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Leserbriefe

„Seit an Seit mit Verharmlosern der Schoa“

Am vergangenen Samstag fand in der Neumarkter Innenstadt ein Demozug „für Freiheit und gegen die Impflicht“ statt. Über die schiere Anzahl der Menschen waren wohl nicht nur die Organisatoren sondern auch die Polizei überrascht. Eine Demonstration wie diese zeigt aber doch eindrücklich wie robust und standhaft unsere Demokratie ist und das wir eben nicht in einer wie auch immer gearteten Diktatur leben. Oder wie erklären sich sonst die Demonstrierenden den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung?

Eine Demonstration wie diese, sind die Motive noch so unverständlich, muss unsere Gesellschaft tolerieren und ja, auch ein Stück weit ertragen können. Trotz eines gefährlichen und heimtückischen Virus, der unser aller Gesundheit bedroht. Trotz eines Gesundheitssystems, das bis an den Rand der Belastbarkeit und darüber hinaus beansprucht wird. Hier gilt noch einmal ein großer Dank an alle die tagtäglich in den Krankenhäusern, Arztpraxen, Pflegeheimen usw. für unsere Gesundheit kämpfen. Gerade für diese Menschen muss das am Samstag schwer zu ertragen gewesen sein.

Mein Verständnis endet aber dann, wenn man Seite an Seite mit Menschen demonstriert die offen den Holocaust, das größte Verbrechen der Menschheitsgeschichte, mit den aktuellen Maßnahmen vergleichen und damit verharmlosen. Wenn man Seite an Seite mit Mitgliedern der Kleinstpartei „Der III.Weg“ marschiert. Eine offen verfassungsfeindliche, rechtsextreme, antisemitische und menschenfeindliche Gruppierung die mit Plakaten zum Mord an Andersdenkenden aufruft. Es war, anders als die große Teilnehmerzahl, im Übrigen durchaus zu erwarten, dass diese ewiggestrigen Rechtsextremen und Menschenfeinde präsent sein werden. Hier hätte ich mir eine ähnliche Courage der Veranstalter und jedes einzelnen Demonstrierenden erwünscht wie sie sie bei ihren persönlichen Forderungen gezeigt haben. Denn ich erachte es als staatsbürgerliche Pflicht, solche Menschen des Platzes zu verweisen! Mit solchen Menschen demonstriert man nicht Seite an Seite. Seien es noch so wenige. Nie.

Stefan Haas, Sprecher des Grünen-Kreisverbandes, 5.12.2021
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