neumarktonline Dokumentation

Weihnachtsgrüße 2006

von Oberbürgermeister Thomas Thumann

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
liebe Neumarkterinnen und Neumarkter!

"Ist denn schon wieder Weihnachten?"


Vor genau einem Jahr: Hela Buchner vereidigt den neuen Ober-
bürgermeister Thomas Thumann (Bericht hier).
Foto:Archiv
So lautete vor einigen Jahren ein Werbespruch. Und tatsächlich könnte man sich dieser Frage durchaus anschließen. Wie im Fluge scheint wieder ein Jahr vorbei zu sein, eilen wir mit mehr oder weniger Hektik auf das Weihnachtsfest zu.

Dabei sollen wir uns alle doch eher auf die weihnachtlichen Festtage, auf einige geruhsame und besinnliche Stunden mit dem festlich geschmückten Christbaum, der Weihnachtskrippe, den Geschenken und der Begegnung mit den Familien freuen.

Viele Dichter haben den besonderen Zauber von Weihnachten beschrieben, und immer hatten ihre Gedichte und ihre Geschichten mit dem Glanz und der Freude des Weihnachtsfestes zu tun.

Vor allem die Freude stellt für mich den Kern des Weihnachtsfestes dar. Freude haben und Freude schenken - dies sind für mich die wichtigsten Zutaten des Weihnachtsfestes. Wobei Freude schenken sicherlich das Schönere dabei sein dürfte, und dabei meine ich nicht nur Geschenke im materiellen Sinn. Denn man kann den Mitmenschen etwas schenken, von dem wir das Jahr über gerne und oft vorgeben, dass wir es gar nicht oder kaum haben: nämlich Zeit.

Deshalb sollten wir uns in den nächsten Tagen in den Familien Zeit nehmen füreinander, gemeinsam ein wenig Ruhe und Besinnung finden.

Bürgermeister, Stadtrat und Stadtverwaltung werden die Festtage ebenfalls dazu nutzen, ein wenig inne zu halten und Kraft zu schöpfen für die kommenden Aufgaben im Jahr 2007. Denn auch da erwarten uns wieder viele und vielfältige Herausforderungen. Wenn man bedenkt, dass wir in einer Situation stehen, wie selten in der Stadtgeschichte mit so vielen und verschiedenen Großprojekten, die gleichzeitig in der Planung bzw. im Bau sind, so wird die Dimension der vor uns liegenden Arbeit deutlich.

Aber nicht nur mit diesen Maßnahmen, sondern mit vielen anderen werden wir auch im kommenden Jahr wieder dem herausragenden Markenzeichen der Neumarkter Stadtpolitik gerecht: eine hohe, weit überdurchschnittliche Investitionsquote. Damit zeigen wir, dass wir nicht nur das Bestehende verwalten, sondern unsere Stadt durch überlegte Investitionen voranbringen und attraktiver gestalten wollen.

Da ist es gut, dass - wie schon in den vergangenen Jahrzehnten - unsere Haushaltspolitik auch 2007 gut finanziert und solide aufgestellt ist. Trotz der komfortablen Situation werden wir weiterhin eine Haushaltspolitik mit Augenmaß betreiben und die Aufgaben genau nach Wirtschaftlichkeit und Notwendigkeit überdenken, so wie sie es, liebe Bürgerinnen und Bürger, seit Jahren und Jahrzehnten von der Stadt gewohnt sind.

Dabei wollen wir uns als Stadt Neumarkt nicht als alleinige Insel der Glückseligen betrachten. Wir wollen über unseren Tellerrand hinausschauen und eine nach vorne gerichtete Stadtpolitik in dem Sinne betreiben, dass wir zusammen mit unseren Nachbargemeinden in der Region in einem guten Dialog und Austausch stehen.

In unseren Überlegungen wollen wir auch die Schwächeren in unserer Gesellschaft nicht vergessen und uns mit ihren Problemen beschäftigen. Dabei können wir sicherlich nicht die sozialen Probleme in der Bundesrepublik lösen und auch nicht die Härten aus Bundesgesetzen mildern. Aber wir können in unserem bescheidenen Umfange doch versuchen, auf Familien mit Kindern, alte Menschen, Arbeitslose oder Kranke zuzugehen und ihnen vor allen Dingen eines entgegen zu bringen: Respekt und Achtung. Arbeitslosigkeit, soziale Lage oder Krankheit sollten in unserer Gesellschaft nicht dazu führen, dass wir die Betroffenen ausgrenzen oder gar verachten.

In diesem Sinne wollen wir, die Bürgermeister, der Stadtrat und die Stadtverwaltung auch in Zukunft unsere Arbeit mit offenen Augen und mit gutem Augenmaß angehen. Wir werden im nächsten Jahr wieder mit viel Hingabe und großem Einsatz dafür sorgen, dass unsere Stadt den schon lange eingeschlagenen Weg einer positiven und guten Entwicklung weiter geht.

Dabei werden wir stets beherzigen müssen, dass wir es sicher nicht jedem recht machen können und dass Wunschdenken nicht der Maßstab unserer Stadtpolitik sein kann und darf. Denn wir als Stadtrat und Verwaltung müssen immer das Ganze im Auge behalten. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass wir mit dieser Einstellung zur Zufriedenheit unserer Bürger gearbeitet und unsere Stadt gut gestaltet haben. Dies macht uns zuversichtlich auch für das kommende Jahr.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich erholsame Feiertage, ein gesegnetes und friedvolles Weihnachtsfest sowie ein gesundes und in jeder Hinsicht glückliches Jahr 2007.

Ihr
Thomas Thumann
Oberbürgermeister
15.12.2006

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ISSN 1614-2853
16. Jahrgang