werden, dass durch den britischen Austritt und die damit verbundenen Kürzungen zu keiner unangemessenen Beeinträchtigung der GAP in der EU-27 kommt", so Deß weiter. Die künftige GAP müsse auch weiterhin eine gemeinsame Politik sein, die auf der bewährten Zwei-Säulen-Struktur basiert. Intensive Forschung und Modernisierung der GAP-Instrumente seien von zentraler Bedeutung für die positive Weiterentwicklung der europäischen Agrarpolitik.

Im Hinblick auf die Neugestaltung des künftigen Finanzrahmens fordert der Europaabgeordnete Albert Deß, dass die Gelder im EU-Haushalt noch effizienter und zielgerichteter ausgegeben werden. "Durch Optimierung und Vereinfachung können beispielsweise die Kosten für Bürokratie verringert werden. Neue Aufgaben und Herausforderungen, die die Europäische Ebene übernehmen soll, müssen durch zusätzliche Gelder finanziert werden. Dazu gehören beispielsweise die Flüchtlingspolitik oder auch die Sicherung des EU-Außenschutzes, oder anders ausgedrückt: Neue Herausforderungen - Neues Geld", so Deß.
16.11.17

53 Liter Milch pro Kopf


Milch und Milchprodukte werden im Landkreis überdurchschnittlich viel verbraucht
Foto:Gewerkschaft
NEUMARKT. Die Milch machts: Ohne das Grundnahrungsmittel geht im Landkreis Neumarkt nichts. Rund 69.000 Hektoliter Frischmilch wurden hier im letzten Jahr getrunken - das sind 53 Liter pro Kopf. Hinzu kommen noch große Mengen an Käse und Butter.

Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und beruft sich dabei auf neue Zahlen der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung. "Ein Großteil der Milch stammt dabei nicht nur von bayerischen Bauernhöfen, sondern wird auch in heimischen Molkereien verarbeitet", sagt Regina Schleser von der NGG Nürnberg-Fürth.


Diese "Bayern-Milch-Bilanz" kann sich sehen lassen: In den 82 Betrieben der Milchindustrie wurden im letzten Jahr 8,6 Millionen Hektoliter Konsummilch hergestellt - 20 Prozent mehr als im Freistaat selbst verbraucht wurden. Beim Käse wurden sogar zwei Drittel der heimischen Produktion außerhalb Bayerns gegessen. Gewerkschafterin Schleser spricht vom "Wirtschaftsfaktor Milch" und forderte: "Jetzt ist es an der Zeit, dass auch die Mitarbeiter wieder ein ordentliches Stück vom Käse abbekommen."

Für die rund 17.000 Beschäftigten in der bayerischen Milchwirtschaft verlangt die NGG in der letzten Tarifrunde ein Lohn-Plus von 5,8 Prozent. Azubis sollen 80 Euro mehr pro Ausbildungsjahr bekommen. Bei den Tarifverhandlungen wurde schließlich eine Steigerung der Löhne und Gehälter von 2,7 Prozent erreicht.

"Die Branche ist auf Fachkräfte angewiesen. Doch die lockt man nur mit guten Arbeitsbedingungen und solider Bezahlung. Allerdings machen die Löhne nur sechs Prozent vom Umsatz aus", sagte Schleser. Da gebe es deutlich Luft nach oben. Wer gut bezahle, dem falle es leichter, auch künftig Spezialisten für die komplexen Arbeiten in der Milchveredelung zu finden.

Zugleich setze sich die Gewerkschaft für faire Erzeuger-Preise ein, hieß es: "Auch die Bauern brauchen stabile Milchpreise, die ihnen die Existenz sichern." Die Milchwirtschaft sei auf den regionalen Rohstoff angewiesen, so Schleser weiter. Gemeinsam stellten Erzeuger und verarbeitende Industrie in Bayern ein weltweit bekanntes Qualitätsprodukt her.
02.11.17

Die neue Düngeverordnung

NEUMARKT. Der Bayerische Bauerverband veranstaltet für alle Interessierte eine Info-Veranstaltung zum Thema: "Die neue Düngeverordnung 2017 - Auswirkungen für den Betrieb und das Wichtigste zum Bibermanagement".

Die Veranstaltung findet am Mittwoch ab 19:30 Uhr im Gasthaus Sichert in Ballertshofen statt.


Es werden Inhalte und Vorschriften der neuen Düngeverordnung vorgestellt. Referent ist Martin Erhardsberger vom Bayerischen Bauernverband München.
18.10.17

Einigung erzielt

NEUMARKT. Bei der Halbzeitbewertung der "Gemeinsamen Agrarpolitik" wurde unter der Leitung von Berichterstatter Albert Deß eine Einigung erzielt.

Unter seiner Leitung handelten Vertreter des Europäischen Parlaments, der EU-Kommission und der Mitgliedstaaten im sogenannten Omnibus-Verfahren einen Kompromiss aus.


"Wir haben ein gutes Ergebnis für unsere Landwirte erreicht. Mit der Einigung wird die Agrarpolitik praxisgerechter und einfacher", sagte Deß. Besonders freue es ihn, dass es gelungen sei, die Möglichkeit zu mehr Biodiversität zu schaffen. So könnten in Zukunft im Rahmen des Greenings Elefantengras, Durchwachsende Silphie und Honigpflanzen angebaut werden. Zudem wurde bei Eiweißpflanzen der Gewichtungsfaktor von 0,7 auf 1,0 angehoben, sagte der agrarpolitischer Sprecher der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament.

Bei der Halbzeitbewertung sollen strukturelle Vereinfachungsvorschläge umgesetzt und eine praxisgerechtere Anwendung der GAP erreicht werden. Erweitert wurde das Instrument des Risikomanagements. Es wurde den Bedürfnissen der Landwirte strukturell angepasst. Die Krisenreserve wird mit Blick auf effizienteres und zeitgerechtes Eingreifen umgestaltet. Die Definition "aktiver Landwirt" soll wesentlich vereinfacht werden.

Einen Durchbruch gibt es auch beim Thema Dauergrünland. Nach dem für Deß "unverständlichen Urteil" des EUGHs zu Dauergrünland sei es notwendig gewesen, eine Klarstellung zu erzielen, die sowohl rückwirkend gelte wie auch für die Zukunft Rechtssicherheit gebe. Erheblich verbessert wurden auch die Bedingungen für die Zusatzprämie für Junglandwirte, sie haben jetzt Anspruch auf eine Zusatzprämie für volle fünfJahre, so Deß.

"Mit diesem Beschluss ist es uns gelungen, die Position der Landwirte zu stärken und eine Vereinfachung der europäischen Agrarpolitik zu erreichen. Es ist jetzt wichtig, dass diese Vereinbarung rechtzeitig zum 1. Januar 2018 in Kraft tritt", sagte Deß.
14.10.17


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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang