Anwohner befürchten Lärm

NEUMARKT. Die Pfadfinder wollten bei einer CSU-Veranstaltung Ängste und Befürchtungen wegen eines Jugendzeltlagerplatzes am Höhenberg aus dem Weg räumen.

Sechs Jahre lang hatten die Pfadfinder ein Zeltplatzgelände am Berliner Ring, direkt neben der Kläranlage. Seit zwei Jahren sind sie auf der Suche nach einem neuen Gelände. Von der Diözese Eichstätt bekamen sie nun ein Grundstück am Marihilfberg angeboten.

Der CSU-Ortsverband Höhenberg veranstaltete deshalb gemeinsam mit der Deutscher Pfadfinderschaft Sankt Georg (DPSG) einen Informationsabend, zu dem neben den Leitern der DPSG und Vertretern des Kreisjugendringens auch Dekan Distler und Bürgermeister Erich Bärtl im Gasthof Almhof erschienen waren.

Nach den Begrüßungsworten von Stadtverbandsvorsitzendem Helmut Jawurek und den DPSG-Vorstände wurde zunächst über das allgemeine soziale Engagement der Pfadfinder in Neumarkt informiert. Denn Pfadfindersein bedeute nicht nur, alten Leuten über die Straße zu helfen, sondern vielmehr "interkulturelles Lernen, Behindertenarbeit, internationale Begegnungen und Einsatz für den Frieden", hieß es.

Bei der Info-Veranstaltung wurde auch eine mögliche Ausstattung des notwendigen Betriebsgebäudes mit sanitären Einrichtungen und zusätzlichen Räumen zu Lagerung von Material vorgestellt.

Viele der anwesendenden Höhenberger brachten ihre Bedenken gegenüber den Zeltplatz zum Ausdruck. Vor allem die "illegalen wilden Feiern" hinter der Sternware würden die Stimmung der Höhenberger "von Wochenende zu Wochenende" verschlechtern. Auch "eine Handvoll Jugendlicher mit Gitarre und Gesang" höre man es bis in den Ort hinein, hieß es. Durch den geplanten Zeltplatz befürchten die Anwohner eine weitere Lärmquelle.

Die Pfadfinder stellten klar, daß es sich bei den Zeltplatz-Mietern um betreute Jugendgruppen handele. Die Kinder und Jugendlichen würden zudem nicht die ganze Zeit auf dem Platz verbringen, sondern auch immer wieder Ausflüge, sei es in den Wald, zur Burgruine Wolfstein oder ins Freibad unternehmen.

Bei der Diskussion hieß es, dass die "fast schon jedes Wochenende illegal stattfindenden Feiern" so ein Ende haben würden oder zumindest eingedämmt werden könnten. Denn gerade die Betreuer der jeweiligen Zeltlager hätten großes Interesse daran, dass ab 22 Uhr Nachtruhe herrscht. Wilde Feiern mit gröhlenden und alkoholisierten Jugendlichen hätten neben einem Zeltplatz, wo Kinder im Alter von acht bis 18 Jahren nächtigen, nichts verloren.

Auch Ängste wegen "ständig hin- und herfahrender Autos für Disco-Besuche" oder wegen des Durchgangsverkehr bei der An- und Abreise wurden von den Pfadfindern zurückgewiesen. Aus Erfahrung wisse man, dass - schon alleine aus Kostengründen - eine Anfahrt mit einem großen Reisebus oder den öffentlichen Verkehrsmittel eher der Realität entsprechen werden.

Selbstverständlich werde es für das Gelände auch einen Zeltplatzwart geben, der sich um die Besucher des Platzes kümmere und auch dafür sorge, dass eine aufgestellte Zeltplatzordnung eingehalten wird.

In den Reihen der DPSG zeigte man sich sicher, dass eine derartige Informations-Veranstaltung gegen Ende Jahres durchaus noch einmal erfolgen sollte. Als nächster Schritt stehe nun die Detail-Planung des Betriebsgebäudes an, der vom Bausenat genehmigt werden müsse.

Einen möglichen Termin für den Baubeginn sehen die Pfadfinder im Frühjahr 2007.
24.07.06
Neumarkt: Anwohner befürchten Lärm
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