„Für Zukunft aufstellen“


Das Kapitelamt wurde in Konzelebration gefeiert
Foto: Christian Schrödl
NEUMARKT. Das Thema Corona-Pandemie zog sich in diesem Jahr durch alle Zusammenkünfte auf dem Kapiteljahrtag des Dekanates Habsberg.

In den Sitzungen der Gremien und im Kapitelsamt ging es um die Frage, wie sich Kirche für die Zukunft aufstellen muss.

In ihrer Konferenz zum Kapiteljahrtag beschäftigten sich die Geistlichen und pastoralen Mitarbeiter des Dekanates intensiv mit den Möglichkeiten für Seelsorge und kirchliches Leben unter den Bedingungen der Pandemie. Die Seelsorger warfen schon einmal einen Blick auf das diesjährige Weihnachtsfest. „Das schlimmste wäre eine Zwei-Klassen-Gesellschaft: Die einen haben Glück und können zum Gottesdienst kommen, die anderen haben Pech und werden nach Haus geschickt“, sagte Dekanatsreferent Christian Schrödl.


In den Pfarreien vor Ort müssten daher Maßnahmenpakate geschnürt werden, um den Menschen an den Feiertagen einen geistlichen Beistand und eine religiöse Heimat bieten zu können. „Vom Live-Streaming bis zum Open-Air-Gottesdienst, vom Hausgottesdienst bis zu den geöffneten Kirchen, von zusätzlichen Wortgottesdiensten bis zum Hinweis auf Fernseh- und Radiogottesdienste muss in den kommenden Wochen alles angedacht werden“, erklärt Schrödl.

Im anschließenden Kapitelamt für die verstorbenen Geistlichen und Mitarbeiter des Dekanates ging der Habsberger Dekan Elmar Spöttle auf die Tagesheilige Theresa von Avila und ihre Aussage „Gott allein genügt“ ein. Im Gottesdienst wurde außerdem eine Kerze entzündet, die das Motto des diesjährigen Weltmissionssonntags „Selig, die Frieden stiften“ trägt. Mit den Spenden, die im Oktober gesammelt werden, sollen schwerpunktmäßig Projekte unterstützt werden, die das friedliche Miteinander der Religionen fördern sollen. Im Mittelpunkt der diesjährigen Kampagne stehen dabei die westafrikanischen LÄnder Niger, Mali und Burkina Faso.

Bei der anschließenden Vollversammlung des Dekanatsrats, dem die Vertreter der Pfarrgemeinden und katholischen Organisationen angehören, berichtete Christian Gärtner, Vorsitzender des Eichstätter Diözesanrats, vom aktuellen Stand des „Synodalen Weges“ der katholischen Kirche in Deutschland.

Bei der Versammlung stellte sich auch Reinhard Weidinger, der neue Verwaltungskoordinator des Dekanates vor, der die Pfarreien in ihrer Verwaltungstätitgkeit berät und unterstützt. Dekan Elmar Spöttle und Dekanatsreferent Christian Schrödl informierten über die ersten Planungen für das nächste Jahr 2021.

Zum Ausklang der Weihnachtszeit am 10.Januar wolle man in die Habsberger Wallfahrtskirche zu einem Nachmittag mit Texten und weihnachtlicher Musik einladen. Im Sommer sei auf dem Habsberg ein Dankeschön- und Begegnungsabend für die ehrenamtlichen Mitarbeiter geplant.

In der Zielgerade seien die Vorbereitungen für eine gemeinnützige Trägergesellschaft für die kirchlichen Kindergärten, die 2021 ihren Betrieb aufnehmen und die Pfarreien vor Ort entlasten soll. Der Seubersdorfer Pfarrer Peter Gräff berichtete von der Ausbildung ehrenamtlicher Notfallseelsorger, die zukünftig in einem ökumenischen Team bei Unfällen oder plötzlichem Tod die „Erste Hilfe für die Seele“ leisten sollten.

Nächste Veranstaltung des Dekanates ist ein Regionaljugendgottesdienst am Samstag, 24.Oktober, um 18 Uhr auf dem Habsberg, bei dem der neue Dekanatsjugendseelsorger Josef Del Mastro begrüßt wird.
16.10.20
Neumarkt: „Für Zukunft aufstellen“
Telefon Redaktion



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