„Ungehalten und verärgert“


Der Bereich der Autobahnausfahrt Oberölsbach sollte schon 2018 saniert werden

NEUMARKT. Die schon für 2018 geplante Sanierung der Staatsstraße bei der Autobahn-Ausfahrt Oberölsbach wird auch heuer nicht durchgeführt werden.

Das hat der Berger Bürgermeister Helmut Himmler erst im Juni diesen Jahres „nebenbei“ vom Regensburger Bauamt erfahren. Jetzt schrieb er einen geharnischten Beschwerdebrief an den Präsidenten der zuständigen Autobahndirektion Nordbayern. Er sei „ungehalten, erstaunt, verärgert und zugleich verwundert“, schrieb der Gemeinde-Chef.

In seiner nahezu 24jährigen Tätigkeit als Bürgermeister einer bayerischen Gemeinde habe er „ein auch nur ähnliches Agieren einer Behörde noch nicht erlebt“.


Der Streckenabschnitt Klostermühle/A3 bis Oberölsbach der Staatsstraße 2240 im Gemeindebereich Berg bei Neumarkt müßte dringend saniert werden Wiederholt hatte Himmler schriftlich und mündlich„ im Takt tibetanischer Gebetsmühlen“ auf die untragbaren Zustände und mithin auf die Verkehrsgefährdung an den Schnittstellen Staatsstraße/Autobahnzufahrt hinweisen. Immer wieder entstünden dort Schlaglöcher und Wellenbildungen oder Unebenheiten in der Fahrbahn. Darüber hinaus sei abgesprochen worden, daß die Autobahnaus- und –zufahrten saniert werden und „endlich die dringend erforderlichen Abbiegespuren gebaut werden“.

Die gesamte Baumaßnahme sollte in der Zuständigkeit der Autobahndirektion Nordbayern geplant, ausgeschrieben und durchgeführt werden. Die für 2018 geplante Realisierung wurde dann aber ins Haushaltsjahr 2019 verschoben. Passiert sei aber gar nichts und bei einer Besprechung im Staatlichen Bauamt Regensburg habe Himmler im Juni nebenbei erfahren, dass die 2019 vorgesehene Baumaßnahme „nicht stattfinden soll“.

Himmler schreibt in seinem Brief von einer „solch bodenlosen Vorgehensweise einer Mittelbehörde gegenüber einer Gemeinde“ wie sie „vielleicht im 19. Jahrhundert denkbar gewesen“ wäre.

Der Bürgermeister ist offensichtlich stinksauer: in den Schreiben an den Präsidenten der Autobahndirektion Nordbayern kündigte er an, dass die Gemeinde Berg „angesichts der untragbaren Verhaltensweisen“ kein Tauschgrundstück zur Verfügung stellen wird.

Außerdem erwarte der Bürgermeister, dass er endlich über die weiteren Absichten der Planungen verlässlich informiert wird. Er möchte schließlich bei Bürgerversammlungen im nächsten Jahr „nicht erneut in die peinliche Situation geraten, dass die Bürger wissen wollen, was denn nunmehr aus den wiederholt angekündigten Baumaßnahmen wird“.
04.09.19
Neumarkt: „Ungehalten und verärgert“
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