3,3 Millionen für Wege


Ländliche Wege weisen erhebliche Schäden auf

NEUMARKT. Berching, Deining, Mühlhausen und Sengenthal erhalten 3,3 Millionen Euro Fördermittel, um ihr "interkommunales Kernwegenetz" auszubauen.

Die vorhandenen landwirtschaftlichen Wege und Straßen sollen damit verbessert werden.

Das Amt für Ländliche Entwicklung Oberpfalz hat dazu ein Verfahren "AOM Kernwegenetz 1" eingeleitet und die Fördermittel in Aussicht gestellt.

Die rasante Entwicklung in der Landtechnik mit größeren, schwereren Transport- und Erntemaschinen sowie höheren Fahrgeschwindigkeiten überfordern vielfach das ländliche Wegenetz, hieß es dazu. Zudem drängten immer mehr Radfahrer und Spaziergänger, aber auch Autofahrer auf die früher rein landwirtschaftlich genutzten Wege. Ein großer Teil der ländlichen Wege und Straßen weise erhebliche Schäden auf.


Die bayernweite Initiative der Verwaltung für Ländliche Entwicklung zur Ertüchtigung des ländlichen Kernwegenetzes hat den Ausbau eines zukunftsfähigen Netzes landwirtschaftlicher Hauptwirtschaftswege zum Ziel. Die Kommunen werden dabei von den Ämtern für Ländliche Entwicklung umfassend, also von der Planung über die Bodenordnung und die Finanzierung bis zur baulichen Umsetzung unterstützt.

Das Konzept zum ländlichen Kernwegenetz im Gebiet des Aktionsbündnisses Oberpfalz-Mittelfranken wurde in enger Zusammenarbeit mit den Kommunen, dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, der landwirtschaftlichen Berufsvertretung, der Unteren Naturschutzbehörde und den Tourismusverbänden erarbeitet.

Der Ausbau der Wegeverbindungen findet auf bestehenden Trassen statt, um den Flächenverbrauch gering zu halten und die Naturverträglichkeit zu gewährleisten. Zudem wird bei den Maßnahmen auf eine geregelte Wasserführung geachtet, bei der möglichst viel Wasser in der Fläche zurückgehalten wird. Der notwendige Grunderwerb liegt in der Verantwortung der Kommunen und soll auf freiwilliger Basis erfolgen.

Das Konzept "Ländliches Kernwegenetz AOM" wurde für alle zehn Mitgliedsgemeinden des interkommunalen Zusammenschlusses "Aktionsbündnis Oberpfalz-Mittelfranken" erstellt. Die Umsetzung im oberpfälzischen Teil des AOM-Gebietes erfolgt über zwei Verfahren der Ländlichen Entwicklung, die zeitlich gestaffelt eingeleitet werden. Zunächst werden im "AOM Kernwegenetz 1" in den nächsten vier Jahren in Berching, Deining, Mühlhausen und Sengenthal rund 20 Kilometer ländliche Kernwege ausgebaut. Es ist beabsichtigt, in den Jahren 2020 und 2021 ein weiteres Flurneuordnungsverfahren, das "AOM Kernwegenetz 2" für Berngau, Freystadt, Postbauer-Heng und Pyrbaum anzuordnen.
17.05.17
Neumarkt: 3,3 Millionen für Wege

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