Große Pläne in Hausheim


In Hausheim soll der Radtourismus aufblühen.


Das ehemalige Schulhaus soll saniert werden.
NEUMARKT. Ein neues Gemeinschaftsprojekt mit den Zielsetzungen "Förderung Radtourismus und Vitalisierung der Dorfgemeinschaft" ist in der Gemeinde Berg in Vorbereitung.

Nach Vorstellung von Bürgermeister Helmut Himmler soll die Kommune im Rahmen des Tourismusprojektes Labertal – an das die Gemeinde Berg und somit der Großraum Nürnberg über den "König-Ludwig-Radweg" am alten Ludwigskanal angebunden ist - das Gebäude des ehemaligen Schulhauses im Gemeindeteil Hausheim grundlegend sanieren und die Nutzung ausweiten.

Denkbar wären Nutzungen durch die Feuerwehr, Sportgruppen, örtliche Jugendarbeit, kulturelle Verwendung und auch ein Ausstellungsraum wäre sinnvoll. Vor allem könnte durch eine Generalsanierung des Gebäudes für das Dorfleben in Hausheim mit seinen Nachbardörfern viel Positives erreicht werden. Das bestehende Gebäude bildet mit der Kirche "St. Peter und Paul" und weiteren Wohngebäuden den historischen, schmucken Kern des Ortes am Kaltenbach und muss nach Auffassung des Bürgermeisters auf jeden Fall als ortsprägendes Gebäude erhalten und für kommende Generationen gesichert werden.

Bereits in der kommenden Sitzung will Himmler dem Gemeinderat das neue Projekt erläutern, das über Leader–Mittel gefördert und in Zusammenarbeit mit der REGINA umgesetzt werden soll. In einer Bürgerversammlung am 4. Februar – Gasthaus "Zum Ross", 19.30 Uhr – will das Gemeindeoberhaupt mit den Hausheimer Bürgern das Vorhaben diskutieren.

Die Entstehung Hausheims – am Fuße des Dillbergs gelegen – wird auf das 9. Jahrhundert datiert. Die erste urkundliche Erwähnung findet sich 1184. Der Ortsname leitet sich von der Flurbezeichnung "Zu den Husen" ab und Hausheim war wohl Quartier an der fränkischen Heerstraße zwischen Altdorf und Neumarkt.

Schwer gelitten haben die Bewohner des Ortes während des 30jährigen Krieges (1618 – 1648) sowie den Napoleonischen Kriegen (1803 – 1815), als Hausheim von französischen Truppen besetzt war und die Bewohner des Dorfes auf den Dillberg fliehen mussten.

Hausheim war auch verbunden mit dem Deutschen Orden und der Niederlassung in Nürnberg. 1284 schenkte Heinrich der Ältere von Burgthann dem Deutschorden in Nürnberg acht Hausheimer Höfe und eine Mühle. Später hatten insgesamt 21 Hausheimer Höfe ihre Abgaben an das Elisabethspital in Nürnberg zu leisten und erst nach rund 500 Jahren wurde im Jahre 1855 die "Zehntpflicht" durch die Pfarrei Hausheim abgelöst.
23.01.10
Neumarkt: Große Pläne in Hausheim

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