Soll ist übererfüllt
NEUMARKT. "Die Stadt bietet schwerbehinderten Arbeitnehmern in einem weitaus größeren Umfang eine Chance im Berufsleben, als dies vom Gesetzgeber her gefordert wird", so die Feststellung von Oberbürgermeister Thomas Thumann zu den aktuellen Zahlen über den Anteil der Mitarbeiter in der Stadtverwaltung, die zum Personenkreis des Schwerbehindertengesetzes zu zählen sind.
Man sehe dies auch als gutes Signal für den Arbeitsmarkt und die Situation der Betroffenen, "dass wir als Stadt bei der Beschäftigung schwerbehinderter Mitarbeiter mehr als unser Soll erfüllen", erklärte Thumann. Dies sei auch ein Zeichen, dass "wir unsere Verantwortung als Arbeitgeber ernst nehmen."
Die aktuellen Zahlen aus dem Personalamt der Stadt zur Beschäftigungssituation schwerbehinderter Mitarbeiter bei der Stadt zeigen, daß die Stadt ihrer gesetzlich vorgeschriebenen Beschäftigungspflicht nicht nur nachkommt, sondern sie um mehr als zwei Drittel deutlich überschreitet. Während nach dem Schwerbehindertengesetz im Jahresdurchschnitt fünf Prozent aller Arbeitsplätze in einem Betrieb mit Schwerbehinderten besetzt sein müssen, sind es im Bereich der Stadt Neumarkt 8,52 Prozent.
Umgerechnet bietet die Stadt damit statt der geforderten umgerechnet durchschnittlich 19,8 Pflichtarbeitsplätze für schwerbehinderte Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt sogar 33, hieß es.
Derzeit hat die Stadt wieder ihre jährliche Anzeige nach dem Schwerbehindertenrecht zusammengestellt. Dabei muss an die Agentur für Arbeit gemeldet werden, wie viele Schwerbehinderte in einem Betrieb beschäftigt sind.
Der Gesetzgeber hat dabei festgelegt, dass in einem Betrieb mit mehr als 20 Arbeitnehmern mindestens fünf Prozent der im Jahresdurchschnitt vorhandenen Arbeitsplätze von Schwerbehinderten besetzt sein müssen. Unterschreitet ein Arbeitgeber diese Vorgabe, so muss er eine Ausgleichsabgabe entrichten.
07.03.08
Neumarkt: Soll ist übererfüllt