Gesundheit

Ausgezeichnete Lammsbräu


Silvia Ohms und Melanie Rothenwolle von der Neumarkter Lammsbräu (3.und 4. v.l.) bei der Preisverleihung
Foto: Brauer/Felix Burda Stiftung
NEUMARKT. Die Neumarkter Lammsbräu wurde für ihr Projekt "Darmkrebsvorsorgeleistung im Rahmen des Gesundheitsprogramms" mit dem Felix Burda Award in der Kategorie "Betriebliche Prävention" bei klein- und mittelständischen Unternehmen ausgezeichnet.

Der jährlich in drei Kategorien verliehene Preis zeichnet außergewöhnliche Projekte und Leistungen auf dem Gebiet der Darmkrebsvorsorge aus.

.
Lammsbräu überzeugte die Jury dabei insbesondere mit der durchdachten Konzeption und vorbildlichen Umsetzung der weitreichenden betrieblichen Präventionsmaßnahmen, die neben Informationsangeboten, kostenfreie Darmkrebs-Screenings sowie begleitende betriebsärztliche Beratung umfassen, hieß es.

. Die Darmkrebspräventionsmaßnahmen sind Teil des Gesundheitsprogramms der Neumarkter Bruaerei, die allen Mitarbeitern mit einem Bonussystem gesundheitsförderndes Verhalten im Alltag näherbringt.
16.05.17

"Solidarität leben"


Schüler und lehrer ließen Luftballons steigen
Foto: Cornelia Schneck
NEUMARKT. "Pflegebotschafter" aus dem Neumarkter Klinikum informierten Schüler der Mittelschule an der Weinbergerstraße zum Thema HIV und AIDS.

In Deutschland leben etwa 85.000 Menschen mit einer HIV-Infektion, 13.000 davon wissen nichts von ihrer Erkrankung. Das Thema HIV und AIDS als chronisches Krankheitsbild wird unter anderem in der dreijährigen Ausbildung der Gesundheits- und Krankenpflege am Klinikum umfassend behandelt.


Aus einem Besuch der Aidshilfe Nürnberg-Erlangen-Fürth zum Seminar "HIV und Pflege" entstand ein schulübergreifendes Projekt, in dem 36 Gesundheits- und Krankenpflegeschüler des zweiten Ausbildungsjahres unter dem Titel "Pflegebotschafter zum Thema HIV und AIDS" ihr fachliches Wissen an 88 Schüler der achten Jahrgangsstufe der Mittelschule an der Weinbergerstraße weitergaben.

In acht "Workshops" erhielten die jüngeren Schüler Informationen zur Entstehung, Ausbreitung und dem Verlauf der HIV Erkrankung im Körper, Übertragungsmöglichkeiten und Aufklärung zum Schutz der Virusinfektion. Auch die medikamentöse Behandlung war Thema, da sie mittlerweile große Erfolge in der HIV-Therapie zeige.

Ein weiteres Ziel war die Sensibilisierung der Jugendlichen für einen diskriminierungsfreien Umgang miteinander. Dafür wurde mit acht Gesundheits- und Krankenpflegeschülern ein Theaterstück zum Thema "Solidarität lebt" geprobt und am Ende des Projekttags aufgeführt. Im Anschluss daran ließen alle Schüler und Lehrer 120 Luftballons mit der Botschaft "Solidarität leben" in die Welt.
11.05.17

Kritik an Neuorganisation

NEUMARKT. Eine geplante Neuorganisation des Hebammensystems gefährdet nach Überzeugung der Hebammen am Neumarkter Klinikum die Versorgungsqualität.

Darüber informierten am Freitag die sogenannten Beleghebammen in einem Pressegespräch. Unterstützt werden sie dabei von Klinikvorstand Peter Weymayr sowie von Landrat Willibald Gailler und Oberbürgermeister Thomas Thumann.

Die aktuellen Pläne des Spitzenverbandes der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zur Neuorganisation des Hebammensystems gefährde die Versorgungsqualität in Bayern. Und der Landkreis Neumarkt sei besonders davon betroffen, hieß es.

Einer Statusabfrage des Bayerischen Hebammenlandesverbandes zufolge arbeiten von 109 Kliniken 78 mit Beleghebammen zusammen. Mehr als 60 Prozent der bayerischen Geburten werden von Beleghebammen betreut. Das sei ein anerkanntes System, das sich auch am Klinikum Neumarkt seit über zehn Jahren bewährt habe.


Nun fordert der GKV-Spitzenverband eine Veränderung der Organisationsstruktur bei den freiberuflichen Beleghebammen. Zum einen sollen Beleghebammen, die im Rahmen eines Schichtdienstes in der Klinik tätig sind, nur mehr maximal zwei Frauen gleichzeitig betreuen dürfen. Dies hätte zur Folge, dass eine dritte Frau, unabhängig davon, ob es sich um eine bevorstehende Geburt handelt oder nur um Beschwerden in der Schwangerschaft, zwar betreut werden kann, die Leistungen jedoch nicht mit der Krankenkasse abgerechnet werden dürfen.

Zum anderen sollen Beleghebammen, die nicht im Schichtdienst arbeiten und stattdessen mit ihren Frauen zur Geburt in die Klinik kommen, ihre geburtshilflichen Leistungen in Zukunft nur mit den Kassen abrechnen können, wenn sie die Gebärende bereits einen gewissen Zeitraum im Vorfeld der Geburt betreut haben. Daraus resultierend wäre eine Vertretung oder kurzfristige Übernahme durch eine andere Hebamme, beispielsweise bei überlanger Geburtsdauer oder Erkrankung der Hebamme nicht mehr möglich und auch nicht abrechenbar.

Der GKV-Spitzenverband begründet seine Forderungen mit einer Verbesserung der Betreuungsqualität. Die Hebammen sind sich einig, wie erstrebenswert es für eine bessere Versorgung der Gebärenden wäre, nicht mehr als zwei Frauen gleichzeitig zu betreuen. Nur lasse sich dieses Modell durch den bestehenden Hebammenmangel leider nicht umsetzen.

"Wer betreut, den Forderungen des GKV-Spitzenverbandes entsprechend die dritte Frau, die vor der Kreißsaaltür steht, wenn es keine Kollegin mehr gibt, die dafür zusätzlich in den Dienst eingeteilt werden könnte?", fragte die Sprecherin der Beleghebammen am Klinikum Neumarkt, Kerstin Hartmann. Diese Frauen müßten dann womöglich eine andere Klinik aufsuchen, die unter Umständen auch keine Aufnahmekapazität mehr habe. "Oder müssen die Kliniken ihre freiberuflichen Hebammen wieder anstellen, was wegen gesundheitsökonomischer Aspekte für viele Kliniken gar nicht mehr möglich ist?", so Hartmann Durch veränderte Dienstmodelle im Angestelltenverhältnis würden dafür auch mehr Hebammen benötigt, die es aber auf dem Arbeitsmarkt nicht mehr gibt.
05.05.17
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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang