Gesundheit

Psychiatrische Ambulanz startet


Dr. Johann Schnieringer und Kornelia Sturm leisten Pionierarbeit
Foto: medbo
NEUMARKT. Die Medizinischen Einrichtungen des Bezirks (medbo) erweitert ihr Angebot an Behandlungsmöglichkeiten mit dem neuen Standort an der Klinik Parsberg (wir berichteten).

Die Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) wird am 3. April ihre Türen öffnen und die beiden Ärzte Kornelia Sturm und Dr. Johann Schnieringer werden die ersten Patienten behandeln.

In einer Psychiatrischen Institutsambulanz erfolgt die Behandlung ähnlich wie in der Praxis eines Facharztes im Rahmen von ambulanten Terminen. "Wir wollen in Parsberg Ansprechpartner sein für die Sorgen und Nöte von Menschen und eine Anlaufstelle schaffen, in der jeder frei über psychische Probleme sprechen kann", sagte Dr.Johann Schnieringer. Er und seine Kollegin bieten langjährige Erfahrung in psychiatrischer und psychotherapeutischer Behandlung, geeigneter Diagnostik und vielfältigen Therapieansätzen.


In der PIA Parsberg werden Depressionen, Traumafolgestörungen, Angsterkrankungen, psychotische Erkrankungen, psychische Erkrankungen im Alter, sowie chronische Schmerzen behandelt. Im Zentrum der Behandlung steht das ärztliche Gespräch. Krisenintervention, biologisch basierte Therapieverfahren (wie Medikation), sozialpädagogischen Hilfestellungen bei familiären, finanziellen und beruflichen Problemen sowie Angehörigenarbeit werden ebenfalls angeboten.

Beide Ärzte haben bereits viele Jahre Berufserfahrung in einer PIA sammeln können. Dr. Johann Schnieringer (59), der Leiter der PIA Parsberg, ist seit 1985 bei der medbo als Psychiater tätig. Nach einem ersten Einsatz in Parsberg wechselte der Arzt für viele Jahre ans Bezirksklinikum Regensburg. 2006 ging Schnieringer zur Psychiatrischen Institutsambulanz nach Cham und war auch intensiv am Aufbau der dortigen Klinik beteiligt. "Es ist hier in Cham gut gelungen, der Bevölkerung die Angst vor der Psychiatrie zu nehmen und zu zeigen, dass es sich dabei um eine ärztliche Hilfestellung für die Menschen handelt", berichtet Schnieringer.

Neben der eigentlichen Behandlung mit individuellen Therapien kann auch, wenn gewünscht, das Umfeld einbezogen oder können soziale Probleme in Angriff genommen werden. Kornelia Sturm (63) ist seit über 30 Jahren Ärztin am Bezirksklinikum Regensburg. Sturm ist sowohl Diplom-Psychologin wie auch Psychiaterin und durch diese Kombination prädestiniert für eine kompetente Behandlung in der PIA, hieß es. "Wir wollen eine regionale psychiatrische Versorgung für den Raum Parsberg aufbauen, mit hohem Qualitätsstandard und dem Ziel, Psychiatrie in den Alltag zu integrieren", sagte sie

Terminvereinbarung sind ab sofort unter Telefon 09492/60018-9490 oderper Email ambulanz-psy-par@medbo.de möglich.
29.03.17

Drei neue TBC-Fälle

NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt erkrankten im vergangenen Jahr drei Menschen neu an Tuberkulose. Das teilte das Gesundheitsamt mit.

Tuberkulose gehört zu den wenigen Erkrankungen, bei der von staatlicher Seite auf eine entsprechende Kontrolle gedrängt wird. Im Rahmen dieser Kontrolle wurden im Jahr 2016 im Gesundheitsamt Neumarkt 291 Kontaktpersonen der drei Erkrankten untersucht. Bei diesen Unbtersuchungen wurde erfreulicherweise keine weitere aktive Tuberkuloseerkrankung festgestellt.

Am 24.3.1882 teilte Robert Koch der Öffentlichkeit mit, den Erreger der Tuberkulose gefunden zu haben. Dafür erhielt er später den Nobelpreis. Am 24. März wird deshalb der Welt-Tuberkulose-Tag begangen.


Die Tuberkulose bleibt die Infektionskrankheit, die gemäß WHO (World Health Organisation) weltweit am meisten Todesfälle verursacht und zu den zehn häufigsten Todesursachen zählt. Das Vorkommen der Erkrankung ist weltweit sehr ungleich verteilt. 2016 traten 60 Prozent der Erkrankungen in nur sechs Staaten (Indien, Indonesien, China, Nigeria, Pakistan und Südafrika) auf. Im Jahr 2016 wurden in Deutschland 5915 Neuerkrankungen an Tuberkulose gemeldet.

Tuberkulose ist eine Erkrankung durch Bakterien, die insbesondere die Lunge befällt. Früher war die Erkrankung wegen fehlender Medikamente nur schlecht behandelbar. Sie führte oft zu chronischer Krankheit und Siechtum. In Deutschland mit seinem guten Gesundheitssystem und modernsten diagnostischen und therapeutischen Methoden ist die Erkrankung heutzutage gut diagnostizierbar und auch mit entsprechenden Medikamenten sehr gut behandelbar.

Trotzdem wird die Tuberkulose häufig mit Ablehnung, Angst und Vorurteilen verbunden. Da die Erkrankung durch Anhusten und Sprechen (nur über engen Kontakt) übertragen werden kann, müssen enge Kontaktpersonen durch das Gesundheitsamt erfasst und solange überwacht werden, bis eine Erkrankung bei ihnen ausgeschlossen ist.

Für Fragen steht das Gesundheitsamt vormittags unter Telefon 09181-470512 zur Verfügung.
21.03.17

Unter dem Bayern-Schnitt

NEUMARKT. Von 2009 bis 2015 gab es im Landkreis Neumarkt jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle wegen Rückenbeschwerden je 1000 Versicherte – in Bayern waren es durchschnittlich 482,7.

Rückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Betroffenen zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl Behandlungsfälle wegen Rückenschmerzen variiert allerdings regional erheblich. „Die gute Nachricht dabei: Im Landkreis Neumarkt liegt die Zahl der Behandlungsfälle laut den Daten der Bertelsmann Stiftung unter dem Landesdurchschnitt", sagte Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK. Zwischen 2009 und 2015 gab es jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle pro 1000 Versicherte, während der Durchschnitt in Bayern bei 482,7 lag“.


„Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, MRT oder CT eingesetzt. Im Landkreis Neumarkt war dies durchschnittlich 433,3 Mal je 1.000 Versicherte der Fall. Der bundesweite Durchschnittwert liegt bei 397,6, der von Bayern bei 414,2.
17.03.17
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