Mehr Sozialhilfe

NEUMARKT. Die Bruttoausgaben für Sozialhilfe nach dem Bundessozialhilfegesetz lagen in Bayern im Jahr 2004 bei 3,31 Milliarden Euro und damit um 6,8 Prozent höher als im Jahr 2003. Damals waren die Ausgaben im Vorjahresvergleich um 5,2 Prozent gestiegen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhöhten sich die Leistungen für beide Hauptarten der Sozialhilfe prozentual etwa gleich stark: Die Hilfe zum Lebensunterhalt erforderte im Berichtsjahr 0,87 Milliarden Euro und die besonders gewichtige Hilfe in besonderen Lebenslagen bereits rund 2,45 Milliarden Euro an Ausgaben. Die Reinausgaben für Sozialhilfe betrugen 2,73 Milliarden Euro (plus 5,2 Prozent), das sind 220 Euro pro Kopf der Bevölkerung.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung nahmen die gesamten Sozialhilfeausgaben in Bayern im Jahr 2004 gegenüber dem Vorjahr um 6,8 Prozent auf brutto 3,31 Milliarden Euro zu. Die Sozialhilfe wurde 2004 letztmals nach dem Bundessozialhilfegesetz (BSHG) gewährt. Mit Einführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende nach dem SGB II (Zusammenlegung von Arbeitslosen- und Sozialhilfe) im Januar 2005 wurde auch das BSHG vom Zwölften Buch des Sozialgesetzbuches (SGB XII) abgelöst.

Zum Anstieg der Sozialhilfeausgaben trugen die beiden Hauptarten Hilfe in besonderen Lebenslagen und Sozialhilfe zum Lebensunterhalt prozentual etwa gleich stark bei. Der Aufwand für erstere stieg binnen eines Jahres um rund 6,8 Prozent auf brutto 2,45 Milliarden Euro, wovon allein für den kostenintensiven Teilbereich Eingliederungshilfe für Behinderte 1,67 Milliarden Euro anfielen (+ 4,8 Prozent).

Bezogen auf die Gesamtausgaben für Sozialhilfe betrug der Anteil der Hilfen in besonderen Lebenslagen (wie im Vorjahr) rund 74 Prozent und der für Eingliederungshilfe Behinderter 50,5 Prozent. Bei der anderen Hauptart, nämlich der (in der öffentlichen Diskussion meist als „Sozialhilfe“ verstandenen) Sozialhilfe zum Lebensunterhalt, ergab sich binnen eines Jahres eine Steigerung um 6,9 Prozent auf 0,87 Milliarden Euro. 2003 verringerte sich der Bruttoaufwand für diese Hilfeart dagegen noch um 1,7 Prozent, wohl wegen der seit Anfang 2003 bestehenden neuen Grundsicherung für hilfebedürftige Ältere und voll Erwerbsgeminderte. Der Anteil der Leistungen für die Sozialhilfe zum Lebensunterhalt an den Gesamtaufwendungen für Sozialhilfe belief sich 2004 (wie im Vorjahr) auf rund 26 Prozent.

17,5 Prozent der gesamten Bruttoausgaben konnten im Jahr 2004 durch Einnahmen (vor allem aus Erstattungen anderer Sozialleistungsträger) gedeckt werden. Damit beliefen sich die so genannten Reinausgaben der Sozialhilfe insgesamt in diesem Jahr auf 2,73 Milliarden Euro, um 5,2 Prozent mehr als im Jahr davor. Die Sozialhilfebelastung - darunter versteht man die Reinausgaben je Einwohner - ist daher von 210 Euro im Jahr 2003 auf 220 Euro im Jahr 2004 gestiegen.
25.07.05
Neumarkt: Mehr Sozialhilfe
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