Kirchen

Viele kleine Helden


Die Kinderosterfreizeit fand in Grafenbuch statt

NEUMARKT. 39 sieben- bis elfjährige Mädchen und Jungen fuhren in der Karwoche zusammen mit acht Mitarbeitern zur Kinderosterfreizeit der Evangelischen Jugend ins Dekanatsjugendhaus Grafenbuch bei Alfeld.

Sie verbrachten fünf abwechslungsreiche Tage bei Geschichten, Singen und vielen Spielen mit dem Thema "Helden".


Viele kleine Helden machten sich mit ihren ehrenamtlichen Betreuern im ehemaligen Forsthaus darüber Gedanken, wer eigentlich ihre Helden sind und was einen Helden auszeichnet.

Beim Geländespiel konnten sich die Teilnehmer selbst als Helden beweisen und die Wollfäden der vermissten Wollhexe wieder einsammeln. Abends rauchten die Köpfe bei Wissens-Spielen. Natürlich wurden auch Ostereier bemalt und es entstanden viele schöne Osterhasen und Küken als Serviettenhalter.

Beim abschließenden "Bunten Abend" durften dann die Kinder das Programm selbst gestalten und boten so einiges: Mehrere Sketche, insgesamt 38 Quizfragen sowie eine Tombola bereiteten sie vor und auch ein am Nachmittag einstudierter Tanz wurde vorgeführt.

Am Samstag, 20. Mai, findet in Freystadt der Kindertag und vom 1. bis 6. September eine Sommerfreizeit in Morsbach statt, bei der es wieder ein buntes Programm geben wird. Nähere Informationen unter Telefon 09181/46256-114 oder per Email Ej.dekanat-neumarkt@elkb.de,
18.04.17

Bald Hochzeit zu Kana


Jesus und die zwei Jünger kehren in der Münsterkrippe beim "Emmaus-Wirt" ein

NEUMARKT. Die Osterfeiertage sind vorbei, aber die Osterzeit dauert noch bis Christi Himmelfahrt. Deshalb zeigt die barocke Münsterkrippe von St. Johannes in Neumarkt noch bis Ende April die Darstellung des Emmausgangs.

Der Evangelist Lukas berichtet, dass zwei Tage nach dem Kreuzestod Jesu zwei Jünger auf dem Weg von Jerusalem nach Emmaus waren und unterwegs Jesus unerkannt mit ihnen ging. Weil es schon spät ist, als sie dort ankamen, blieb Jesus bei ihnen.


In der Münsterkrippe kehren die drei beim Emmaus-Wirt ein. Sie werden gut bewirtet. Als die Jünger Jesus am Brotbrechen erkannt hatten, kehrten sie nach Jerusalem zurück. Sie erzählten dort, dass sie dem auferstandenen Jesus begegnet waren. Laut Lukasevangelium ist der Ort 60 Stadien (etwa 11,5 Kilometer) von Jerusalem entfernt. Zu den Namen der beiden Jünger gibt es in der christlichen Tradition nur Vermutungen. In St. Johannes begleiten Jakobus und Johannes, der sich für sein späteres Evangelium fleissig Notizen macht, den Herrn.

Der Christus in der Münsterkrippe bricht für seine Jünger ungesäuertes Mazzen-Brot, das von religiösen und traditionsverbundenen Juden während des Pessachfestes gegessen wird. Das dünne Brot wird aus Wasser und Getreide ohne Triebmittel gefertigt.

Die Osterkrippe wird Im Hochzeitsmonat Mai von der Darstellung der Hochzeit zu Kana abgelöst werden. Im Lauf des Jahres werden "weitere neue alte Figuren" die Darstellertruppe der Münsterkrippe ergänzen. So arbeitet Holzbildhauermeister Norbert Tuffek in Wendelstein derzeit an einem zwölfjährigen Jesus, der schon bald in einer Darstellung des "Hauses Nazareth" zu sehen sein wird.
17.04.17

"In die Zukunft gehen"


Bischof Hanke bei der Predigt im Eichstätter Dom
Foto: Bernhard Löhlein/pde
NEUMARKT. Für den Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke bewegt die Osterbotschaft "auch heute Menschen, nach vorne in die Zukunft zu gehen".

n seiner Predigt am Ostermorgen im Eichstätter Dom ermutigte er die Gläubigen, die Welt und Gesellschaft mitzugestalten, gerade in einer Zeit, die von Angst geprägt sei. "Wir erleben global einen wachsenden Egoismus in vielfältiger Ausformung wie Nationalismus, Protektionismus, als Suche nach ökonomischer Vorherrschaft und eigennütziger Sicherung von Ressourcen." Dagegen sei die Auferstehung Jesu Gewähr dafür, dass sich Gott in seiner lebensspendenden Liebe nicht eingrenzen lasse. "Für den österlichen Menschen öffnet sich das Leben nach vorne. Zugleich gewinnt das Leben vor und in den Grenzen der Endlichkeit neue Kraft, die Hoffnung. Ostern ist Durchblick, die Sehkraft heißt Hoffnung!"


Als ein Kennzeichen der Gegenwart bezeichnete Bischof Hanke die Sehnsucht der Menschen nach ewiger Jugend. "Für immer jung" sei sozusagen die säkulare Osterverheißung. Der moderne Mensch könne mit seiner Endlichkeit nur schwer leben. Er neige zur Flucht vor seiner eigentlichen Zukunft. Das lasse sich an vielen Beispielen erkennen: zum Beispiel in einem exzessiven Körper- und Fitnesskult, in einer hysterischen Sorge um die eigene Gesundheit oder in der Präimplantationsdiagnostik mit genetischer Qualitätsprüfung des Embryos.

Hinter der Grenze des Todes wage der moderne Mensch nichts Genaues oder gar nichts zu erhoffen. In diese Erfahrung hinein verkünde die Osterbotschaft den Durchbruch des neuen Leben Gottes. Jesus spreche uns Mut zu: "Ich bin erstanden und bin noch und immer bei dir, um dir Teilhabe zu geben. Himmlisches und Irdisches, Ewiges und Sterbliches sind nun verbunden, das meint doch Erlösung", so Bischof Hanke.
pde

16.04.17

Gedanken zum Osterfest

Von Dekan Monsignore Richard Distler

Ob sie wohl durchdringt diese einmalige Botschaft von Ostern, jene unglaubliche Kunde, dass das Leben stärker ist als der Tod?

Hat sie denn noch eine Chance im Lärm, Stress und Getöse unserer modernen Welt? Ist sie denn noch glaubwürdig, wenn wir immer neu mit Nachrichten überschüttet werden von Terror in Einkaufszentren, auf Märkten oder gar in Kirchen wie jetzt erst in Ägypten? Soll da wirklich das Leben stärker sein als der Tod? Kann Ostern überhaupt etwas bewirken, auch wenn heuer das Fest der Auferstehung Christi in allen christlichen Kirchen am 16.April zum gleichen Datum gefeiert wird?

Zwar rücken Christen im Blick auf den Terror derzeit erfreulicherweise noch enger zusammen. Dies spürt man sogar in der gespaltenen Stadt Jerusalem, wo erst kürzlich die Renovierung der Grabeskirche Jesu von allen Christen gemeinsam bewerkstelligt und gefeiert wurde.

Aber was schützt den Menschen vor Enthemmung, vor Hass und Gewalt? Braucht es da nicht geradezu göttliche Gegenkräfte? Die allerstärkste Gegenkraft ist für mich Ostern, also die Feier der Auferstehung Christi. Aber wieso? Da ist gleichsam so etwas wie ein Durchbruch gelungen. Da hat Gott all seine Gegenkräfte in den Sohn, in Jesus investiert und mobilisiert. Da hat er seine grenzenlose Liebe, Hingabe und Barmherzigkeit in die Waagschale geworfen. Ja sogar seinen Mördern hat er verziehen. Er tat es, um all der Unmenschlichkeit, ja sogar dem Tod den Stachel zu nehmen.


Ist das überhaupt zu begreifen? Der Sohn des himmlischen Vaters wagt es, sich auf das ganze Schlamassel unserer Welt einzulassen. Gott aber hat diesen einzig möglichen Weg bestätigt. Aber wie denn? Er bestätigte ihn durch Ostern, durch die Auferweckung Jesu von den Toten. Da zeigt er, dass der Tod nicht das letzte Wort hat. Aber kann man denn an die Auferstehung glauben, so fragen manchmal sogar gläubige Menschen? Es verlangt schon einen sehr starken Glauben, daran festzuhalten: Ostern hat die ganze Welt in Bewegung gebracht. Eine neue Welt soll zum Vorschein kommen wie die Blumen im Frühjahr aus der Erde sprossen.

"Ja sogar die ganze Schöpfung",wie Paulus einmal sagt, "seufzt und liegt in Geburtswehen". Er meint damit: Es wird eine neue und andere Welt "das Licht der Welt" erblicken. Aus der Sicht des Glaubens sind der Tod und die Auferstehung Christi der Durchbruch und der endgültige Beginn dieser neuen Welt, der Beginn des Reiches Gottes. Aber ist eigentlich Ostern in der Bibel glaubhaft berichtet? Ja, gewiss: Ostern und die Erscheinungen des auferweckten Christus gehören zum Urgestein, also zu den frühesten und ältesten Zeugnissen des Neuen Testaments. Schon um das Jahr 44, etwa 10 Jahre nach dem Tod Jesu gab es bereits erste schriftliche Formeln, die seine Herkunft aus dem Geschlecht Davids, seinen Tod und die Erscheinungen des Auferstandenen bezeugen.

Es ist eine ganze Reihe von Jüngerinnen und Jüngern und von Frauen und Männern, die voll hinter dieser Ostererfahrung stehen. Braucht nicht gerade unsere heutige Welt mit den oft täglich erschütternden Nachrichten mehr denn je diese hoffnungsvolle Ostererfahrung? Ostern also nicht zu einem Frühlingsfest verkommen lassen. Ostern wieder neu entdecken. Ostern wieder durchdringen lassen. Dann wird dieses höchste Fest im Kirchenjahr auch für uns heute zu einem Fest voller Kraft, Leben und Hoffnung.

In diesem Sinne Ihnen allen ein gesegnetes Osterfest.
16.04.17


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16. Jahrgang