"Ausgezeichneter Ruf"

NEUMARKT. Keine Privatisierung - aber über andere Modelle der Klinik-Führung könne man nachdenken, meint die UPW/FW-Kreistagsfraktion.

Unter dem Vorsitz von OB Thomas Thumann befasste sich die Fraktion ausführlich mit der Situation der Kliniken des Landkreises. Auf Grund der Eindrücke und Kenntnisse, die man durch die Informationsfahrt des Kreistages nach Dachau (wir berichteten) mitgenommen habe, sprachen sich die Kreisräte einmütig gegen jede Art von Privatisierung aus. Doch dürfe und müsse man, so Kreisrat Michael Forster, durchaus über andere Modelle der Fortführung nachdenken. Unter der Leitung von Peter Weymayr werde das Klinikum Neumarkt hervorragend geleitet und habe sich besonders medizinisch einen ausgezeichneten Ruf erarbeitet.

Dennoch dürfe man die Hände nicht selbstzufrieden in den Schoß legen, weil das Innovative Klinikmanagement (IKM) die ökonomischen Ziele erfüllt sehe. Das I von IKM stehe für Innovation, betonte Kreisrat Willibald Kessler, deshalb sollte der Wille und die Bereitschaft des Personals und der Chefärzte zur Innovation immer, vor allem im medizinischen Bereich, im Vordergrund stehen. Schließlich würden sich die gesetzlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen dauernd ändern.

Auch Kreisrat Erich Dorfner wies ergänzend auf die von allen Bürgern spürbaren Entwicklungen im Gesundheitswesen hin und schlug vor, auch an den Kreiskliniken über ein sogenanntes "low-care"-Konzept nachzudenken. Die Bürger sollten sich über Gesundheitsfragen schon als "noch Gesunde" informieren.

Die in Dietfurt sowie in Neumarkt geplanten Gesundheitstage, jeweils am 10. November 2007 würden ein entsprechendes Programm anbieten.

Fatal könnte sich der drohende Mangel an Allgemeinärzten im ländlichen Gemeinden auswirken. Die Freien Wähler werden sich dieser Probleme besonders annehmen, hieß es.

Die UPW-Kreisräte sind sich außerdem darin einig, dass man jedes Bemühen und alle Aktionen für eine gentechnikfreie Landbewirtschaftung im Landkreis unterstützen müsse.

Weiter erinnerte Kreisrat Rupert Faltermeier an die stetig wachsende Aufgabe der Schuldnerberatung. Die Caritas könne die stark steigende Zahl der privaten Insolvenzfälle nicht mehr bewältigen. Die UPW-Fraktion werde deshalb bei den Beratungen zum Haushalt 2008 eine spürbare Anhebung des Zuschussbetrages beantragen.
31.10.07
Neumarkt: "Ausgezeichneter Ruf"
Telefon Redaktion


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