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Leserbriefe

Neue Asphaltmischanlage

Dr. W.-D. Nahr fragt die Buergermeister von Mühlhausen und Berching nach der Infomationsveranstaltung der Firma Boegl im Bender-Saal, was sie von den am vergangenen Mittwoch vorgetragenen Informationen zur neuen Asphaltmischanlage an der Grenze beider Gemeinden halten. Berchings Bgm Eisenreich antwortet: "Wenn alle Vorschriften eingehalten werden, dann werden wir auch zu der Anlage stehen muessen, wir leben in einem Rechtsstaat."

Vorauseilender Gehorsam. Dazu brauchts keinen Buergermeister.
Dabei gaebe es berechtigte Forderungen: z.B. nach einer foermlichen Beteiligung der Oeffentlichkeit, was die Sprecher der Firma Boegl in der Versammlung vorerst rundweg ablehnten.

Zur Information: Errichtet werden soll, und vermutlich ist da schon alles in trockenen Tuechern, eine Asphaltmischanlage mit einer Jahresproduktion von 150.000 t. Die alte Brecheranlage fuer Abbruchmaterial von bitumengebundenen Strassendecken wird aus Sengenthal auch hierher verlagert, sie soll pro Jahr 50.000 t Recycling-Splitt erzeugen. Aus der Verfeuerungsanlage komme kaum Staub, sagten die Boegl-Experten, etwa eine halbe Mehltuete pro Stunde (was in 8 Monaten Betrieb rd. 6 Kubikmeter ausmachen wuerde ! ). Kohlenmonoxid bleibt 50 % unter dem gesetzlich vorgegebenen Limit. Es gebe zwar die fuer Asphaltmischanlagen charakteristischen Geruchs-Emissionen und auch den Ausstoss von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, aber bezueglich der in der TA Luft festgelegten Grenzwerte alles unter der Nachweisgrenze. Auch die Laerm-Immissionen in Bachhausen, Erasbach und dem Berchinger Industriepark liegen mit 47 bzw. 49 Dezibel im genehmigungsfaehigen Bereich.

Aussagen gab es auch zum Lkw-Verkehr. 8 Fahrzeuge pro Stunde sollen es sein. Was sich nicht ganz erschliesst. Denn 150.000 t angeliefertes Material + 50.000 t Recyling-Bruch + 4.000 t Braunkohle = 250.000 t wird verarbeitet und auch wieder abtransportiert, macht rund 500.000 t pro Jahr (in 8 Monaten = incl. Samstagen, abueglich Feiertage: rd. 200 Werktage) = im Mittelwert 2.500 t pro Tag. Bei 25 t pro Lkw sind das 100 Lkw am Tag, die herfahren und wieder zurueck, macht 200 Lkw-Fahrten pro Tag. Im Mittel ! Bei Hochbetrieb 400 Lkw-Fahrten. Ist zu befuerchten.

Stellen sich die Fragen, z.B. wie die krebserregenden Stoffe und der charakteristische Geruch durch Filter und Gas-Waesche vermieden werden kann, wie die Laerm-Immissionen noch reduziert werden koennen, wie der duch den Lkw-Verkehr verursachte Laerm zu vermindern ist. Und obs denn ueberhaupt genau dieser Standort, 500 Meter auf der einen und 1.500 Meter auf der anderen von Wohnsiedlungen und einem Industriegebiet mit rund 1.000 Abeitnehmern ueberhaupt sein muss. Da ist ein Buergermeister gefordert und kann sich nicht hinter der Aussage abducken: Wenn Vorschriften eingehalten werden, kann man nichts machen.

Josef Mayer, Berching, 22.1.2016
Telefon Redaktion


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