Europäische Begegnungsstätte ?

NEUMARKT. Die Zukunft der Klosterburg Kastl ist das Thema einer Anfrage im Bayerischen Landtag, die der Schnaittenbacher Landtagsabgeordnete Reinhold Strobl (SPD) gestartet hat.

Kernfrage ist für ihn, was nach der langen Zeit zermürbender Querelen um das europäisch-ungarische Gymnasium an diesem Ort künftig entstehen wird. Als ideale Nutzung sieht Strobl eine Begegnungsstätte, die den völkerverbindenden europäischen Charakter der ehemaligen Schule weiter tragen könnte.

"Für mich wäre wichtig, dass der europäische Gedanke an diesem Ort wieder einzieht, der jungen Menschen eine tolerante und weltoffene Sichtweise vermittelt. Hier müssen wir von der Staatsregierung konkret wissen, welcher Nutzungsform die historische Klosterburg zugeführt werden soll und wie weit die Planungen hierzu schon gediehen sind", betont Strobl. Angeblich wird zur Zeit daran gedacht, ein College in der Klosterburg einzurichten, nachdem im Vorfeld Pläne für ein Gymnasium geplatzt sind.

Nach jahrelangen Querelen war das 1958 gegründete Europäisch-Ungarische Gymnasium Kastl zum Schuljahr 2006/2007 geschlossen worden und die Anlage der historischen Klosterburg steht seither leer. "Für den Markt Kastl und die umliegenden Gemeinden im Lauterachtal hat die Schließung gravierende Konsequenzen", so Strobl weiter, "An dem Schulbetrieb in der Burg hingen Arbeitsplätze und für die Gewerbe-treibenden des Marktes bedeuteten die Angestellten, Schüler und Besucher eine Einkommensquelle, die in dieser Region von Bedeutung war. Auch die Kommune selbst hat finanziell und infrastrukturell von dem Gymnasium profitiert."

Strobl möchte nicht zuletzt deshalb nun endlich eine dauerhafte Lösung für die Nutzung der Klosterburg, an der alle Beteiligten profitieren: "Ich denke, es wäre der ideale Ort, um das Modell einer Begegnungs- und Bildungsstätte für Jugendliche aus dem europäischen und außereuropäischen Raum umzusetzen. Damit wäre nicht nur die Klosterburg vor dem Verfall gerettet und der Markt Kastl um eine Attraktivität reicher, der bayerische Staat würde auch die Kosten für den Erhalt der Burg durch Pachteinnahmen auffangen können. So wie es jetzt seit mehr als einem Jahr geht, kostet es nur."
sor
30.10.07
Neumarkt: Europäische Begegnungsstätte ?
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