Statistiken aus Bayern

38 Neumarkter Großverdiener

NEUMARKT. Der Landkreis Neumarkt hat die höchste Dichte von "Einkommens-Millionären" aller Landkreise in der Oberpfalz.

Die aktuellesten Zahlen des Landesamtes für Statistik stammen zwar noch aus dem Jahr 2013. Doch hier wurden im Landkreis Neumarkt 38 Personen aufgezählt, die in diesem Jahr Einkünfte von mehr als einer Million Euro angaben. Das sind immerhin genau drei Millionäre pro 10.000 Einwohner und entspricht dem (vom superreichen Landkreis Starnberg nach oben gedrückten) Landesdurchschnitt.

In der Oberpfalz gibt es dagegen in keinem Landkreis auch nur annähernd eine ähnliche Millionärs-Dichte: in den Landkreisen Amberg oder Schwandorf sind es weniger als die Hälfte. Nur die Stadt Regensburg kann mithalten.


Im Jahr 2013 lebten 3806 Einkommensmillionäre in Bayern, deren Gesamtbetrag der Einkünfte jeweils mindestens eine Million Euro betrug. Nachdem ihre Zahl von 2007 zu 2010 um 9,8 Prozent gesunken war, stieg sie nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik innerhalb von drei Jahren (von 2010 zu 2013) um 674 Steuerpflichtige oder 21,5 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete ihr Gesamtbetrag der Einkünfte einen Anstieg von 26,2 Prozent und belief sich im Jahr 2013 auf insgesamt 10,5 Milliarden Euro. Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb, die bei den Einkommensmillionären mit 7,2 Milliarden Euro (69,0 Prozent) eine zentrale Rolle spielten, erhöhten sich um 21,6 Prozent im Vergleich zu 2010. Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit, deren Anteil 17,7 Prozent ausmachte, nahmen von 2010 auf 2013 um 42,2 Prozent zu und beliefen sich auf 1,9 Milliarden Euro.

Die Einkommensmillionäre machten 0,06 Prozent aller Steuerpflichtigen aus, erzielten jedoch mit 4,1 Prozent einen überproportional hohen Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte. Gleichzeitig entrichteten sie mit 3,7 Milliarden Euro rund 7,8 Prozent der gesamten festzusetzenden Einkommensteuer. Der Anteil an der festgesetzten Einkommensteuer fiel aufgrund des progressiven Steuersatzes höher aus als der Anteil am Gesamtbetrag der Einkünfte. Im Schnitt kamen die Einkommensmillionäre im Jahr 2013 auf einen Gesamtbetrag der Einkünfte von 2,7 Millionen Euro.

Knapp 54 Prozent der Einkommensmillionäre, nämlich 2 047, hatten ihren Wohnsitz in Oberbayern, wobei 1167 in der Stadt oder im Landkreis München lebten. 423 Spitzenverdiener (11,1 Prozent) beherbergte der Regierungsbezirk Schwaben und 397 (10,4 Prozent) der Regierungsbezirk Mittelfranken. Von den übrigen Millionären waren 250 in Unterfranken (6,6 Prozent), 237 in Niederbayern (6,2 Prozent), 230 in der Oberpfalz (6,0 Prozent) und 222 in Oberfranken (5,8 Prozent) ansässig.

Insgesamt kamen im Jahr 2013 in Bayern im Durchschnitt drei Einkommensmillionäre auf 10 000 Einwohner, im Jahr 2010 waren es 2,5. Die höchste Millionärsdichte gab es im Landkreis Starnberg mit 14,2 je 10 000 Einwohner. Es folgten der Landkreis München mit 8,7, der Landkreis Miesbach mit 8,1, die Landeshauptstadt München mit 6,2 und die kreisfreie Stadt Memmingen mit 6,0 Einkommensmillionären je 10 000 Einwohner.
28.08.17

Weniger Urlauber


Urlauber im Landkreis Neumarkt: im ersten Halbjahr sanken die Zahlen
Foto: Andreas Hub
NEUMARKT. Die Urlauberzahlen im Landkreis Neumarkt und die Zahlen der Gäste-Übernachtungen sind im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen.

Während sich die Hotellerie bayernweit und in der Oberpfalz über Zuwächse freut, kamen 4,6 Prozent weniger Gäste in den Landkreis. Die Zahl der Übernachtungen ging um 3,5 Prozent zurück.

Damit ist der Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz trauriger Minus-Spitzenreiter. In der ganzen Oberpfalz gab es sonst nur im Landkreis Amberg-Sulzbach und in zwei kreisunabhängigen Städten rückläufige Zahlen in den ersten sechs Monaten des Jahres.


Von Januar bis Juni kamen im Landkreis nach den Zahlen des Staistischen Landesamtes nur mehr 101.149 Gäste an. Gleichzeittig wurden 197 988 Übernachtungen gezählt. Das entspricht knapp zwei Übernachtungen pro Urlauber - auch hier liegt der Raum Neumarkt am Ende aller oberpfälzischen Landkreise. Nur die drei kreisfreien Städte haben noch geringfügig schlechtere Zahlen.

Die Auslastung der Hotels und Pensionen - gezählt wurden vom Landesamt Beherbergungsbetriebe mit zehn oder mehr Gästebetten - liegt im Landkreis Neumarkt bei genau einem Drittel - und damit überraschenderweise leicht über dem Durchschnitt (32,7 Prozent) in der Oberpfalz.

Bayernweit können sich dagegen die Beherbergungsbetriebe über eine Zunahme der Zahl der Gästeankünfte im ersten Halbjahr um 4,1 Prozent und bei den Übernachtungen um 2,0 Prozent freuen.

Nach den im Bayerischen Landesamt für Statistik vorliegenden, vorläufigen Ergebnissen zur Monatserhebung im Tourismus stieg die Zahl der Gästeankünfte in Bayern im ersten Halbjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr auf 16,6 Millionen, die Zahl der Übernachtungen nahm auf 41,6 Millionen zu.

Im Inländerreiseverkehr wuchs die Zahl der Gästeankünfte um 3,5 Prozent (Übernachtungen: +1,8 Prozent), im Ausländerreiseverkehr erhöhte sich die Zahl der Gästeankünfte um 5,8 Prozent (Übernachtungen: +2,7 Prozent).

Von wenigen Ausnahmen abgesehen stieg die Zahl der Gästeankünfte und Übernachten aller Betriebsarten. Die Zahl der Gästeankünfte der Campingplätze erhöhte sich in den ersten sechs Monaten 2017 um 21,7 Prozent (Übernachtungen: +20,1 Prozent). Deutliche Zunahmen verzeichneten auch die Ferienzentren, Ferienhäuser und Ferienwohnungen (Gästeankünfte: +12,9 Prozent; Übernachtungen: +5,7 Prozent).

Die Zahl der Gästeankünfte stieg im ersten Halbjahr 2017 in allen sieben bayerischen Regierungsbezirken. Die Zahl der Übernachtungen nahm in Schwaben, Oberfranken, Oberbayern, Unterfranken, der Oberpfalz und Mittelfranken ebenfalls zu. In Niederbayern blieb sie konstant.
08.08.17

Über 14 Tage krank


Gesundheitsreport 2017: Neumarkt liegt im Mittelfeld
Grafik: Techniker Krankenkasse
NEUMARKT. Neumarkt im Mittelfeld: Erwerbstätige im Landkreis waren im letzten Jahr durchschnittlich über 14 Tage krank geschrieben.

Das ist deutlich länger als im bayerischen, aber kürzer als im bundessdeutschen Durchschnitt. Die Regensburger waren nur gut zehn Tage krank, die Schwandorfer blieben dagegen im letzten Jahr über 16 Tage der Arbeit fern.

Der Krankenstand im Landkreis Neumarkt beträgt nach Angaben der Techniker Krankenkasse genau 4 Prozent und liegt damit auch in der Oberpfalz im Mittelfeld. In Bayern liegt dieser Wert bei 3,6, im Bund bei 4,2 Prozent.


Am häufigsten fehlten die Menschen am Arbeitsplatz mit je 15,7 beziehungsweise 16,1 Tagen in Cham und Schwandorf. Obwohl in den beiden Landkreisen ein Rückgang von 0,6 beziehungsweise 0,4 Tagen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen ist, sind sie immer noch die Schlusslichter in der Oberpfalz.

Spitzenreiter bei den genannten Gründen sind Muskel-Skelett-Beschwerden vor Erkrankungen der Psyche sowie Atemwegsbeschwerden.

Im Jahr 2016 fehlte im Schnitt jeder Beschäftigte in Bayern krankheitsbedingt 13,1 Tage am Arbeitsplatz. Das sind 0,3 Tage weniger als im Jahr zuvor. Vor allem die Fehlzeiten wegen Atemwegs- und Muskel-Skeletterkrankungen gingen zurück. Nach dem Rekordhöchststand im Jahr 2015, sanken die Fehlzeiten vergangenes Jahr in Bayern um 2,4 Prozent, bundesweit nur um 1,2 Prozent. Im Bund wurden vergangenes Jahr 15,2 Fehltage je Erwerbstätigen verzeichnet.

"Betriebliche Gesundheitsförderung scheint gerade bei Muskel- und Gelenkserkrankungen allmählich zu greifen. Die erkältungsbedingten Fehlzeiten richten sich nach der Intensität der jeweiligen Grippesaison. Besorgniserregend sind die weiterhin hohen Fehlzeiten durch psychische Erkrankungen", sagt Christian Bredl von der TK.

Für den Gesundheitsreport 2017 wertete die TK die Krankschreibungen der 4,8 Millionen bei ihr versicherten Erwerbspersonen aus. Dazu zählen sozialversicherungspflichtig Beschäftigte und Empfänger von Arbeitslosengeld I. Für Bayern wurden die Daten von rund 650.000 Mitgliedern ausgewertet.
06.07.17

Minus-Rekord bei Straftaten


Im Landratsamt traf man sich zum Sicherheitsgespräch
Foto: Pirkl
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt kann man sicher und ruhig leben: die Zahl der Straftaten ist auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken und die Häufigkeitszahl lag deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt.

Das ist das Resümee aus dem diesjährigen Sicherheitsgespräch, zu dem Landrat Willibald Gailler Polizeipräsident Gerold Mahlmeister vom Polizeipräsidium Oberpfalz, Vizepräsident Michael Liegl, Polizeidirektorin Ursula Fendl von der Verkehrspolizei Regensburg, Kriminaldirektor Franz Schimpel von der Kripo Regensburg, Pressesprecher Werner Schüssel, den Neumarkter Polizei-Chef Polizeioberrat Michael Danninger, den Parsberger Polizei-Chef Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter sowie Polizeihauptkommissar Peter Kemeter von der Autobahnpolizei Parsberg begrüßen konnte.


Zusammen mit den für Sicherheit und Verkehr und Kreisentwicklung zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitern Dr. Marion Robl, Michael Gottschalk, Stefan Berner und Christian Mader des Landratsamtes wurde die Sicherheitslage im Landkreis erörtert.

Die Gesamtzahl der Straftaten ging von 4330 Delikten auf 3610 zurück und lag deutlich niedriger als im Vorjahr und damit auf dem niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre (wir berichteten). Auch die Fälle von schwerer und gefährlicher Körperverletzung lagen 2016 in einem Zehn-Jahres-Tief. Dagegen stieg die Aufklärungsquote erstmals auf über zwei Drittel.

Das gleiche gilt für die sogenannte "Häufigkeitszahl". Sie zeigt die Zahl der Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl an: Sie fiel um satte 17,5 Prozent von 3357 auf 2769.

Nur ganz leicht ist die Gewaltkriminalität im Landkreis gestiegen: von 106 auf 107 Fälle, also um weniger als ein Prozent. Hier lagen in den letzten zehn Jahren die Zahlen nur zwei Mal niedriger.

Die Zahl der gefährlichen oder schweren Körperverletzungen sank ebenfalls im Landkreis Neumarkt: Im letzten Jahre von 87 auf 83 Fälle - auch das bedeutet ein Zehn-Jahres-Tief.

Eine der wenigen Zahlen, die bei der präsentierten Statistik stieg, ist die Aufklärungsquote, 66,7 Prozent aller Straftaten wurden im letzten Jahre geklärt - das ist so viel wie nie.

Sorge bereitet trotz der insgesamt guten Zahlen nach wie vor die Zahl der Wohnungseinbrüche.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist mit 3798 im Landkreis 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 (3812) wieder gesunken (wir berichteten). Im Bereich der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden (467) ist ebenfalls ein Rückgang (Vorjahr: 509) zu verzeichnen. Auch die Zahl bei den dabei verletzten Personen (624) ist deutlich zurückgegangen (VJ:709). Die Zahl der Verkehrstoten hat sich von 14 auf zehn reudziert.

Der Landkreischef dankte der Polizei für die engagierte Arbeit zum Schutz der Landkreisbevölkerung und für die gute Zusammenarbeit. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister hob seinerseits die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Dienststellen des Landratsamtes und Gemeinden im Landkreis Neumarkt hervor.
11.05.17


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