Zwei Zweiradfahrer starben


Auch ein Motorradfahrer starb im letzten Jahr im Bereich der Parsberger Polizei
Foto:Archiv
NEUMARKT. Die gestiegene Zahlen bei Fahrrad-Unfällen bereiten im Landkreis Sorgen - das gilt auch und gerade für den Süden und Südosten.

Im Raum Dietfurt gab es im letzten Jahr sogar einen tödlichen Radler-Unfall, hieß es bei der Vorstellung der Verkehrs-Statistik der Polizeiinspektion Parsberg. Ein 69jähriger Mann starb im April einen Tag nach einem schweren Sturz (wir berichteten).

Auch beim zweiten tödlichen Verkehrsunfall im letzten Jahr im Bereich der Parsberger Polizei war ein Zweirad-Fahrer das Opfer: im November erlitt ein 17jähriger Jugendlicher bei einem Frontalzusammenstoß mit einem Auto bei Lupburg tödliche Verletzungen (wir berichteten). Im Jahr zuvor hatte es in dem von den Parsberger Polizisten betreuten Bereich überhaupt keinen tödlichen Unfall gegeben.

Im Corona-Jahr 2020 fiel die Gesamtzahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Parsberger Polizei um 12,52 Prozent und folgte somit dem bayernweiten Trend und auch der Entwicklung im Gesamt-Landkreis (wir berichteten). Andererseits gab es keine bessere Situation bei den Folgen dieser insgesamt 915 Unfälle: die Zahl der Todesopfer stieg, die Zahl der Verletzten blieb mit 114 genau gleich; allerdings stieg darunter die Zahl der Schwerverletzten von 30 auf 34.


Bei 100 Verkehrsunfällen (2019: 104) gab es im letzten Jahr nur verbeultes Blech. Allerdings liegt der geschätze Schaden bei immerhin über 850.000 Euro, sagte der Parsberger Polizei-Chef, Erster Polizeihauptkommissar Karlheinz Dietl. Der reale Schaden dürfte sogar noch deutlich höher liegen, wenn alle Folgekosten berücksichtigt werden.

Eine Besonderheit im Süden und Südosten des Landkreises ist die ungewöhnlich hohe Zahl von Wildunfällen: Über die Hälfte der Kleinunfälle sind auf „Reh, Wildschwein & Co“ zurückzuführen. Andererseits ging auch hier die Gesamtzahl von 584 auf 538 Unfälle zurück.

Die Anzahl der gemeldeten „Unfallfluchten“ stieg um 13,51 Prozent von 64 auf 74. Davon konnten erfreulicherweise 31 Fälle und damit 42 Prozent geklärt werden. Die Zahl der Verkehrsunfälle mit der Ursache Alkoholeinwirkung stieg leicht von neun auf zehn. Bei vier Unfällen hatten die Verursacher illegale Drogen im Blut.

Bei Motorrad-Unfällen wurden 11 (27) Personen verletzt, 5 (9) davon schwer.

30 (20) Fahrradfahrer waren im letzten Jahr in Unfallgeschehen verwickelt; 28 (18) wurden verletzt, 11 (6) davon schwer.

An insgesamt 5 (5) Verkehrsunfällen waren Fußgänger beteiligt; dabei wurden eine Person schwer und vier Personen leicht verletzt.

Erfreulicherweise ereigneten sich im Jahr 2020 keine Schulwegunfälle.

In einer kleinen Tabelle listete die Polizei auch die Entwicklung der Unfallzahlen in den von der Parsberger Polizei betreuten Gemeinden aufgelistet (In der jeweils zweiten Zeile sind die Zahlen der folgenschweren Unfälle mit Personenschäden oder gravierenden Verkehrsverstößen vermerkt):


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02.03.21
Neumarkt: Zwei Zweiradfahrer starben
Telefon Redaktion


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