Zum Jahreswechsel


Foto: Hirmer
Liebe Oberpfälzerinnen, liebe Oberpfälzer,

wie bei meinen Vorgängern üblich möchte auch ich die Tradition fortführen, am Ende eines Jahres einen kurzen Rückblick auf das Geschehene und einen Ausblick auf das Kommende beim Bezirk Oberpfalz zu geben. Der Bezirkstag der Oberpfalz wurde durch die Bezirkswahl neu bestimmt und auch das Amt des Bezirkstagspräsidenten wurde neu besetzt.

Ich nahm die Nachfolge von Rupert Schmid gerne an, auch wenn die Verantwortung für rund 2.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und in den Medizinischen Einrichtungen des Bezirks sehr groß ist. Doch ich verspüre Freude, meinen Beitrag zur Bewältigung der Aufgaben, denen der Bezirk gegenüber steht, zu leisten. Ich möchte zusammen mit dem Bezirkstag etwas für die Menschen bewegen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen – für kranke, behinderte und alte Menschen. Sie sind die Hauptklientel des Bezirks, sei es als Patienten in den Bezirkskrankenhäusern, sei es als Hilfeempfänger von Eingliederungshilfe oder Hilfe zur Pflege in Alten- und Pflegeeinrichtungen in der gesamten Oberpfalz.

Der Bezirk als dritte kommunale Ebene ist eine bayerische Besonderheit, und ich bin überzeugt eine gute. Ich halte sie deshalb für gut, weil die Entscheidungen im politischen Gremium durch die von Ihnen gewählten Volksvertreter vor Ort getroffen werden, wo man nah an den Menschen und ihren Problemen ist.

Die große Unbekannte im derzeitigen Handeln ist die Entwicklung der Finanzen in den nächsten Jahren. Steigt die Umlagekraft in der Oberpfalz im nächsten Jahr nochmals um rund 11,5 Prozent und stellt der Freistaat Bayern für das Haushaltsjahr 2009 – trotz der Finanzkrise und der Schwierigkeiten mit der Bayerischen Landesbank – den Bezirken zur Erfüllung ihrer Aufgaben entsprechende Finanzmittel zur Verfügung, so werden aufgrund der wirtschaftlichen Probleme die Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren wohl nicht mehr so gut sein. Fest steht allerdings, dass der Bezirk Oberpfalz dank der sparsamen und wirtschaftlichen Haushaltspolitik meines Vorgängers gut aufgestellt ist und den Herausforderungen der nächsten Jahre bestens gerüstet entgegentreten kann.

Die momentane Finanzsituation ermöglichte es dem Bezirkstag der Oberpfalz, die Bezirksumlage das vierte Mal in Folge zu senken und somit die Oberpfälzer Landkreise und kreisfreien Städte so weit wie möglich zu entlasten. Die nächsten Jahre werden finanziell wohl schwieriger zu meistern sein, dies bedeutet aber nicht, dass zu Lasten der sozial Schwachen, der kranken und behinderten Menschen gespart wird!

Liebe Oberpfälzerinnen, liebe Oberpfälzer,

angesichts der derzeit herrschenden Krisenstimmung in unserem Land möchte ich Sie ermuntern, nicht in das überall anzutreffende Jammern über wirtschaftlich schwierige Zeiten einzustimmen und verzagt oder gar pessimistisch ins neue Jahr zu gehen. Mit Lamentieren kommt unsere Gesellschaft nicht weiter. Wir müssen auch in weniger guten Zeiten mit Optimismus und Zuversicht handeln und die Zukunft gestalten.

Dabei sollte sich die Gesellschaft wieder stärker an vermeintlich „überholten“ Werten, orientieren. Es sind dies weniger die materiellen, die in den vergangenen Jahren so stark im Vordergrund standen. Diese – so haben es die zurückliegenden Monate gezeigt – sind weder sicher, noch von großer Dauer. Wir müssen uns auf die ideellen Werte besinnen, auf das, was eine von den Grundzügen des Humanismus geprägte Gesellschaft ausmacht. Sie sind es, die unsere Zukunft lebenswert machen.

Jeder einzelne sollte unsere Gesellschaft mit gestalten statt dem Geschehen nur zuzusehen und die Handelnden zu kritisieren. Auch der Bezirk Oberpfalz leistet seinen Beitrag zu einer menschlichen Gesellschaft, wenn er beispielsweise jene unterstützt, die der Hilfe der Gemeinschaft bedürfen. Er begleitet in seinen Bildungseinrichtungen in Sulzbach-Rosenberg, Cham und Regensburg junge Menschen beim Erwachsenwerden. Auch wenn der Verwaltungshaushalt für Kultur nur 1,34 Prozent und für Schulen lediglich ein Prozent der Ausgaben vorsieht, so sind beide Aufgabenbereiche in ihrer Bedeutung doch enorm wichtig. Die Schulen vermitteln den Heranwachsenden Bildung ebenso wie der vom Bezirk unterstützte Bezirksjugendring Oberpfalz mit der Jugendbildungsstätte in Waldmünchen im außerschulischen Bereich. Die kulturelle Identität einer Region zu fördern sowie ihre Vielfalt und ihre Besonderheiten herauszustellen und für künftige Generationen lebendig zu halten, dies ist Auftrag des Bezirks, an dessen Erfüllung wir auch in Zukunft arbeiten werden.

Im Namen des Bezirkstags der Oberpfalz und persönlich wünsche ich Ihnen und Ihren Familien ein gutes, gesundes und erfolgreiches Neues Jahr.

Franz Löffler
Bezirkstagspräsident
31.12.08
Neumarkt: Zum Jahreswechsel

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