Weitere Ampel


Vertreter von Polizei, Straßenbauamt, Landratsamt und Gemeinde trafen sich in Berg.

NEUMARKT. An der Ortsdurchfahrt in Berg soll auf Höhe der Raiffeisenbank eine fest installierte Druckknopf-Ampel gebaut werden.

Die Ortsdurchfahrt wird nach Auskunft von Bürgermeister Helmut Himmler Tag für Tag von rund 9500 Fahrzeugen frequentiert. Dabei liegt der Anteil des Schwerlastverkehrs bei 450 Fahrzeugen pro Tag. Für Kinder und ältere Menschen sei das Überqueren der Staatsstraße mit erheblichen Gefahren verbunden.

Vor diesem Hintergrund traf sich Himmler jetzt mit Vertretern des Straßenbauamtes, des Landratsamtes sowie der Neumarkter Polizei vor Ort in Höhe der Raiffeisenbank in Berg zur Begutachtung der Situation.

Jörg Degenkolb, stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Neumarkt, Erwin März und Christian Mader vom Landratsamt Neumarkt sowie Stefan Leikam vom Straßenbauamt Regensburg waren sich mit dem Bürgermeister und Bernhard Birgmeier vom Bauamt der Gemeinde Berg einig, keine mobile und damit vorläufige Lichtzeichenanlage zu errichten, sondern wegen der hohen Verkehrsbelastung an der Staatsstraße "konsequent zu handeln". Daher wird bis zur Sommerpause nach erfolgter Ausschreibung der Ampel und Absenkung der Gehwege auf Höhe der Raiffeisenbank und der Verlegung der erforderlichen Stromkabel eine fest installierte Druckknopf- und damit eine Bedarfsampel errichtet.

Mit dieser Entscheidung kann letztlich eine Initiative von SPD-Gemeinderat Norbert Nießlbeck – der selbst Polizeibeamter ist – erfolgreich abgeschlossen werden. Nießlbeck hatte wiederholt argumentiert, dass zwar an der Schule, der Zufahrt zum Sophie-Scholl-Platz und der Apotheke und dem Kindergarten sichere Querungshilfen vorhanden seien – nicht aber im südlichen Bereich von Berg. Gerade dort habe sich in den letzten Jahren Gewerbe und Handel entwickelt und auch der Jugendtreff sowie die Bushaltestelle würden auf eine weitere Beampelung "geradezu hinweisen".

Himmler zeigte sich froh, dass mit der getroffenen Entscheidung die Verkehrssicherheit für Kinder und ältere Menschen wesentlich verbessert werden köne und dankte den Behördenvertretern für die "zielorientierte Kooperation".

Abgesehen von dieser anstehenden Maßnahme könne die Verkehrsbelastung erst durch die anstehende Ortsumgehung von Berg reduziert und als Folge die Sicherheit an der Berger Hauptstraße weiter verbessert werden. Die Umfahrung des Ortes werde etwa zwei Drittel des Durchgangsverkehrs aus dem Ort leiten. Trotzdem werde Berg zu keinem toten Ort, da der sogenannte Ziel- und Quellverkehr noch immer bei mehr als 3000 Fahrzeugen pro Tag liegen werde.

Derzeit läuft das Verfahren für die Aufnahme von Straßenbaumaßnahmen des Staates für den 7. Ausbauplan. Bürgermeister Helmut Himmler geht fest davon aus, dass die Ortsumfahrung Berg wegen der hohen Belastung und einem günstigen Kosten–Nutzen–Verhältnis in die erste Dringlichkeit kommen wird. Somit könnte das Planfeststellungsverfahren verbunden mit dem am Ende des Verfahrens stehende Baurecht und während der kommenden zehn Jahre der Bau durch den Freistaat Bayern durchgeführt werden. Er werde die Realisierung der Umgehung weiter vorantreiben, weil es dazu "keine verantwortbare Alternative" gebe.
29.03.10
Neumarkt: Weitere Ampel
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