"Viele kleine Heizkraftwerke"

NEUMARKT. FLitZ und Grüne fordern eine grundlegende Änderung in der zukünftigen Politik in Neumarkt.

Wesentliche Themenbereiche würden im Haushalt 2006 der Stadt Neumarkt überhaupt nicht berücksichtigt und die Sitzung am Donnerstag sei mit 15 Tagesordnungspunkten "total überladen". Dies beanstanden die Stadträte der Fraktionsgemeinschaft in einer Presseerklärung.

Beinahe gänzlich fehlen nach Meinung der vier Stadtrate konsequente Schritte in Richtung Energieeinsparung und Einsatz alternativer Energien. Noch habe man die notwendigen finanziellen Mittel, um hier beispielhaft und im Interesse aller Bürger auf breiter Ebene tätig zu werden, meint Stadtrat Hans-Jürgen Madeisky mit Blick auf die vorhandenen finanziellen Rücklagen der Stadt. Diese vorhandenen Millionen dürfen nicht für "Jux und Tollerei" ausgegeben werden. Zielsetzung müsse sein, Arbeit insbesondere für die heimischen Betriebe zu schaffen.

Für die im Entstehen begriffenen Häuser im Schönwertgarten forderte Fraktionsvorsitzende Sieglinde Harres erneut ein Blockheizkraftwerk speziell für dieses Bereich. Von Seiten der Stadtwerke müsse mehr in Richtung Energieeinsparung und Einsatz nachwachsender Rohstoffe gewirkt werden. "Erfolg" sei nicht ein jährlicher Zuwachs an verkauften Gas- und Strommengen, sondern eine Einsparung der Verbrauchsmengen.

Nicht nur "der große Schritt einer zu begrüßenden Energiezentrale" sei dazu notwendig, sondern auch viele kleine Heizkraftwerke, über die Stadt verteilt, die sehr viel wirtschaftlicher arbeiten würden als die gebräuchlichen Heiz- Systeme. Angesichts steigender Energiepreise sei dies ein vernünftiger Weg, der Vorrang haben müsse vor dem Bau einer "keinesfalls dringlichen Stadthalle und einer zugehörigen Tiefgarage".

Stadtrat Hans-Walter Kopp empfahl den Verwaltungsleitern, doch einmal in Garmisch nachzufragen, mit welchen Kosten diese Kommune für ihre vergleichbar große Stadthalle und eine zugehörige Tiefgarage rechne. Mit dem in Neumarkt vor allem von der CSU gepriesenen PPP-Finanzierungsmodell laufe man Gefahr "sich selbst zu betrügen". Um eine Bezahlung auf "Heller und Pfennig" werde man damit nämlich keinesfalls umhin kommen.

Handlungsbedarf sieht die Fraktionsgemeinschaft auch mit Blick auf die geplante Ostumgehung. Zwar sei die Autobahnausfahrt Frickenhofen möglicherweise ein Vorteil für die unmittelbar anliegenden Kleingemeinden und Nutzer des nahe liegenden Golfplatzes. In Neumarkt aber sei eine Ostumgehung kaum realisierbar . Der Preis den man dafür bezahlen müsse sei zu hoch, erklärt Johann Georg Gloßner mit Blick auf die Umweltzerstörung, die Lärmbelästigung für Anlieger und die "für die Folgejahre zwangsläufig sich ergebenden Unterhaltskosten", die von der öffentlichen Hand in der Summe nicht mehr zu leisten seien. Gloßner: "Es sei denn, wir belasten die Bürger noch mehr durch Steuern und Abgaben".
26.04.06
Neumarkt: "Viele kleine Heizkraftwerke"

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