Weiter ungeschlagen

NEUMARKT. Auch im siebten Kampf waren die Neumarkter ASV-Ringer nicht zu bremsen. Obwohl der TSV Zirndorf hoch motiviert und mit vollbesetzter Mannschaft anreiste, reichte es den Mittelfranken im Kampf um die Tabellenspitze nicht für einen Sieg.

Der ASV bleibt somit die gesamte Vorrunde ungeschlagen und geht mit einem Polster von "vier Punkten plus" in die Rückrunden, was im Kampf um die Tabellenspitze einen deutlichen Vorteil verschafft.

Trotz der letztlich deutlichen Niederlage kämpfte der TSV bis zum Schluss verbissen und verkaufte sich auch nach einem nicht mehr einholbaren Rückstand so teuer wie möglich. Somit hatte das mit vielen Neumarktern und auch aus Zirndorf angereisten Fans vollbesetzen Turnerheim stets spannende Kämpfe zu sehen.

Im ersten Kampf ging Markus Felber trotz deutlichem Gewichtmachen hochkonzentriert ans Werk und schulterte Stephan Keck noch in der ersten Runde (4:0). Im zweiten Kampf wurde es deutlich spannender. Alex Reimann stand hier dem über 25 Kilo schwereren Aznavur Sarkassian gegenüber. In der ersten Runde konnte der TSVler seinen Gewichtsvorteil noch gut einsetzen. Ab der zweiten Runde stellte sich Reimann aber besser auf seinen Gegner ein und gewann die folgenden drei Runden mit 1:1 1:0 und 1:0 (7:1).

Wie gewohnt ließ Neuzugang Robert Bucsa seinem Gegner nicht den Hauch einer Chance und gewann den Kampf nach drei Runden mit technischer Überlegenheit (11:1). Obwohl Tobias Schmid wegen Asthma-Problemen stark gehandicapt ins Rennen ging , was nach jeder Runde immer deutlicher zur Geltung kam, setzte sich Schmid schlussendlich mit 3:0 gegen Florian Dollaman durch (14:1).

Im letzten Kampf vor der Pause setzte Sascha Klein den ersten Meilenstein zum Mannschaftssieg. Gegen Phillip Kerscher gewann er die erste Runde technisch überlegen mit 7:0. In Runde zwei schulterte er den TSVler nach der ersten Aktion. Somit stand es zur Pause 18:1 für den ASV. Zum ersten Mal in der Saison gingen somit die ersten fünf Kämpfe an Neumarkt. Für einen Sieg müsste Zirndorf demnach die kommenden fünf Kämpfe alle hoch gewinnen.

In den folgenden beiden Kämpfen ging es deutlich härter ans Werk, wobei der Ölsbacher Kampfrichter Ghassabian nac Meinung der Neumarkter deutlich unsicher agierte. So zeigte er Christian Grasruck (84 Kilo, griechisch-römisch) in Runde zwei die passive Lage an, obwohl er sich dem Kampf deutlich aktiver stellte als sein Gegenüber Christian Götz. Auch verwarnte er den Neumarkter zweimal wegen angeblicher Beinarbeit, hieß es vom ASV. So verlor Grasruck den ersten Kampf unverdient hauchdünn mit 0:3 (18:4).

Im Kampf bis 66 Kilo griechisch-römisch standen sich die bislang unbesiegten Ringer Arthur Wiebe und Talha Cakirgöz gegenüber. Cakirgöz ging deutlich passiver in den Kampf und hinderte nach Meinug der Neumarkter Wiebe immer wieder durch Passivität an möglichen Aktionen, was durch den Kampfrichter allerdings nicht geahndet wurde. Der Kampf ging schließlich mit 1:3 an Zirndorf ging (19:7). Allerdings sollten dies die letzten Punkte für die Mittelfranken sein.

Im Kampf um 84 Kilo Freistil erkämpfte sich Thomas Kreml Stück für Stück mit Beinangriffen und geschickten Angriffskontern seine Punkte für einen 3:0 Sieg (22:7). Damit war der Sieg für den ASV in trockenen Tüchern.

Doch trotzdem wurde es im Turnerheim nicht langweilig. In der Klasse bis 74 Kilo griechisch standen sich ASV-Ersatzmann Manuel Schmid und Roland Menrath gegenüber. Schmid erkämpfte sich taktisch clever die erste Runde mit 1:0. In Runde zwei konterte er einen gut ausgeführten Untergriff des TSVlers und bog Menrath dabei auf die Schultern, wobei sich dieser offensichtlich schmerzhaft verletzte (26:7).

Im letzten Kampf des Abends zeigte Coach Armin Prantl wieder einmal seine ganze Routine und wartete geduldig auf seinen Spezialgriff. Obwohl sein Gegner Niklas Persch auf Prantl eingestellt wurde, ging er noch in Runde eins auf die Schultern (30:7)

Mit diesem deutlichen Sieg gegen den Tabellenzweiten setzte der ASV ein deutliches Zeichen auf die Anwartschaft zum Meistertitel in der Landesliga Nord und zum möglichen Aufstieg in die Bayernliga.

Am nächsten Samstag steht die ASV-Staffel nun dem RCA Bayreuth auswärts gegenüber, der aber bereits in der Vorrunde mit 32:10 niedergerungen wurden konnte. Die nächsten Konkurrenten Schonungen und Zirndorf müssen vorerst ihre Wunden lecken und auf einen Ausrutscher des ASV hoffen, um noch eine Chance auf den Meistertitel zu erlangen.
21.10.12
Neumarkt: Weiter ungeschlagen
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