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Leserbriefe

„Einfach nur grausam“

„Rettet die Bienen!“ heißt es so schön. Dieser Aufforderung kann und will wohl kein Mensch widersprechen. Jeder soll schließlich seinen Beitrag für unsere Welt leisten. In den Augen vieler scheint es logisch, dass das in erster Linie die Bauern tun müssen. Grünstreifen an den Äckern für die Bienen, weniger Dünger, weniger Gülle. All das sind gute Ideen und erstrebenswerte Veränderungen.

Es wird keinen Bauern geben, der dagegen im Allgemeinen etwas einzuwenden hat. Es muss sich etwas ändern, um unsere Umwelt längerfristig zu schützen, nur geht das nicht von heute auf morgen. Das ist ein langwieriger Prozess, der nur mit viel gutem Willen und Ausdauer erreicht werden kann. Und beides haben die Landwirte in Bayern.

Doch man muss sich fragen, was bringen eigentlich all diese Maßnahmen, die wir ergreifen sollen, wenn zur gleichen Zeit ein paar hundert Meter weiter 11 Hektar Wiese und Wald für ein Industriegebiet geopfert werden?! Das Gebiet Habersmühle bei Pilsach, ein wunderschönes Stück Natur, nahe der B 299, wurde von der Stadt Neumarkt an die Firma Fuchs Europoles verkauft und soll nun bebaut werden.

Nachdem am 17. 2. dieses Jahres offiziell von der Stadt die Baugenehmigung an die Firma übergeben wurden, starteten jetzt die Arbeiten. Der Anblick ist einfach nur grausam. Fassungslos steht man vor den gefällten Bäumen und der umgewälzten Wiese. Dieses wunderschöne Gebiet, das viele Menschen genutzt haben, um etwas Erholung im Grünen zu suchen oder dem Stadtalltag zu entkommen, ist jetzt Geschichte. Umgewälzt von Planierraupen, und das auf wenige Tage.

Zu lesen ist von „Weiterbildungsmöglichkeiten“, „Arbeitsplätzen“, oder „günstige Lage“. Laut Bürgermeister Thomas Thumann ist das Vorhaben ein „Meilenstein für die Entwicklung der Stadt“. Klingt natürlich alles schön und gut. Doch ist das wirklich weit in die Zukunft gedacht? Ist das nachhaltig, die letzten größeren Grünflächen um die Stadt herum zuzubauen mit riesigen Fabriken? Ständig ist von „Flächenfraß“ und „Nachhaltigkeit“ die Rede, doch wo ist diese Nachhaltigkeit hier?

Einmal zugebaut ist das Gebiet für immer zerstört, verloren und ein weiterer zubetonierter Teil unserer Natur. Ein Glück, dass die Firma eine Fläche von 6,6 Hektar als Ausgleich an die Bienen gestellt hat…

Andreas Hollweck, Landwirt und Jagdvorstand Germarkung Mühlen, 1.3.2021
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