Neue Drehleiter vorgestellt


Die Aktiven der FFW Neumarkt unter dem Rettungskorb am Knickarm der 30 Meter langen Drehleiter.


Aus luftiger Höhe grüßt OB Alois Karl seine Neumarkter.
NEUMARKT. "OB flog aus dem Rathaus" - das wäre eine wahre, aber zugegeben etwas reißerische Überschrift. Denn in Wahrheit flog Alois Karl keineswegs aus seinem Amtszimmer, sondern er ließ sich hinaus fliegen – besser: er schwebte hinaus.

Allerdings durch das im ersten Stock gelegene Fenster des Rathauses, von wo aus er mit der neuen Drehleiter der Freiwilligen Feuerwehr „geborgen“ wurde. Das Spektakel war zugleich der Höhepunkt der

Dem Rathaus aufs Dach geschaut: mit der
neuen Drehleiter kein Problem.
Einweihung der über eine halbe Million Euro teuren 30 Meter langen und mit einem zusätzlichen Knickarm (vier Meter) mit Korb ausgerüsteten Drehleiter.

Die meisten der 68 aktiven Feuerwehrleute waren in schmucker Ausgehuniform zu der Zeremonie vor dem Rathaus erschienen, um Augenzeuge des vierten Großereignisses innerhalb eines Jahres zu werden: War es im September 2004 ein bahnbrechender Brandschutzcontainer, den die Neumarkter Wehr als erste in ganz Bayern erhielt, war es ebenfalls im September 2004 das 20. Jubiläum der Feuerwache an der St.-Florian-Straße und im Dezember 2004 die Anschaffung eines VW-Busses, den die Einsatzleitung und die Jugendfeuerwehr nutzen.

Und jetzt, so orakelte Stellvertretender Landrat Willibald Gailler schmunzelnd, komme dem Neumarkter Oberbürgermeister als Bundestagskandidat die neue Drehleiter als Wahlgeschenk sehr gelegen. Dieser

Die Bürgermeister Arnold Graf und Erich Bärtl sowie Mitglieder
des Stadtrats haben sich zu der feierlichen und spektakulären
Zeremonie eingefunden.
dementierte natürlich postwendend: die Leiter sei bereits in Auftrag gegeben worden, als Bundeskanzler Schröder noch gar nicht an Neuwahlen dachte.

Trotzdem konnte das Stadtoberhaupt einen gewissen Stolz auf die neue Drehleiter nicht verhehlen, und damit auch nicht auf diejenigen, die mit ihr umzugehen verstehen: die „schlagkräftige Truppe“ der aktiven Feuerwehrleute mit einem Durchschnittsalter von 35 Jahren. Sie sind jährlich rund 450 Mal im Einsatz, womit sie „einen großartigen Dienst an der Allgemeinheit“ vollbringen. „Auf sie ist immer Verlass“, resümierte der OB genüsslich, und mit einem Seitenblick auf den Landrats-Stellvertreter: „Knapp 1.500 Einsätze gibt es jährlich im Landkreis Neumarkt, davon durch die Feuerwehr Neumarkt rund 450.“


Mit dem Daumen im Wind geht's himmelwärts: Stadtwerkedirek-
tor Manfred Tylla und Kaplan Wislaw Bujak.
Fotos: Erich Zwick
Freiwillige Feuerwehren seien „Bürgerinitiativen im besten Sinne“ lobte Alois Karl die uniformierten „Persönlichkeiten mit Mut, Tatkraft und sozialer Gesinnung – eben wackere Staatsbürger, die nicht nur Rechte fordern, sondern Pflichten übernehmen.“

Nach dem kirchlichen Segen durch Kaplan Wislaw Bujak und Pfarrer Jürgen Rosen entführte die neue Drehleiter den katholischen Geistlichen und den nicht minder unerschrockenen Stadtwerke-Direktor Manfred Tylla, der am Samstag Geburtstag feierte, dreißig Meter himmelwärts. Ihr Gottvertrauen und ihr Glaube an die Technik brachten sie wieder wohl behalten zurück zur Erde.
Erich Zwick
06.08.05
Neumarkt: Neue Drehleiter vorgestellt
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