Statistiken aus Bayern

Minus-Rekord bei Straftaten


Im Landratsamt traf man sich zum Sicherheitsgespräch
Foto: Pirkl
NEUMARKT. Im Landkreis Neumarkt kann man sicher und ruhig leben: die Zahl der Straftaten ist auf den niedrigsten Stand der letzten zehn Jahre gesunken und die Häufigkeitszahl lag deutlich unter dem bayerischen Durchschnitt.

Das ist das Resümee aus dem diesjährigen Sicherheitsgespräch, zu dem Landrat Willibald Gailler Polizeipräsident Gerold Mahlmeister vom Polizeipräsidium Oberpfalz, Vizepräsident Michael Liegl, Polizeidirektorin Ursula Fendl von der Verkehrspolizei Regensburg, Kriminaldirektor Franz Schimpel von der Kripo Regensburg, Pressesprecher Werner Schüssel, den Neumarkter Polizei-Chef Polizeioberrat Michael Danninger, den Parsberger Polizei-Chef Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter sowie Polizeihauptkommissar Peter Kemeter von der Autobahnpolizei Parsberg begrüßen konnte.


Zusammen mit den für Sicherheit und Verkehr und Kreisentwicklung zuständigen Abteilungs- und Sachgebietsleitern Dr. Marion Robl, Michael Gottschalk, Stefan Berner und Christian Mader des Landratsamtes wurde die Sicherheitslage im Landkreis erörtert.

Die Gesamtzahl der Straftaten ging von 4330 Delikten auf 3610 zurück und lag deutlich niedriger als im Vorjahr und damit auf dem niedrigsten Wert der letzten zehn Jahre (wir berichteten). Auch die Fälle von schwerer und gefährlicher Körperverletzung lagen 2016 in einem Zehn-Jahres-Tief. Dagegen stieg die Aufklärungsquote erstmals auf über zwei Drittel.

Das gleiche gilt für die sogenannte "Häufigkeitszahl". Sie zeigt die Zahl der Straftaten im Verhältnis zur Einwohnerzahl an: Sie fiel um satte 17,5 Prozent von 3357 auf 2769.

Nur ganz leicht ist die Gewaltkriminalität im Landkreis gestiegen: von 106 auf 107 Fälle, also um weniger als ein Prozent. Hier lagen in den letzten zehn Jahren die Zahlen nur zwei Mal niedriger.

Die Zahl der gefährlichen oder schweren Körperverletzungen sank ebenfalls im Landkreis Neumarkt: Im letzten Jahre von 87 auf 83 Fälle - auch das bedeutet ein Zehn-Jahres-Tief.

Eine der wenigen Zahlen, die bei der präsentierten Statistik stieg, ist die Aufklärungsquote, 66,7 Prozent aller Straftaten wurden im letzten Jahre geklärt - das ist so viel wie nie.

Sorge bereitet trotz der insgesamt guten Zahlen nach wie vor die Zahl der Wohnungseinbrüche.

Die Zahl der Verkehrsunfälle ist mit 3798 im Landkreis 2016 im Vergleich zum Jahr 2015 (3812) wieder gesunken (wir berichteten). Im Bereich der Anzahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden (467) ist ebenfalls ein Rückgang (Vorjahr: 509) zu verzeichnen. Auch die Zahl bei den dabei verletzten Personen (624) ist deutlich zurückgegangen (VJ:709). Die Zahl der Verkehrstoten hat sich von 14 auf zehn reudziert.

Der Landkreischef dankte der Polizei für die engagierte Arbeit zum Schutz der Landkreisbevölkerung und für die gute Zusammenarbeit. Polizeipräsident Gerold Mahlmeister hob seinerseits die hervorragende Zusammenarbeit mit allen Dienststellen des Landratsamtes und Gemeinden im Landkreis Neumarkt hervor.
11.05.17

Weniger Unfälle - aber mehr Tote


Weniger Unfälle, weniger Verletzte, aber mehr Todesopfer im Straßenverkehr: die Statistik der Parsberger Polizei

NEUMARKT. Im Süden und Osten des Landkreises gab es im letzten Jahr weniger Unfälle, weniger Verletzte - aber eine Verdoppelung der Verkehrtoten auf vier.

Das ging aus dem Bericht zur "Verkehrslage 2016" hervor, den die Parsberger Polizeiinspektion am Donnerstag vorstellte. Fast überall gab es deutliche Rückgänge - außer eben bei den Todesopfern.

Nach der Steigerung der Unfallzahlen des letzten Jahres beruhigte sich die Situation im Jahr 2016 deutlich, sagte der Parsberger Polizei-Chef Peter Gotteswinter.

Die Unfallzahlen mit Personenschäden sanken um 11,22 Prozent auf 87 (Vorjahr: 98) Schadensfälle. Dabei wurden 4 (2) Menschen getötet, 116 (133) Personen verletzt, 76 (101) Personen davon leicht, 40 (32) Personen schwer.

Der Bereich der schwerwiegenden Sachschadenunfälle liegt mit 84 (98) Unfällen im Korridor der letzten Jahre.


Bei diesen beiden Unfallgruppen entstand ein Gesamtschaden von gut einer Million Euro. Allerdings dürfte der reale Schaden deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden. Die Kleinunfallzahlen (also Unfälle mit geringfügigen Rechtsverstößen und geringem Schaden sowie Wildunfälle) zeigen sich mit 721 Unfällen (802) um 10,09 Prozent mit klarer Tendenz nach unten. Der Anteil der Wildunfälle davon ist bei einem Rückgang um 15,8 Prozent mit 459 (540) Fällen ausgewiesen. Bei Wildunfällen wurde ein Mensch schwer verletzt, im Vorjahr waren es zwei.

Fälle von "Unfallflucht" schlugen mit einem Wert von 54 (60) zu Buche, wobei 40,74 Prozent der Fälle aufgeklärt werden konnten. Hier dankte Gotteswinter einer ganzen Reihe von guten Zeugen und Hinweisgebern, deren Informationen außerordentlich wichtig waren und weiterhin sind.

Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung blieb mit neun Schadensfällen nahezu auf dem Niveau des Vorjahres. Diese Zahl liegt innerhalb der Durchschnittswerte der letzten Jahre. Bei drei dieser Unfallsituationen wurden insgesamt drei Personen leicht verletzt.

Risikogruppen

In etwa gleich geblieben ist mit 26 (27) der Zahlenwert der aufgenommenen Motorrad-Unfälle. Dabei wurden 24 (24) Personen verletzt, zwölf davon schwer, und ein Motorradfahrer getötet. Ein 19 Jahre alter Biker prallte mit seiner Maschine wegen nicht angepasster Geschwindigkeit am 7.Juli in der Kurvenstrecke bei Breitenbrunn gegen die Schutzplanken. An den Unfallfolgen verstarb der junge Mann etwa eine Woche später (wir berichteten).

11 (9) Fahrradfahrer waren in Unfallgeschehen verwickelt. 7 (5) wurden verletzt, 4 (3) davon schwer.

An insgesamt 10 (9) Unfallgeschehen waren Fußgänger beteiligt, von denen einer starb, sieben leicht und einer schwer verletzt wurden.

Am 18.Februar 2016 wurde am westlichen Stadtrand von Parsberg ein 80jähriger Fußgänger beim Überqueren der Straße von einem Auto erfasst, den der Senior wohl übersehen hatte (wir berichteten). Der Fußgänger starb wenig später im Krankenhaus an den Folgen des Zusammenstoßes.

Die Altersgruppe der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) ist mit 36 (64) Unfällen zwar deutlich unauffälliger als im letzten Jahr, aber dennoch an der Unfallklasse mit schweren Unfallfolgen mit dem höchsten aller Werte beteiligt.

Der Anteil der Unfallbeteiligten der Altersgruppe über 65 Jahren liegt mit 24 (27) Unfällen bei 14 Prozent. Diese Gruppe der Senioren zeigt sich hinsichtlich des geschwindigkeitsbedingten Fehlverhaltens unauffällig und fällt eher durch Vorfahrtsverletzungen und Abbiegefehler auf.

Im vergangenen Jahr ereignete sich erfreulicherweise kein (1) Schulwegunfall.

Raser gestoppt

Neben stationären Geschwindigkeitsmessungen der überregional tätigen Verkehrspolizeiinspektion Regensburg ahndeten die Beamten der Parsberger Polizei bei insgesamt 128 Handlaser-Messstunden 212 gravierende Geschwindigkeitsverstöße im Anzeigen- sowie 236 Verstöße im Verwarnungsbereich. 43 Fahrer wurden wegen Alkoholisierung am Steuer "aus dem Verkehr gezogen" und mit Fahrverboten oder Entzug der Fahrerlaubnis belegt. Unter Drogeneinwirkung wurde ein Fahrzeuglenker entdeckt. Bei einigen fahruntüchtigen Autofahrern wurde eine Trunkenheitsfahrt verhindert. Sie konnten rechtzeitig vor Fahrtantritt von der Polizeistreife gestoppt werden.

Die in weiten Teilen erfreuliche Entwicklung der örtlichen Verkehrsunfallstatistik kann nicht darüber hinweg täuschen, dass sich vielerorts die verantwortungsbewusste Verkehrsteilnahme wie gegenseitige Rücksichtnahme, Achten auf Verkehrstüchtigkeit, angemessenes Geschwindigkeitsverhalten, vorausschauendes Fahren und auch Kleinigkeiten wie vorschriftsmäßiges Parken oder rechtzeitiges Blinken nicht gerade im Aufwind befindet, sagte der Parsberger Polizei-Chef. Permanenter Zeitdruck mit daraus resultierender, persönlicher Hektik, aber auch Anzeichen von Egoismus würden immer mehr um sich greifen.

Die Polizei werde daher wieder viele Kontrollen durchführen, um den einen oder anderen Verkehrsteilnehmer wieder an korrektes Verhalten zu erinnern.
06.04.17

Unter dem Bayern-Schnitt

NEUMARKT. Von 2009 bis 2015 gab es im Landkreis Neumarkt jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle wegen Rückenbeschwerden je 1000 Versicherte – in Bayern waren es durchschnittlich 482,7.

Rückenschmerzen begleiten drei von vier Deutschen im Alltag. Wird der Schmerz quälend, geht die Mehrheit der Betroffenen zum Arzt – oft sogar mehrmals. Die Anzahl Behandlungsfälle wegen Rückenschmerzen variiert allerdings regional erheblich. „Die gute Nachricht dabei: Im Landkreis Neumarkt liegt die Zahl der Behandlungsfälle laut den Daten der Bertelsmann Stiftung unter dem Landesdurchschnitt", sagte Markus Neumeier von der Krankenkasse IKK. Zwischen 2009 und 2015 gab es jährlich durchschnittlich 445,7 Behandlungsfälle pro 1000 Versicherte, während der Durchschnitt in Bayern bei 482,7 lag“.


„Zur Diagnosestellung werden sehr häufig bildgebende Verfahren wie Röntgenuntersuchungen, MRT oder CT eingesetzt. Im Landkreis Neumarkt war dies durchschnittlich 433,3 Mal je 1.000 Versicherte der Fall. Der bundesweite Durchschnittwert liegt bei 397,6, der von Bayern bei 414,2.
17.03.17

Weniger Straftaten im Süden

NEUMARKT. Die Parsberger Polizei spricht in ihrer Jahresbilanzvon einem erheblicher Rückgang der Zahl der Gesamtstraftaten im südlichen Landkreis.

In nahezu allen Deliktsbereichen sanken die Fallzahlen. 18,3 Prozent weniger Delikte bedeutet den niedrigsten Wert seit zehn Jahren, sagte am Donnerstag der Parsberger Polizei-Chef, Erster Polizeihauptkommissar Peter Gotteswinter.

Das sicherste Pflaster war im letzten Jahr wieder Breitenbrunn mit zehn Delikten pro 1000 Einwohner. Am "gefährlichsten" lebte man in Parsberg, wo auf 1000 Einwohner immerhin 44 Straftaten kamen. Ein schiefes Bild zeigt sich übrigens bei der Gemeinde Hohenfels: mehrere tausend US-Soldaten und ihre Angehörige wohnen dort, unterliegen aber nicht dem deutschen Melderecht - trotzdem werden aber alle von ihnen begangene Straftaten bei der Zivilbevölkerung mitgezählt.

Die Übersicht:

Gemeinden Delikte 2015 Häufigkeitsziffer 2015 Delikte 2016 Häufigkeitsziffer 2016
Breitenbrunn 35 10 29 8
Dietfurt 132 21 146 24
Hohenfels 68 31 45 21
Lupburg 36 15 27 11
Parsberg 297 44 253 37
Seubersdorf 83 16 63 12
Velburg 137 26 81 15


Die Aufklärungsquote im Jahr 2016 beträgt stolze 67,7 Prozent (Vorjahr: 73,2 Prozent). Im Jahr 2016 sind 644 (788) Kriminalfälle (- 144 Fälle) ausgewiesen.

Für den Zuständigkeitsbereich der Parsberger Inspektion mit den Gemeinden Breitenbrunn, Dietfurt, Hohenfels, Lupburg, Parsberg, Seubersdorf und Velburg ergibt sich danach eine Kriminalitätsbelastungsziffer von 1858 (2371) Delikten auf je 100.000 Einwohner. Im Vergleich dazu liegt diese Häufigkeitsziffer im Landkreis Neumarkt im Jahre 2016 bei 2769 (3357), im Bereich des Regierungsbezirks Oberpfalz bei 4145 (4181) und bayernweit bei 4785 (4687).


Von den erfassten 644 Straftaten wurden 436 (577) Fälle aufgeklärt. Die diesjährige Aufklärungsquote liegt damit bei 67,7 Prozent (73,2 Prozent). Die Quote der Oberpfalz liegt bei 65,9 Prozent (bereinigt), die bayerische Quote bei 63,7 Prozent (bereinigt). Zu den geklärten 436 Delikten wurden 394 (488) Tatverdächtige ermittelt, wovon 232 Personen bereits polizeilich in Erscheinung getreten waren oder sind.

Insgesamt 60 (80) Tatverdächtige, also 13,8 Prozent (13,9) standen zur Tatzeit unter Alkoholeinfluss. Im Bereich der Gewaltkriminalitätsdelikte waren dies 19 Prozent (36,4), bei den reinen Körperverletzungsdelikten 34,9 Prozent (40,7) und bei den Delikten der Straßenkriminalität 16,7 Prozent (26,7). Mit 25 Tatverdächtigen standen 5,7 Prozent (9,2) unter Drogeneinfluss.

Der Bereich der Diebstahlskriminalität mit 191 Fällen (236) umfasst mit 29,7 Prozent (29,9) den höchsten Anteil an der Gesamtkriminalität und verzeichnete dabei insgesamt einen erkennbaren Rückgang um 19,1 Prozent (- 45 Fälle).

Problemfeld „Wohnungseinbruch-Delikte“

Als Ausreißer in der allgemeinen Straftatentendenz zeigt sich statistisch der Bereich der Wohnungseinbrüche. Nach der aktuellen Statistik stiegen die absoluten Zahlen von 8 auf 25 Fälle. Diese zeitversetzte Entwicklung ergibt sich aus der Systematik der Auslauferfassung. Tatzeitbezogen für das Jahr 2016 ist ein erfreulicher Rückgang von 20 auf zwölf Delikten zu verzeichnen. 15 dieser („PKS“-) Einbrüche zählen nach gegebenen Kriterien zu den Tageswohnungseinbrüchen.

Da es sich bei den Wohnungseinbrüchen um direkte, schwerwiegende Eingriffe in die Privatsphäre und das Sicherheitsgefühl der Bürger handelt, die entsprechende monetäre aber vor allem auch psychologische Auswirkungen haben, liegt hier ein Schwerpunkt der örtlichen Polizeiarbeit, sagte Gotteswinter. Durch präzise Ermittlungsarbeit, intensive Hinführung der Bürger an präventive Möglichkeiten im eigenen Handeln und im Bereich der technischen Sicherung sowie konkrete Fahndungsmaßnahmen werde hier vehement versucht, der aktuellen Entwicklung gegenzusteuern.

Der Bereich der Ladendiebstähle weist einen Rückgang um 53,3 Prozent auf 21 (45) Fälle auf, was allerdings nichts über die tatsächliche Situation und das wohl immense Dunkelfeld aussagt sowie insbesondere vom Einsatz der Ladendetektive abhängt. Die Delikte des Fahrraddiebstahls im gesamten Dienstbereich sind im Berichtszeitraum um drei auf sechs Fälle zurückgegangen.

Der Bereich der Rohheitsdelikte (Körperverletzungsdelikte, Nötigung, Bedrohung, Stalking) liegt trotz eines deutlichen Rückganges um 21 Fälle mit einer Gesamtzahl von 116 Delikten auf Rang 3 der Straftatenbereiche. Fälle von Körperverletzungen häufen sich insbesondere im Zusammenhang mit Veranstaltungen wie Rocknächten, Faschingstreiben und Disco-Betrieb, aber auch im häuslichen Bereich.

Der Sektor der Vermögens- und Fälschungsdelikte zeigt sich mit 110 Fällen und einem Anteil von 17,1 Prozent (21,2) an der Gesamtkriminalität um 57 Fälle stark rückläufig.


Die Straftatenobergruppe wird dabei mit einem Anteil von 88 Prozent von den Betrugsdelikten dominiert, deren Anzahl auf 93 Fälle (146) sank. Delikte der Internetkriminalität bewegen sich dabei auf einem in etwa gleichbleibenden Niveau. Einen weiter sinkenden Wert zeigen die „Tankbetrügereien“ mit 13 (21) Fällen.

Mit einem geringfügigen Anstieg der Zahlenwerte des Vorjahres von 64 Delikten auf 71 Vorfälle nimmt der Bereich der Straßenkriminalität (also Delikte wie Diebstähle, Körperverletzungs- und Sachbeschädigungstaten aller Art, die ausschließlich oder überwiegend im öffentlichen Raum begangen werden) Rang 4 an der Gesamtkriminalität ein. Hier liegt die Aufklärungsquote bei 25,4 Prozent (23,4 Prozent).

Der Sektor der Gewaltkriminalität (Tötungsdelikte, Raub, schwere Sexualstraftaten, aber auch gefährliche und schwere Körperverletzung) weist mit einen Anteil von 3,9 Prozent an der Gesamtkriminalität und 25 Delikten (25) exakt den gleichen Wert wie im Vorjahr auf. Hier wurden 84 Prozent der Fälle aufgeklärt.

Der Bereich der „Häuslichen Gewalt“ zeigt mit 27 (29) Delikten einen leicht rückläufigen Wert. Hier fließen auch die aktenkundig gewordenen zwölf Vorfälle im Bereich der US-Streitkräfte mit ein.

Bei den Delikten der Rauschgiftkriminalität ist mit 34 Delikten (26) eine ansteigende Tendenz zu erkennen, wobei es sich hier natürlich weitgehend um Kontrolldelikte handelt.

Die Anzahl von Delikten gegen Polizeibeamte, wie Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, blieb mit 3 (3) Straftaten gleich. Ein Beamter wurde dabei leicht verletzt. Allgemein ist allerdings eine grundsätzliche Abnahme des Respekts vor Amtspersonen zu erkennen, hieß es.

Die Anzahl der Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung (von sexueller Nötigung bis zur Verbreitung pornographischer Schriften), blieb mit 10 (9) Fällen in etwa gleich.

An politisch motivierter Kriminalität wurden vier relevante Delikte geringerer Intensität aktenkundig. Unbekannte hatten unabhängig voneinander in unterschiedlichen Orten und zu unterschiedlichen Zeiten Hakenkreuze zum Teil in Schnee zum Teil auf der Fahrbahn angebracht. In zwei Fällen eskalierten alkoholisierte Auseinandersetzungen im Skandieren von „Sieg Heil“ oder dem Zeigen des "Hitlergrußes".
16.03.17


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