Plus fünf Prozent

NEUMARKT. In Deutschland ist im ersten Halbjahr fast ebenso viel Mineralwasser getrunken worden wie in den ersten sechs Monaten 2004. Noch besser die Entwicklung im Landkreis Neumarkt: nach einem verhaltenen Absatz in den ersten Monaten dieses Jahres haben insbesondere die Monate Mai und Juni dazu beigetragen, dass das Vorjahresabsatzergebnis beim regionalen Marktführer Neumarkter Mineralbrunnen um fünf Prozent übertroffen worden ist.

Die jetzt veröffentlichen Zahlen des Verbandes Deutscher Mineralbrunnen (VDM), bei dem der Neumarkter Mineralbrunnen als einziger Brunnen des Landkreises Neumarkt Mitglied ist, zeigen auch, dass im ersten Halbjahr der Absatz von kohlensäurefreiem Mineralwasser um nahezu ein Viertel gesteigert werden konnte. Ein Rückgang wurde dagegen beim klassischen kohlensäurehaltigen Sprudel verbucht.

Ebenso wie beim bundesweiten Trend liegt auch im Landkreis Neumarkt ein wichtiger Grund für den starken Anstieg bei kohlensäurefreien und stillen Wässern im Imagewandel des Mineralwassers vom reinen Durstlöscher zum "Wellnessgetränk".

So hat zum Beispiel der Neumarkter Mineralbrunnen mit der diesjährigen Markteinführung von NM Wellness ROSE (einem Apfel-Guavengetränk mit Litchi Rosengeschmack und Sojaprotein) und NM SPORT Pfirsich (isotonisches Erfrischungsgetränk mit Aloe Vera und hohem Folsäureanteil) eben diesen Trend zum richtigen Zeitpunkt erkannt, heißt es in einer Presse-Mitteilung.

Laut Verband Deutscher Mineralbrunnen e V. ist der Wunsch nach Gesundheit und Fitness ausgeprägter denn je. Der Kampf gegen Übergewicht und die Anforderungen an jeden, sich selbst aktiv und eigenverantwortlich um die Gesundheit zu kümmern, würden hierzu beitragen. Natürliches Mineralwasser, kalorienfreie und kalorienarme Getränke lägen damit voll im Trend.

Als wichtigen Wirtschaftsindikator bezeichnet der Verbandsvorsitzende Stubbe die 226 deutschen Brunnenbetriebe, die zu über 90 Prozent mittelständische Unternehmen sind. Sie seien in ihrer Region wichtige Arbeitgeber, die insgesamt 15.600 Mitarbeiter beschäftigen. Ständige Investitionen in Technik, Verpackung und die Entwicklung neuer Getränke sicherten somit auch beim Neumarkter Mineralbrunnen regionale Arbeitsplätze.

Zunehmend schwierig gestalte sich die Erlös-Situation, da im Discounthandel der Absatz von Billigwässern steige. Die oftmals aus weit entfernten Gebieten stammenden Wässer würden allein schon aufgrund der langen Transportwege nicht unerheblich die Umwelt belasten. Selbst die wohlgemeinte Verpackungsordnung und der damit einhergehende Umweltschutzgedanke begünstige die Entwicklung bei den Discountern durch den so genannten "Pfandschlupf". Dies bedeutet, dass der Handel von dem vereinnahmten Pfand für nicht zurückgegebene Einwegflaschen profitiere und dies in der Kalkulation berücksichtige.

Diese schwierige Marktsituation veranlasst jedoch den Neumarkter Mineralbrunnen den konsequenten Weg des umweltfreundlichen Mehrwegsystems vollumfänglich aufrechtzuerhalten, heißt es in der Presse-Mitteilung. Die Ökologie der kurzen Wege und der Aufrechterhaltung des Mehrwegsystems begründee ein nachhaltiges wirtschaften und werde als ein wichtiges Instrument zur Verbesserung des Umweltschutzes auch künftig über das Interesse kurzfristigen Gewinnstrebens gestellt.
02.08.05
Neumarkt: Plus fünf Prozent
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